2024-02-23T08:22:50.674Z

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Schon damals mit dem Pokal in der Hand: Maximilian Hennig (rechts) 2013 mit der F2-Jugend des FC Ismaning, die gerade den Ammersee-Cup des MTV Dießen gewonnen hat; seine Teamgefährten sind (v.l.) Fabian Streibl, Levin Lob, Tim Kroneck, Paul Reiser, Maximilian Neff, Ben Kimplinger, David Leitl und Tim Geldhäuser.
Schon damals mit dem Pokal in der Hand: Maximilian Hennig (rechts) 2013 mit der F2-Jugend des FC Ismaning, die gerade den Ammersee-Cup des MTV Dießen gewonnen hat; seine Teamgefährten sind (v.l.) Fabian Streibl, Levin Lob, Tim Kroneck, Paul Reiser, Maximilian Neff, Ben Kimplinger, David Leitl und Tim Geldhäuser. – Foto: FC Ismaning

FC Ismaning jubelt mit U17-Weltmeister Maxi Hennig

Maximilian Hennig hat beim FCI mit dem Fußballspielen begonnen – Coach Streibl erinnert sich

Deutschland feierte gestern seine U17-Weltmeister und beim FC Ismaning hatten sie auch reichlich Grund, sich auf die Schultern zu klopfen.

Ismaning – Linksverteidiger Maximilian Hennig, der als Stammspieler mit der DFB-Auswahl Frankreich im Finale (4:3 n.E.) bezwang, kickte in der F-Jugend beim FC Ismaning. Sein Wechsel zum FC Bayern war dann fast logisch, aber der Kontakt ist nie abgerissen zum jetzt 17-Jährigen, der im Team von Bundestrainer Christian Wück Geschichte geschrieben hat, denn noch nie ist eine deutsche U17-Mannschaft Weltmeister geworden.

Zwei Jahre spielte der aus Eichenried (Landkreis Erding) stammende Maximilian Hennig in der F-Jugend des FC Ismaning. Und er hatte da schon prominente Trainer mit Toni Streibl, Christian und Stefan Leitl. Toni Streibl erinnert sich noch gut an die Besonderheit: „Die Mannschaft war Jahrgang 2005 und Maxi war der einzige aus dem Jahrgang 2006.“

„Er hat schon Pässe gespielt, die andere in diesem Alter nicht spielen.“

Vor allem habe man schon gesehen, dass dieser Bub besondere Fähigkeiten hat: „Er hat schon Pässe gespielt, die andere in diesem Alter nicht spielen.“ Der Nachwuchskicker, dessen Vater Marc auch schon höherklassig spielte, bestach durch seine Übersicht. Heute gibt es etliche Bilder von den Buben, die bei Turnieren mehrere Pokale mit nach Ismaning brachten. „Das war schon eine richtig geile Zeit“, sagt Streibl über die Mannschaft und die Ismaning-Legenden Christian und Stefan Leitl im Trainer-Team.

Aus dem Weg geräumt: Maxi Hennig (M.) schüttelt hier im Halbfinale der U17-Weltmeisterschaften gleich zwei Argentinier ab.
Aus dem Weg geräumt: Maxi Hennig (M.) schüttelt hier im Halbfinale der U17-Weltmeisterschaften gleich zwei Argentinier ab. – Foto: IMAGO/Marcio Machado/M.i.S.

Zur E-Jugend wechselte Maximilian Hennig zum FC Bayern, was da schon fast logisch ist. Und heute läuft der bayerische U17-Weltmeister in der U19 des FC Bayern auf. Und der ehemalige Ismaninger Trainer ist heute einer der treuesten Fans: „Ich fahre immer mit dem Fahrrad zum Campus und schaue mir die Spiele von Maxi an.“ Mit der Familie ist der Kontakt nie abgerissen. Streibl hatte zehn Jahre beim FC Ismaning als Jugendtrainer gearbeitet und mit der Corona-Pandemie sein Engagement eingestellt. „Heute genieße ich es, beim Fußball einfacher Zuschauer zu sein“, sagt Streibl. Und das ist mal beim FC Ismaning, mal beim SC Grüne Heide oder eben bei der U19 des FC Bayern.

Aus dem Weg geräumt: Maxi Hennig (M.) schüttelt hier im Halbfinale der U17-Weltmeisterschaften gleich zwei Argentinier ab.
Aus dem Weg geräumt: Maxi Hennig (M.) schüttelt hier im Halbfinale der U17-Weltmeisterschaften gleich zwei Argentinier ab. – Foto: IMAGO/Agung Kuncahya B.

Die Streibls und die Hennigs haben einige Verbindung. Trainer-Sohn Fabian Streibl spielte einst zusammen mit Maxi Hennig in der F-Jugend. Heute gehört Fabian Streibl der Ismaninger U19 an und wurde dort von Trainer Xhevat „Jacky“ Muriqi zum Kapitän gemacht. Mittlerweile ist Muriqi Trainer der Männermannschaft in der Bayernliga und Talent Streibl hat dort auch schon mittrainieren dürfen. Der Ismaninger hofft darauf, in den nächsten Jahren zur Bayernliga-Mannschaft aufzusteigen. Unterdessen hat Maxi Hennig beim anderen Verein den Traum, über die Bayern Amateure in der Regionalliga in Richtung Profifußball weiterkommen zu können.

In den vergangenen Tagen haben sich Toni und Fabian Streibl die Spiele der deutschen U17-Nationalmannschaft am anderen Ende der Welt alle angesehen. „Wir haben es genossen und waren stolz, dass Maxi alles richtig macht“, sagt Toni Streibl. Beim Halbfinalsieg im Elfmeterschießen gegen Argentinien trat Maxi Hennig am Punkt nicht an (im Finale gegen Frankreich war er vor zuvor ausgewechselt worden). Sein ehemaliger Trainer hatte sofort die Erklärung: „Er ist keiner, der sich aufdrängt. Wenn der Trainer gesagt hätte, du musst schießen, dann hätte er das Ding sicher reingemacht…“(NICO BAUER)

Aufrufe: 04.12.2023, 16:39 Uhr
Nico BauerAutor