
Heute trifft Geisling auf Freising, das die beste Defensive der Liga stellt. Trainer Hintermaier muss mit einem dezimierten Kader antreten.
Es ist das Duell der Seriensieger, das heute in der Bezirksliga Nord in Freising steigt, wenn der FC Langengeisling um 19.30 Uhr zu Gast ist. Während die Gastgeber nach neun Spielen ohne Niederlage noch um die Rückkehr in die Landesliga kämpfen, geht es für Geisling trotz der sechs Siege in Serie ums nackte Überleben.
„Ich wäre schon glücklich, wenn wir einen Punkt mitnehmen könnten“, sagt Geislings Trainer Maximilian Hintermaier, der nach dem mühsamen 3:1 gegen Schlusslicht Fatih Ingolstadt ein ganz anderes Spiel erwartet: „Freising steht sehr kompakt, will aber auch den Ball haben und hat über die Flügel extreme Geschwindigkeit.“ Erst 28 Gegentore hat die Defensive der Domstädter um Routinier Michael Schmid (41) zugelassen und stellt damit die beste Abwehr der Liga.
Unter Stürmerlegende Mijo Stijepic, der im Winter das Traineramt übernommen hat, geht es bei den Freisingern im Prinzip permanent aufwärts: Mittlerweile steht der SCE auf Platz drei, hat nur noch einen Punkt Rückstand auf den SV Walpertskirchen und gilt als der Favorit auf den Relegationsrang hinter Primus Lerchenau. Mit 58 Toren – 18 davon durch Goalgetter Fabrizio Brandes – stellen die Freisinger überdies den zweitbesten Angriff der Liga.
Geisling ist nach dem 3:1 gegen Schlusslicht Ingolstadt über den Strich gesprungen, doch Hintermaier weiß: „In dieser verrückten Liga wird man extrem viele Punkte für den direkten Klassenerhalt brauchen. Das wird bis ganz zum Schluss spannend bleiben.“ Personell sieht es bei den Gästen nicht gerade rosig aus, und so sagt Hintermaier: „Der Kader ist eigentlich eine Katastrophe, am Dienstag haben wir mit zehn Mann trainiert. Aber egal, wer am Freitag dabei ist, muss es draufhaben. Wir haben in den letzten Wochen wenig rotieren müssen, das war auch ein Schlüssel für den Erfolg, aber jetzt gibt es mit Sicherheit Änderungen. Trotzdem haben wir natürlich viel Selbstvertrauen getankt.“
Wieder an Bord sind Lenny Gremm, David Riederle, Bendikt Kreischer und Lucas Seeholzer, der zuletzt kränkelnd passen musste. Dafür fehlt Sebastian Schubert nach einer Augen-Operation. Severin Stenzel und Fabian Kohlmann sind gesundheitlich angeschlagen, ob Rafael Jorge wegen eines privaten Termins dabei sein kann, entscheidet sich kurzfristig.Tipp: 1:1.