Blickt ohne Groll auf sieben Saisons in Könen zurück: Stefan Reifenberg.
Blickt ohne Groll auf sieben Saisons in Könen zurück: Stefan Reifenberg. – Foto: Sebastian J. Schwarz

Stefan Reifenberg hört beim FC Könen auf

Warum der Trainer nach sieben Jahren den A-Ligisten verlässt und was sie bei den Grün-Weißen aus dem Konzer Stadtteil nun planen.

Selbst in den Fußball-Kreisligen wird heutztage mitunter nicht mehr lange gefackelt – Trainerabgänge sogar während der Saison und Engagements nur über eine oder zwei Spielzeiten sind oft keine Seltenheit mehr. Die sieben Jahre, welche Stefan Reifenberg beim FC Könen bald auf dem Buckel hat, sind schon außergewöhnlich. In der Trier-Saarburger A-Liga kann da nur der ebenfalls seit 2014 bei ein und demselben Verein wirkende Aimé Kinss (DJK Pluwig-Gusterath) mithalten.

Im Sommer ist für Reifenberg beim FC Könen aber Schluss. Darauf haben sich der 47-jährige Trainer und das Präsidium des aktuellen Tabellenvorletzten der A-Klasse geeinigt. Wer sein Nachfolger wird, ist nach Vereinsangaben derzeit noch völlig offen.

Beide Seiten betonen im Gespräch mit dem TV, dass die Entscheidung in beiderseitigem Einvernehmen erfolgt sei. „Ich blicke auf viele erfolgreiche Jahre in Könen zurück. Doch jetzt ist es Zeit für einen Neuanfang mit einem anderen Trainer“, sagt Reifenberg, der das Team des Konzer Stadtteilclubs 2016 zurück in die A-Liga geführt hat und mit ihm 2019 den Kreispokal gewann.

Er sei „schon länger in intensivem Austausch“ mit den Verantwortlichen gewesen, so Reifenberg. Am Montagabend einigte man sich dann darauf, die Zusammenarbeit zu beenden. Vorher soll er die Mannschaft aber noch zum Klassenverbleib führen, sofern während der Corona-Pandemie überhaupt noch weitergespielt werden kann. „Wir ziehen das hier gemeinsam durch – und notfalls geht es dann halt nach der Saison in die B-Klasse“, sagt Präsidiumsmitglied Thomas Bauschert. „Mega zufrieden“ seien sie beim FCK mit der Arbeit und dem Engagement Reifenbergs. „Die Trainingsbeteiligung war unter Stefan immer sehr gut. Aber was zuletzt dann sonntags oft kam, war ernüchternd“, gibt Bauschert zu bedenken. Ein neuer Coach solle auch ein Signal ans Team sein: „Wir hoffen, dass noch mal ein Ruck durch die Truppe geht.“

Wie es bei ihnen nun weitergeht, wissen weder Reifenberg noch der FC Könen. Der scheidende Trainer würde gerne woanders einsteigen, „es muss aber passen, und ich setze mich da überhaupt nicht unter Druck“. Vor seiner Tätigkeit beim FCK stand der aus der DJK St. Matthias hervorgegangene und aus Trier-Süd stammende Reifenberg fünf Jahre lang in Diensten des A-Ligisten SV Udelfangen. Nach seiner Aktivenzeit (unter anderem Verbandsliga beim SV Krettnach und Landesliga beim SV Konz) sammelte er erste Trainererfahrungen in der Konzer und Krettnacher Jugend.

Laut Bauschert können sie sich in Könen „sowohl eine interne, wie auch eine externe Lösung vorstellen“. Sehr interessiert sei man daran, den Kader zusammenzuhalten. Bleiben soll so auch der aktuelle Co-Spielertrainer Ramon Jahn.

„Wir gehen in bester Freundschaft“, unterstreicht Reifenberg. Dem Verein bleibe er sowieso verbunden – Sohn Luis kickt in der F-Jugend des FCK. Bauschert kann sich zudem irgendwann auch eine Rückkehr des langjährigen Trainers vorstellen: Reimund Lutz etwa habe auch zwei Amtsperioden bei den Grün-Weißen gehabt.

1459 Aufrufe2.3.2021, 17:28 Uhr
Andreas ArensAutor

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