Florian Riepl will erst die Punktrunde zu Ende spielen und dann den Ligapokal.
Florian Riepl will erst die Punktrunde zu Ende spielen und dann den Ligapokal. – Foto: imago/Archiv

Saisonabbruch? Florian Riepl: „Da sind wir weit weg“

BFV will Saison unbedingt beenden

Eine Entscheidung, wie es im Amateurfußball weitergeht, fällt wohl erst nach dem 23. Februar. Laut Florian Riepl ist ein Abbruch „nicht in der Diskussion“.

Landkreis – „Die Punktspielrunde hat Vorrang.“ Notfalls könnte sie auch noch im Juli oder August zu Ende gespielt werden, betont Florian Riepl, fügt jedoch hinzu: „Wenn die Vereine das wollen.“ Das sei „natürlich eine Mehrheitsentscheidung“.

Riepl ist Vorsitzender des Fußballkreises Donau/Isar, zu dem Freising, Erding, Ingolstadt und Pfaffenhofen gehören. Nach der Entscheidung der Bundesregierung, den Corona-Lockdown bis 7. März zu verlängern, setzte sich Riepl mit seinen Vorstandskollegen aus dem Kreis in Verbindung. „Wir sind ja sowieso am Dauertelefonieren“, sagt er. Man bespreche andauernd die Lage. Eine bayernweite Entscheidung, wie es im Amateurfußball weitergeht, fällt aber wohl erst nach dem 23. Februar. An diesem Tag konferieren Bayerns Fußballfunktionäre. Was dabei herauskommen wird, vermag Riepl nicht zu sagen. Nur so viel: „Es wird wie immer eine Mehrheitsentscheidung sein.“

Kreisvorsitzender Riepl: Erste Testspiele wohl frühestens Mitte April

Vielleicht setzt sich dann die Idee durch, die Riepl schon einmal eingebracht hat. „Wir sollten erst die Punktrunde fertig spielen und den Ligapokal danach durchführen.“ Bekanntlich hatte sich aber die Mehrheit der BFV-Kreise für den anderen Weg entschieden. Jetzt ist die Situation eine neue: Durch die Verlängerung des Lockdowns würden die Vereine wohl frühestens Mitte April die ersten Testspiele bestreiten können, vermutet Riepl. „Man braucht ja mindestens vier Wochen Vorbereitung, sonst hast du gleich die ersten Bänder- und Muskelfaserrisse“, sagt der Kreischef und betont: „Diesen vierwöchigen Vorlauf wird auch jeder Verein kriegen.“ Danach, so Riepls Meinung, sollte eben die nun schon seit eineinhalb Jahren laufende Saison zu Ende gespielt werden. „Im Verband haben sie ja auch immer ausnahmslos gesagt, dass der Ligabetrieb Vorrang hat.“

Anschließend – wenn gewünscht und zeitlich möglich – noch den Ligapokal dranzuhängen, hält Riepl für eine „gute Übergangsphase bis zur nächsten Saison, wann auch immer diese beginnt“. Außerdem würde der Ligapokal so eine neue Wertigkeit erhalten: „Spielst du den Wettbewerb davor, haben die meisten Vereine immer die Punktrunde im Kopf, in der sie ihre Ziele ja eigentlich erreichen wollen. Ist die Liga aber durch, bekommst du da nochmal eine neue Chance. So erhält der Ligapokal noch eine ganz andere Attraktivität.“

Abbruch der Punktrunde: „Auch das wäre natürlich möglich.“

Riepl betont, dass dies seine persönliche Meinung sei. Natürlich gehe er nach der Mehrheit. „Es muss bayernweit entschieden werden. Wichtig ist, dass nicht jeder sein eigenes Supperl kocht.“ Schließlich verzahnen sich die Fußballkreise spätestens bei den Relegationsspielen zwischen der Kreisliga und Bezirksliga. Dass die allerdings schon Mitte Juni ausgetragen werden, „glaube ich persönlich nicht“, meint Riepl. Wie weit der Ligabetrieb in den Sommer verschoben werden kann, „entscheiden die Vereine selbst“.

Könnte die Punktrunde abgebrochen werden? „Auch das wäre natürlich möglich. Aber da sind wir weit weg, das ist nicht in der Diskussion“, sagt Riepl. „Man darf nicht vergessen, dass die Ansteckungsgefahr beim Freiluftsport sehr gering ist. Das weiß auch die Staatsregierung.“ Laut Riepl gibt es bisher keinen nachgewiesenen Coronafall auf dem Platz. „Wenn Fehler passieren, dann in der Kabine.“ Die drei Parteien, also die Teams und das Schiedsrichtergespann, separiert unterzukriegen, „das müssen wir in den Griff kriegen“.

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362 Aufrufe12.2.2021, 06:00 Uhr
Freisinger Tagblatt / Dieter PriglmeirAutor

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