Fola ist ein Team, das nur an schlechten Tagen mal unter die Räder geriet, und manchen Gegnerinnen durchaus Sorgen bereiten konnte
Fola ist ein Team, das nur an schlechten Tagen mal unter die Räder geriet, und manchen Gegnerinnen durchaus Sorgen bereiten konnte – Foto: www.paulmedia.lu (Archiv)

Frauen: Reorganisation der Ligen wird anvisiert

Vereine suchten Kontakt mit dem Verband +++ zahlreiche konstruktive Ideen +++ Vorschläge werden auf Konformität zur Satzung geprüft

Am vergangenen Freitag trafen sich etliche Vertreterinnen und Vertreter aus dem luxemburgischen Frauenfußball zu einem Ideenaustausch über eine eventuelle Neuorganisation der Ligen.

Am Wochenende ein 15-2, vor Wochen Ergebnisse von 17-0, 20-0 sowie das leider schon berühmte 37-0… all diese und andere Resultate ohne sportlichen Mehrwert ließen viele Beteiligte im luxemburgischen Frauenfußball erkennen, dass es so in der 1.Liga nicht weitergehen kann. Wie in der Einleitung erwähnt trafen sich am Freitag auf Anfrage der Vereine zahlreiche Vertreter aus dem Damenfußball, darunter Verantwortliche aus den Clubs als auch von der Kommission „Frauenfußball“ der FLF.

Wie mehrere Teilnehmer an dieser Sitzung FuPa gegenüber übereinstimmend berichteten, wurden einige interessante Ideen ins Spiel gebracht. So habe man ins Auge gefasst, die Spielzeit 2021-2022 eventuell als Übergangssaison zu gestalten. Einige, wenige Vereine sollen grundsätzlich sogar damit einverstanden gewesen sein, einen freiwilligen Abstieg hinzunehmen, damit die Liga auf zunächst zwölf Teams reduziert werden könnte. Dies müssten diese aber noch innerhalb ihrer Vereinsgremien absegnen lassen. Später würde man das Oberhaus vielleicht sogar auf zehn Clubs reduzieren. Auch die Einführung von Play-Offs stand im Raum.

Diese Vorschläge wurden gestern Abend dem Verwaltungsrat der FLF unterbreitet. Bevor nämlich überhaupt irgendeine Änderung am Spielmodus vorgenommen werden kann, muss der Verband prüfen, ob die ausgearbeiteten Ideen konform zur Satzung sind und ob man nicht eventuell einen unerwünschten Präzedenzfall schaffen würde, wenn man z.B. einem freiwilligen Abstieg zustimme. Die Rechtsabteilung der FLF wird also in den kommenden Wochen gefordert sein, Mitte Mai erhofft man sich von deren Seite eine Antwort, um dann Ende des Monats eine Richtung einschlagen zu können – die dann durchaus auch der Status Quo sein könnte, sollte es rechtliche Bedenken in Sachen Reform geben.

Eine Neuorganisation würde schließlich nicht nur die 1.Liga betreffen, sondern einen ganzen Rattenschwanz nach sich ziehen, was die unteren Ligen betrifft. Denn wegen der Pandemie wurde nicht nur die höchste Spielklasse für die laufende Saison aufgestockt, wegen Covid 19 muss man auch erst sehen, wieviele Vereine für die kommende Spielzeit überhaupt wieder eine Frauenmannschaft anmelden werden und können!

769 Aufrufe4.5.2021, 08:00 Uhr
Paul KrierAutor

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