Von links nach rechts: Tobias Frankl, Christoph König, Sebatian Zettl, Andreas Gumplinger, Thomas Frankl.
Von links nach rechts: Tobias Frankl, Christoph König, Sebatian Zettl, Andreas Gumplinger, Thomas Frankl. – Foto: FC Hohenthann

Hohenthann rüstet sich für Kreisliga: Zettl schwingt Zepter mit König

Ex-Bayernliga-Crack kehrt zu seinem Heimatverein zurück +++ Thomas und Tobias Frankl kommen vom SSV Pfeffenhausen

Der FC Hohenthann, frischgebackener Meister der Kreisklasse Mallersdorf, treibt seine Planungen für die kommende Saison voran. Anstelle des scheidenden Spielertrainers Thomas Ossner rückt Sebastian Zettl an die Seite von Christoph König. Verstärkung für die Kreisliga kommt vom SSV Pfeffenhausen mit den beiden Brüdern Thomas Frankl und Tobias Frankl.

Nachdem der Saisonabbruch des BFV quasi in trockenen Tüchern ist, darf sich der FC Hohenthann nach fast zwei Jahren endlich (Pandemie)Meister nennen. In der Kreisklasse Mallersdorf steht die Mannschaft des aktuellen Trainergespanns Christoph König/Thomas Ossner sowie Co-Trainer Florian Diermeier nach 18 Spieltagen und 42 Zählern auf Platz eins und hat somit sechs Punkte Vorsprung vor dem Zweitplatzierten (19 Spiele), sowie jeweils sieben Punkte Vorsprung vor dem Dritt-und Viertplatzierten. Dem FCH gelingt somit der seit ca. 20 Jahren lang erhoffte Aufstieg ins Kreisoberhaus.

Die Verantwortlichen um Abteilungsleiter Andreas Gumplinger sind trotz der aktuellen Lage positiver Dinge und hoffen auf einen baldigen Saisonstart der neuen Runde. Insofern sind auch die Planungen bereits vorangeschritten. Mit Sebastian Zettl kehrt ein alter Bekannter in seine Heimat zurück. Nach zwischenzeitlichen Stationen bei der SpVgg Landshut sowie dem FC Ergolding möchte der Stürmer bei seinem Heimatverein ins Trainergeschäft einsteigen. Hierzu erwirbt er aktuell auch gerade seine B-Lizenz. Nach zwei erfolgreichen Jahren sowie der Meisterschaft als Krönung ziehen sich Thomas Ossner sowie "Co" Florian Diermeier aus dem Trainergeschäft zunächst zurück und bleiben dem FCH aber als vollwertige Spieler erhalten. Dennoch möchte der FCH den beiden an dieser Stelle herzlichst für ihren Einsatz und die erfolgreiche Zeit danken und hofft auf eine weiterhin erfolgreiche Zeit als Spieler.

"Wir sind alle stolz darauf, so eine geile Saison gespielt zu haben – unabhängig von der Wertung der Saison zunächst einmal. Zumal wir nicht mit der Erwartungshaltung 'Meister' in die Saison gestartet sind. Natürlich fühlt es sich am Ende ein Stück weit unvollkommen an und die Emotionalität auf dem Spielfeld nach Abpfiff, wenn du weißt du hast es geschafft, fehlt halt komplett, das ist schade. Dennoch können wir die Meisterschaft mit dem aktuellen Tabellenbild zumindest in gewissem Maße als verdient genießen. Eine Annullierung der Saison bei sieben Punkten Vorsprung wäre natürlich auch extrem bitter gewesen. Sobald es die Situation dann wieder zulässt, wird man das Ganze auch feiertechnisch nachholen – auch wenn es selbstverständlich nicht dasselbe ist. Nichtsdestotrotz ist es ein Riesenerfolg für den Verein und ein großer Verdienst für die Mannschaft", erläutern Thomas Ossner und Christoph König.


Zettl: Wie ein Christbaum-Verkauf zu mehr führte...

Neu an die Seite von Christoph König konnte der FCH somit Sebastian Zettl gewinnen. "Wir wollten unsere Vorstellung mit jungen und einheimischen Trainern zu arbeiten, fortsetzen. Eigentlich ungeplant, erklärten sich Christoph und Thomas damals kurzfristig bereit, das Traineramt zu übernehmen. Rückblickend war das ein voller Erfolg: Neben der - inoffiziellen - Meisterschaft stimmt vor allem auch das Training, der Zusammenhalt und der Spaß", lässt Abteilungsleiter Gumplinger wissen, der sein Amt nach dem Aufstieg ebenfalls fortführen und auch als Spieler zur Verfügung stehen möchte. "Mit Sebastian Zettl gelang es uns zum Glück sofort einen vollwertigen Ersatz nach unseren Vorstellungen zu gewinnen. Sowohl als Spieler als auch als Trainer natürlich. Darüber sind wir sehr froh. Eigentlich wollte ich ihm damals nur einen Christbaum verkaufen, doch aus dem Gespräch wurde doch mehr als gedacht", schmunzelt Gumplinger. Sebastian Zettl, der bereits 2014-2015 wieder zu seinem Heimatverein zurückkehrte, entschied sich damals, nochmals höherklassig angreifen zu wollen. Nach einem Wechsel zum FC Ergolding sowie einer kurzen Rückkehr zur SpVgg Landshut, will er nun für seinen Heimatverein sowie Wohnort auf Torjagd gehen.

"Zunächst einmal gratuliere ich der Mannschaft sowie dem aktuellen Trainerteam zu der großartigen Leistung und zum Aufstieg in die Kreisliga. Mit dieser Ausgangslage im Rücken freue ich mich, eine so junge und intakte Truppe mit übernehmen zu dürfen und mich als Trainer bei meinem Heimatverein beweisen zu dürfen. Ziel wird es sein, die Jungs sowie den Körper erst einmal wieder an den Fußballalltag zu gewöhnen und zu schauen, in welcher Verfassung sich überhaupt alle befinden, was nach dieser langen Pause sicher Herausforderung genug wird. Mit der Euphorie der Aufstiegssaison dürfte dies aber kein Problem sein, zumal ich schon telefonisch mit einigen Jungs gesprochen habe und alle darauf brennen, wieder auf den Rasen zurückzukehren", erklärt der zukünftige Spielertrainer Zettl.


Tobias und Thomas Frankl erste Neuzugänge, auch Max Bauer steht wieder zur Verfügung.

Ein weiterer Coup gelang Abteilungsleiter Gumplinger mit der Verpflichtung der beiden Frankl-Brüder. Beide aktuell im Dienste des SSV Pfeffenhausen, haben sich für einen Wechsel in die Nachbargemeinde entschieden. Mit Tobias (22) sowie Thomas (28) Frankl stehen mit Max Bauer (27), der nach seinem Auslandsaufenthalt wieder voll zur Verfügung steht, drei zusätzliche Verteidiger zur Verfügung. Andreas Gumplinger: "Die Verpflichtung von Thomas und Tobias freut mich sehr. Beide verstärken uns mit Sicherheit sowohl spielerisch als auch kameradschaftlich. Da wusste ich schon beim ersten Treffen, dass das passt und wir zwei absolut vernünftige und ehrgeizige Jungs für uns gewinnen konnten, die obendrein bereits Kreisliga-Erfahrung für die nächste Saison mitbringen."

Für den scheidenden Co-Trainer Diermeier werden ebenfalls die Stühle neu gerückt – wenn auch nur intern: Für Florian Diermeier, der wie Thomas Ossner lediglich den Trainerposten übergibt und weiterhin als Spieler im Einsatz sein wird, folgt Torwart und Kapitän Andreas Stauner auf den Posten des Co-Trainers und komplettiert damit das junge Trainerteam zur neuen Saison in der Kreisliga.

Aufrufe: 026.5.2021, 07:00 Uhr
PM / red Autor