
Der FC Kray versuchte von Beginn an, mit hohem Pressing den Spielfluss der Hausherren zu stören, was in der Anfangsphase gut gelang. Nach rund einer Viertelstunde fand der SV Scherpenberg jedoch besser in die Partie und ging durch Akbel in Führung (27.). Die Gäste blieben unbeeindruckt, spielten weiter nach vorne und erarbeiteten sich Chancen auf den Ausgleich, die jedoch ungenutzt blieben.
Auch nach dem Seitenwechsel erwischten die Hausherren den besseren Start. Arslanbonga erhöhte per Kopf auf 2:0 (55.). Der FC Kray hielt dagegen und drängte auf den Anschluss, hatte dabei jedoch Pech, als ein Freistoß von Semih Köse am Pfosten landete. In der Schlussphase warfen die Gäste alles nach vorne, belohnten sich aber erst spät: Benludvig Elad verkürzte auf 2:1 (90.).
Kurz darauf fiel jedoch die endgültige Entscheidung. Torhüter Raphael Koczor war bei einer Ecke mit aufgerückt, der SV Scherpenberg fing den Ball ab und Saiti traf zum 3:1-Endstand.
Trainer Dimitrios Pappas sagte nach der Partie: „Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass die Jungs heute alles rausgehauen haben, was möglich war. Wir haben im Vorfeld von einem Bonusspiel gesprochen. Leider haben wir unsere Torchancen nicht genutzt und waren in der ersten Halbzeit in den Zweikämpfen nicht präsent genug. Auch unser Pressing hat nicht funktioniert, weil wir oft einen Schritt zu spät waren. So sind wir dann auch in Rückstand geraten. Trotzdem hatten wir in der ersten Halbzeit Möglichkeiten, den Ausgleich zu erzielen oder sogar in Führung zu gehen. In der zweiten Halbzeit haben wir einige Anpassungen vorgenommen und Dinge angesprochen, die dann deutlich besser funktioniert haben. Wir konnten mehr Druck auf den Gegner ausüben. Was mich ärgert, ist das 2:0 nach einer Standardsituation. Da haben wir eigentlich eine klare Zuordnung – sowohl in der Mauer als auch in der Manndeckung. In solchen Momenten müssen wir über 90 Minuten hinweg konzentriert und präsent sein, um das Spiel so lange wie möglich offen zu halten. Wie man gesehen hat, haben wir unsere Tore gemacht. Beim Stand von 1:0 wäre möglicherweise noch etwas Zählbares drin gewesen. Ich mache den Jungs keinen Vorwurf. Wir haben noch fünf Spiele vor uns, in denen wir alles in der eigenen Hand haben. Dafür müssen wir weiterhin alles geben.“