
Es kehrt keine Ruhe auf der Trainerbank des FC Kosova Düsseldorf ein. Schon in der Vorsaison trennte sich der Landesligist mitten im Aufstiegskampf von Mohamed El Mimouni. Auf Interimscoach Shiqeri Alili folgte zu Saisonbeginn Alfonso del Cueto, dessen Amtszeit nach 13 Spielen auch wieder ein Ende hat.
"Alfonso del Cueto ist seit Montag nicht mehr Chef des FC Kosovo. Nach einer Reihe schlechter Ergebnisse haben sich die Clubmanager entschieden, die Zusammenarbeit mit dem spanischen Techniker zu beenden", schreibt der Klub in den sozialen Medien.
"Vier Niederlagen in Folge" seien demnach ausschlaggebend für die Entlassung des 62-Jährigen gewesen sein. Wer jedoch einen Blick in den Terminkalender der Düsseldorfer wirft, dem wird auffallen, dass lediglich die vergangenen drei Ligaspiele verloren gingen. Aufklärung darüber liefert der Klub im Statement. Demnach sei sogar die "schmerzhafteste" Pleite aus Vereinssicht das 1:2 gegen den FC Kosova Genf im Finale des sogenannten "Diaspora Cup" – ausgetragen am 26. Oktober, nur zwei Tage nach der Partie gegen den SSV Bergisch Born (1:2).
Mit lediglich drei Punkte Rückstand auf den Zweitplatzierten DV Solingen ist der Verein also auf der Suche nach einem Impulswechsel und setzt dabei auf einen alten Bekannten: Ibo Cöl hatte die Geschicke schon zwischen den Saisons 19/20 und 22/23 in der Hand, führte den Verein seiner Zeit von der A- in die Bezirksliga, und kehrt nun an seine alte Wirkungsstätte zurück.
Der 47-Jährige war zu Saisonbeginn noch Chefcoach des Bezirksligisten SV Rot-Weiß Wülfrath, brachte dort aber nicht den erwünschten Erfolg: "In den ersten fünf Spielen der laufenden Saison konnten unter ihrer Leitung ein Sieg, drei Unentschieden und eine Niederlage eingefahren werden. Leider hat es dennoch nicht so gepasst, wie es sich beide Seiten erhofft haben", teilte Wülfrath nach der Trennung mit. "Darüber hinaus fühlt sich Ibo aufgrund der Folgen seines erlittenen Herzinfarkts gesundheitlich nicht wohl, sodass eine weitere Zusammenarbeit aktuell nicht möglich ist."
In Düsseldorf soll er nun seine bekannten Qualitäten einbringen, wie der FC Kosova schreibt: "Sein größter Vorteil ist die tiefgreifende Kenntnis der Vereinspsychologie und der Teamgeist. Er findet eine junge, talentierte und ambitionierte Gruppe, sowie die volle Unterstützung der Geschäftsführung, der Fans und der Spieler selbst."
Seine erste Aufgabe hat es direkt in sich. Es geht gegen Tabellenführer 1. Spvg Solingen-Wald (16. Oktober, 15.30 Uhr).
