Die Grenzlandelf hat es geschafft und spielt in der kommenden Saison wieder in der Kreisliga. Hintere Reihe, achter von links "Meistertrainer" Bernd Häuber.
Die Grenzlandelf hat es geschafft und spielt in der kommenden Saison wieder in der Kreisliga. Hintere Reihe, achter von links "Meistertrainer" Bernd Häuber. – Foto: Stefan Salomon

Meisterschaft wertet Feierlichkeiten zum 100-Jährigen noch auf

Rechtzeitig zum 100-jährigen Bestehen der Abteilung Fußball hat der TSV Eslarn die Meisterschaft und den Aufstieg in die Kreisliga geschafft.

Es ist vollbracht, der TSV Eslarn kehrt nach dem Abstieg 2018 wieder in die höchste Spielklasse des Kreises zurück. Nach einem 2:1 beim TSV Pleystein kann die Truppe von Bernd Häuber bei zwei verbleibenden Partien und sechs Punkten Vorsprung gegenüber dem SV Kohlberg nicht mehr von der obersten Stufe des "Stockerls" gestossen werden, da bei abschließender Punktgleichheit der direkte Vergleich für den TSV zum Tragen käme. Eslarn hatte in Kohlberg 2:1 gewonnen und zuhause 2:2 gespielt. So kannte der Jubel nach dem Abpfiff in Pleystein keine Grenzen mehr, die Meisterschaft war in trockenen Tüchern, eine lange Nacht sollte folgen.

Rechtzeitig vor den Feierlichkeiten zum 100jährigen Bestehen der Fußballabteilung hat es die Grenzlandelf also geschafft, der Aufstieg in die Kreisliga ist perfekt und wertet das im Juni stattfindende Jubiläum mit Sicherheit noch auf. Im letzten Jahr noch "Opfer" der Coronapandemie und der dadurch angewendeten Quotientenregel (die DJK Neustadt hatte da die Nase vorne), hat die Mannschaft um Keeper und "Capitano" Patrick Herdegen nach der Winterpause keinen Zweifel mehr aufkommen lassen, dass ihr der Sprung in die nächsthöhere Liga in diesem Jahr gelingen würde. Ohne Niederlage und mit einem beeindruckenden Torverhältnis hat das Team von Coach Bernd Häuber die Restrückrunde nach dem Wiederbeginn im März absolviert, schon deshalb ist der Titel für den TSV hochverdient, wie Fußballboss Matthias Kaiser meint.

Als nun Schiedsrichter Klaus Seidl die vor der tollen Kulisse von 310 Zuschauern stattfindende Partie beim TSV Pleystein nach 95 Minuten und beim Spielstand von 2:1 für die Grenzlandelf - es war ein hartes Stück Arbeit - abpfiff, ging die "Post" ab. Party schon auf dem Spielfeld, später wurde die "Sause" im eigenen Sportheim fortgesetzt. Die letzten "Feierbiester" hätten wohl gegen 5 Uhr früh den Heimweg angetreten, ein Teil der Mannschaft - wohlweislich schon mit einem Urlaubstag ausgestattet - feierte allerdings ab 8 Uhr schon wieder weiter.

Dass sich die Mannschaft den errungenen Titel auch verdient hat, belegen beeindruckende Zahlen: In bislang absolvierten 22 Begegnungen setzte es nur eine Einbuße, gegen die SpVgg Vohenstrauß zog man auf eigenem Platz mit 0:1 den Kürzeren. 17mal hat der TSV den Platz als Sieger verlassen, 4mal trennte man sich Unentschieden. Mit 71 Treffern verfügt man über die stärkste Offensive, mit nur 17 Gegentreffern auch über die beste Abwehr. Matthias Kaiser lobt in diesem Zusammenhang die beiden "Väter" des Erfolgs, Chefcoach Bernd Häuber und "Co" Christian Riedl, die einen ganz erheblichen Anteil am großen Erfolg hätten. "Natürlich geht ein sportlicher Erfolg nur über großen Trainingsfleiß und eine Konkurrenz im Kader. Beides haben wir hier in Eslarn, zudem ist die Kameradschaft untereinander einfach hervorragend", sagt Bernd Häuber, der die angesprochene Kameradschaft immer wieder vorlebt und selbstverständlich bei den "Harten" dabei war, die am Montag früh nach kurzer Unterbrechung das Feiern fortsetzten.

Werden sich die "Macher" des TSV nun in der anstehenden Pause vor dem Saisonstart in der Kreisliga um Verstärkungen bemühen? "Vielleicht ein oder zwei Spieler sollen kommen", heißt es da, im Schwerpunkt wolle man den Jungs vertrauen, die die Meisterschaft in so beeindruckender Art und Weise geholt haben. Das Saisonziel ist klar, zunächst gilt es als "Newcomer", die Liga zu halten.

In den beiden letzten Partien der laufenden Saison will die Grenzlandelf nun ihre positive Bilanz weiter ausbauen. Dabei stehen gleich zwei Matches auf dem Programm, die trotz des schon sichergestellten Meistertitels noch eine gehörige Portion Brisanz beinhalten. Zunächst empfängt der TSV den SV Waldau, schon weil deren Trainer Hans-Jürgen Linge ein Eslarner ist und seine Jungs immer besonders heiß macht auf das Match gegen die Häuber-Elf, will man sich zuhause "meisterlich" zeigen und die Punkte behalten. Ja und dann hat man noch eine Rechnung offen mit der Bezirksligareserve aus Vohenstrauß, gegen die man ja das einzige Spiel verloren hat und bei der man am letzten Spieltag gastiert. So heißt es, die "feiergeschädigten" Körper noch zwei Mal in Form zu bringen, um eine herausragende Saison auch "standesgemäß" abzuschliessen.

Aufrufe: 011.5.2022, 11:00 Uhr
Werner SchaupertAutor