
Ein Traumtor in der 13. Minute besiegelte die Niederlage des FC Ismaning. Trotz Druck in Halbzeit zwei fehlten den Gästen die klaren Chancen.
Wenn der FC Ismaning mit dem Ziel Erlbach auf Bayernliga-Reise geht, dann ist er schon auf harte Arbeit und wenige Tore vorbereitet. Das war am Donnerstagabend nicht anders bei der 0:1 (0:1)-Auswärtsniederlage, die unglücklich zustande kam.
Das Tor des Tages fiel gleich in der 13. Minute und der Treffer von Florian Wiedl war ein Klasseschuss. Ärgerlich für den Ismaninger Trainer Xhevat „Jacky“ Muriqi war dabei, dass seine Schützlinge zuvor den Ball aus der Gefahrenzone klären konnten, aber dennoch überrascht wurden. „Das war ein Torschuss aus dem Nichts“, bedauerte Muriqi. Dazu kam die bittere Note, dass Torwart Lucas da Silva-Pötzinger noch die Fingerspitzen an den Ball brachte, der dann aber doch hineinging.
Der Rest der ersten Halbzeit war dann kein Zauber-Festival des Fußballs. Vor beiden Toren passierte nicht viel und die defensiv gut stehenden Ismaninger hatten alles im Griff. Es war eigentlich das typische 0:0-Spiel, aber eben mit dem Erlbacher Tor. Deshalb konnten die Platzherren mit der Führung im Rücken entspannt das Geschehen vor sich hinplätschern lassen. Die Bringschuld lag bei Ismaning.
In Durchgang zwei erhöhten die Gäste den Aufwand, hatten mehr Ballbesitz und hätten sich in der Summe den Ausgleich verdient. Allerdings bleibt auch festzuhalten, dass die Ismaninger im Gegensatz zu den vergangenen Wochen nicht die großen Torchancen hatten. Sie waren immer wieder im gegnerischen Strafraum, kamen aber nicht zu einer so richtig krachenden Torchance. Die Erlbacher waren aufmerksam und schafften es immer wieder, einen Fuß in die Pässe zu bringen oder die Schussversuche zu blocken. „Die haben dann natürlich auch mit Mann und Maus hinten drin gestanden“, sagt Muriqi.
Die Gastgeber lieferten auch in diesen 90 Minuten den Beweis dafür, dass sie mit nur 22 Gegentoren in 24 Spielen defensiv die Nummer zwei der Liga sind. „Nach dem Spiel waren sich alle einig, dass ein Unentschieden in Ordnung gegangen wäre“, sagt der Ismaninger Trainer. Mit der Leistung seiner Schützlinge war Muriqi zufrieden. Speziell in der zweiten Halbzeit waren sie sehr engagiert und wehrten sich wie schon gegen Deisenhofen beachtlich gegen die Niederlage. Mit weiterhin zehn Punkten Abstand zur Abstiegsrelegation hat der FCI weiter ausreichend Luft nach hinten in der Tabelle. Sieben Spiele vor dem Saisonende ist das ein Pfund. (nb)