
Der FC Ismaning zeigt eine bärenstarke Leistung zum Rückrundenstart. Neuzugang Ilkan Atak trifft doppelt und begeistert seinen Trainer.
Die ersten 90 Bayernliga-Minuten nach der Winterpause waren für den FC Ismaning ein Fest. Mit dem gewaltigen 4:1 (3:0) gegen den SV Schalding-Heining hat man sich von der Abstiegszone etwas abgesetzt und das breite Mittelfeld der Liga wieder in Sichtweite. Vor allem aber macht der starke Auftritt den Blau-Weißen Hoffnung, den Abstiegskampf anderen Vereinen zu überlassen.
Im Fußball können kleine Dinge große Wirkungen haben – und das war vielleicht auch die erste Chance des Spiels. Die Gäste aus Schalding-Heining, die in den vergangenen Jahren die besondere Beachtung einer Spitzenmannschaft genossen, hatten direkt zu Beginn eine Riesenchance. „Wenn der reingeht, kann das Spiel anders laufen“, sagte später der Ismaninger Trainer Jacky Muriqi, der sich bei einem frühen Rückstand nicht beschweren konnte. Mit dem kleinen Startschocker hatten die Niederbayern aber auch ihr Pulver für die erste Halbzeit verschossen.
Danach spielte der FC Ismaning und das auch noch richtig gut. Der Ball lief gut, die Chancen wurden richtig stark herausgespielt und im Gegensatz zu so manch anderem Spiel in dieser Saison nutzte man die Chancen. Dimitrios Vourtsis (13.), Ilkan Atak (22.) und Sandro Cazorla (34.) sorgten in gut einer halben Stunde schon für einen beruhigenden Vorsprung.
Neuzugang Ilkan Atak machte in seinem ersten Pflichtspiel für Ismaning gleioch zwei Tore und feierte einen Traumeinstand. „In der Vorbereitung haben wir schon gesehen, dass er uns helfen kann und der Mannschaft guttut“, erklärte Muriqi mit Blick auf seinen Doppelpacker, der zusammen mit Sandro Cazorla die Doppelspitze bildete. Zwei Stürmer mit drei Toren ist eine ziemlich geniale Bilanz. Coach Muriqi stellte weiter fest, „dass Ilkan vielleicht der Spieler ist, der uns noch gefehlt hat“. Im Winter-Transferfenster sind solche Perlen selten.
Der SV Schalding-Heining, der von den Ismaningern noch auch mit in den Abstiegsstrudel hineingezogen wird, gab sich nach drei Toren in Durchgang eins aber noch nicht geschlafen. Man sammelte sich in der Kabine und kam heraus mit dem Mut in der Verzweiflung. Schalding ging hohes Risiko und machte den Ismaningern eine Menge Stress. Der Anschlusstreffer von Tormaschine Markus Gallmaier (56.) war die Folge und mit einem weiteren Tor hätten die Gäste dem Spiel die zweite Luft gegeben.
Den starken Auftritt des FC Ismaning kennzeichnete an diesem Tag auch die Reaktion in schwierigen Situationen. Nach dem Tor der Gäste haben die Ismaninger erst gut verteidigt und dann eigene Nadelstiche gesetzt. Dann kam auch das schnelle 4:1 durch Doppelpacker Atak und das Spiel ging entspannt zu Ende. „So ruhige Schlussminuten hatte ich schon lange nicht mehr“, stellte später Jacky Muriqi fest. Dieser Auftakt-Kracher nach der Winterpause macht Lust auf mehr, aber nächstes Wochenende in Pipinsried hängen die Trauben hoch.