Neuer Hallenkreismeister: TuS Bad Arolsen. Hinten (v.l.): Maike Neumeier (Waldecker Bank), Trainer Frank Vester, Henrik Rettberg, Mario Sek, Henning Saure, Edgar Grützfeld und Vorsitzender Carsten Strippel - Vorne (v.l.): Dominik Lüdtke, Januz Brahimi, Kevin Sobotta und Emanuel Berger
Neuer Hallenkreismeister: TuS Bad Arolsen. Hinten (v.l.): Maike Neumeier (Waldecker Bank), Trainer Frank Vester, Henrik Rettberg, Mario Sek, Henning Saure, Edgar Grützfeld und Vorsitzender Carsten Strippel - Vorne (v.l.): Dominik Lüdtke, Januz Brahimi, Kevin Sobotta und Emanuel Berger

Bad Arolsen ist Hallenkreismeister

Erstmals seit 2014 wieder Kreismeisterschaften

Zum ersten Mal seit 2014 wurden im Fußballkreis Waldeck wieder Futsal-Hallenkreismeisterschaften ausgetragen. Die Waldecker Schiedsrichtervereinigung hatte sich dazu bereit erklärt dem Wettbewerb wieder neues Leben einzuhauchen. Zehn Teams waren dem Ruf der Unparteiischen gefolgt.

Nach drei Jahren rollt der Futsal-Ball nun also auch wieder bei den Waldecker Herren. Mit modernen Regeln begeistert die offizielle Hallenfußballvariante des DFB seit Jahren im Jugendbereich. Auch bei den Frauen werden seit Jahren Hallenkreismeisterschaften ausgetragen, nur die Herren kränkelten zuletzt. So wurde die vergangenen beiden Winter das Turnier mangels Maße abgesagt. Selbst die interessanten Prämien lockten nur wenige Mannschaften.

Im Herbst 2016 nahmen sich die Waldecker Schiedsrichter der Sache nun an und reaktivierten, in Zusammenarbeit mit dem Kreisfußballauschuß, den Wettbewerb. Zehn Teams meldeten sich bis zum Ende der Frist und zwei Gruppen wurden eingeteilt. Von der C-Liga bis zur Gruppenliga, alles war vertreten.

In der Gruppe A ging es sichtlich knapp zur Sache. Drei Teams konnten 9 Punkte ergattern. Die Entscheidung wer in die KO-Phase kam musste im direkten Vergleich geklärt werden. Dabei zog der SC Blau-Gelb Korbach den Kürzeren (1-3 gg. Bad Arolsen), während Altenlotheim (0-1 gg. Blau Gelb-Korbach) und Bad Arolsen (1-2 gg. Altenlotheim) in die Endrunde einzogen. Die C-Ligisten Inter Korbach und SV Hillershausen hatten sich abgeschlagen (je 1 Punkt) aus der Vorrunde verabschiedet.

In der Gruppe B war es schon enger. Lediglich Kreisoberligist SG Rhoden/Schmillinghausen (2 Punkte) schied sieglos aus der Vorrunde aus. Die SG Fürstenberg/Immighausen musste im letzten Spiel die Segel streichen. Ohne Gegentor war die Wünnemann-Truppe auf dem besten Weg in die KO-Phase, doch der SC Willingen II (1-0) zog dem Plan der Igelstädter einen Strich durch die Rechnung. Auch die SG Lelbach/Rhena wurde erst im letzten Gruppenspiel gestoppt. Eine 0-2 Führung gaben die Spieler aus dem Korbacher Ortsteilen gegen die SSG Ense/Nordenbeck noch aus der Hand (4-2). Im letzten Gruppenspiel besiegte die Maron-Truppe noch Rhoden/Schmillinghausen (1-0) und folgt Willingen II in die Playoffs.

Bildergalerie: Futsal-Hallenkreismeisterschaften 2017



Im Spiel Eins musste die 6-Meter-Markierung zur Entscheidung herhalten. Die SSG Ense/Nordenbeck konnte eine Führung des TuS Bad Arolsen zwar drehen, musste aber nach 8 Minuten den erneuten Ausgleich einstecken. Im Sechs-Meter-Schießen behielten die Residenzstädter schließlich die Oberhand. Im zweiten Halfinale setzte sich der TSV Altenlotheim mit 0-2 gegen den SC Willingen II durch. Im Spiel um Platz 3 ging die Truppe von Andreas Beyer schnell mit zwei Toren von Patrick Figge in Front, ehe Ense/Nordenbeck (durch Gregor Mainusch) die Partie noch einmal spannend machte. Dennoch blieb es beim 2-1 für die Upländer.

Das Finale bot noch einmal Spannung. Altenlotheim und Bad Arolsen schenkten sich wenig. Marc-Andre Garthe brachte die Spieler vom Oberbach nach 5 Minuten in Front. Die Führung hatte jedoch nur zwei Minuten bestand, ehe Edgar Grützfeld zum 1-1 Ausgleich traf. Im 6-Meter-Schießen behielten die Residenzstädter dann die Nase vorn und durften sich erstmals Futsal-Hallenkreismeister nennen.

Einen großen Dank sprach Kreisfußballwart Peter Bauschmann an die Waldecker Bank aus. Das Kreditinstitut sponserte die Kreismeisterschaften mit 1000,- € Siegprämie. Auch seinem Kollegen, Matthias Henkelmann - Chef der Waldecker Schiedsrichter - sprach Bauschmann ein großes Lob aus. Die Schiedsrichter haben den den Kreismeisterschaften einen würdigen Rahmen gegeben und für die Vereine und Zuschauer ein tolles Turnier ausgerichtet. Henkelmann hofft, dass das Turnier überzeugt hat, damit man im kommenden Jahr „nicht um Teilnehmer betteln muss.“ Er freute sich, dass die teilnehmenden Teams „faire und spannende Spiele gezeigt haben und dass sich niemand verletzt hat. Was will man mehr?“ schmunzelte Henkelmann.

Aufrufe: 016.1.2017, 13:00 Uhr
Björn HaseckeAutor

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