
Markt Schwaben fährt einen knappen Erfolg beim Tabellenschlusslicht FSV Höhenrain ein. Luisa Bauer retten die FC-Spielerinnen mit einem Einstandstor.
Mit einem wahren Kraftakt in Höhenrain haben die Markt Schwabener Fußballfrauen ihre Tabellenführung in der Bezirksoberliga verteidigt. „Das war ein echter Arbeitssieg und eine super Teamleistung“, gab sich FCMS-Trainerin Bettina Gruber nach der Rückreise gleichermaßen erfreut und erleichtert über den mager ausgefallenen 1:0 (1:0)-Auswärtssieg.
Nahe dem Ostufer am Starnberger See hatte der Sonnenschein durchaus Argumente für einen angenehmen Sonntagsspaziergang in petto. Doch die Gastgeberinnen vom FSV wurden selbst als noch siegloses Tabellenschlusslicht genau die unangenehme Aufgabe, vor der Grubers Trainerkollege Matthias Reiter die Markt Schwabenerinnen noch im Vorfeld gewarnt hatte. „Weil die Herren auf dem Hauptplatz gespielt haben, mussten wir auf Kunstrasen spielen – und das ist immer ein bisschen so unser Endgegner“, erklärte Bettina Gruber.
Die tiefen Räume, die gerade die FC-Angreiferinnen so sehr an ihrem geräumigen, mit Naturrasen ausgelegten Wohnzimmer so schätzen, waren in Höhenrain schlichtweg nicht vorhanden. Das Roll- und Absprungverhalten des Spielgeräts bedurfte ebenfalls einer Eingewöhnungsphase bei den qua Tableau maximal favorisierten Gästen.
„Nach etwa 25 Minuten ist es aber besser geworden und wir haben das Spiel ein bisschen mehr kontrolliert“, analysierte Gruber, die neben sich auf der Bank nicht nur Matthias Reiter (privat verhindert), sondern auch einige Wechseloptionen vermisste. „Mit nur zwei Auswechselspielerinnen sind uns zum Schluss ein bisserl die Kräfte ausgegangen.“
Umso wichtiger also, dass sich Luisa Bauer gerade diese Partie für ihr Einstandstor in dieser Spielzeit ausgesucht hatte. Den lang geschlagenen Freistoß von Elisabeth Weber wehrte die Höhenrainer Abwehr vor die Füße von Nadja Rimschneider ab, die mit Übersicht quer auf Bauer legte. Und pünktlich mit dem Halbzeitpfiff versenkte die FC-Mitspielerin den Ball im FSV-Netz zur 1:0-Führung. Es war das Tor des Tages.
„In der zweiten Halbzeit ist Höhenrain defensiv auch gut gestanden, aber wir haben das super gespielt und im Mittelfeld kontrolliert“, sah Bettina Gruber aber in der BOL-Partie weiterhin auf beiden Seiten das Gegenteil eines Torchancen-Feuerwerks. „Egal, den Sieg nehmen wir mit und das Spiel haken wir schnell ab“, so das einhellige Resümee der Tabellenführerinnen.