
Nach dem 0:1 beim ASV Dachau kämpft der FC Langengeisling weiter um den Klassenerhalt und muss kommende Woche gegen den SVA Palzing punkten.
„Wir verlieren heuer einfach alle Fifty-Fifty-Spiele“, meinte am Ende ein geknickter Max Hintermaier. Der verletzte Spielertrainer des FC Langengeisling musste mit ansehen, wie sein Team beim ASV Dachau 0:1 verlor, weil die Platzherren die einzige tatsächliche Torchance des Spiels nutzten.
„Wir haben jetzt zweimal gegen den Tabellenzweiten 0:1 verloren. Das zeigt mir wieder, dass wir mit jedem Gegner mithalten können. Aber im Gegensatz zum Vorjahr haben wir heuer in den engen Spielen einfach kein Glück.“
In Dachau musste sich der FCL erst einmal einem drückend überlegen ASV erwehren. „Echte Torchancen gab es aber nicht. Das haben wir gut verteidigt“, lobte der Coach. Ausnahme: die 14. Minute. Maximilian Bergner schlug einen Freistoß aus dem Halbfeld scharf auf den ersten Pfosten, wo einem Geislinger Verteidiger beim Abwehrversuch der Ball über den Schlappen rutschte. Sehr zur Freude von Leonardo Di Pasquale, der am langen Eck lauernd nur noch abstauben musste.
Der Aufstiegsfavorit hatte damit seine Schuldigkeit getan, jetzt übernahmen die Geislinger das Geschehen. „Wir hatten jetzt deutlich mehr vom Spiel“, meinte auch Hintermaier. Raffi Jorge, Hannes Dornauer und Lucas Seeholzer kamen mehr zum Flanken. Richtig gefährlich wurde es aber vor dem Dachauer Tor nicht. „Da fehlte uns die nötige Durchschlagskraft“, räumte Hintermaier ein.
In der zweiten Halbzeit wollten es die Geislinger wissen, waren drückend überlegen – aber am Sechzehner mit ihrem Latein am Ende. Die Flankenqualität wurde nicht besser, die ASV-Defensive nicht wirklich gefordert. Auf der Gegenseite musste Geislings Keeper Michael Hierl einmal eingreifen, als er einen Konter mit einer Fußabwehr entschärfte.
Kommende Woche geht es gegen Palzing um wichtige Punkte für den Klassenerhalt. Jetzt gehe es drum, die enttäuschten Spieler wieder aufzubauen. „Wir müssen ehrlich zu uns selber sein, eingestehen, dass das vorne zu wenig ist“, sagte Hintermaier, „aber auch dieses Spiel hat wieder gezeigt, dass wir nah dran sind“.