5:1 - Derbysieg gegen Viktoria Buxheim

Mit einem auch in dieser Höhe verdienten 5:1-Kantersieg über den FC Viktoria Buxheim konnten wir den Negativlauf der vergangenen Wochen vorerst beenden und unserem Punktekonto drei sehr wichtige Zähler hinzufügen. Gegen einen schwachen Lokalrivalen konnten wir uns mit fünf Treffern buchstäblich den Frust von der Seele schießen und uns mit einer über weite Strecken überzeugenden Leistung für die zuletzt gezeigten Auftritte rehabilitieren. Auch die in den Tagen vor der Begegnung kommunizierten Sorgen der Buxheimer bezüglich einer möglichen Unbespielbarkeit des Platzes (u.a. Buxheimer Vereinshomepage) erwiesen sich als vollkommen unbegründet – Das Illerstadion zeigte sich trotz kühler, fast schon winterlicher, Temperaturen von seiner besten Seite.

Beim letzten Heimspiel im Kalenderjahr 2018 wurde die Anfangself im Vergleich zum Sonthofen-Match auf zwei Positionen verändert: Philipp Breher und Matteo Link nahmen zunächst auf der Ersatzbank Platz, dafür rückten Stephan Böck und Patrick Kaltenbach in die Startaufstellung.

Nach einem ersten Schreckensmoment bei einem 17-Meter-Freistoß der Viktoria übernahmen wir im Anschluss daran die Spielregie und konnten nach elf Minuten die frühe Führung markieren: Bei einer Hereingabe von Dominik Breher prallte das runde Leder vom Fuß eines Viktoria-Verteidigers zu Wolfgang Dodel, der aus acht Metern zum 1:0 vollstreckte. Dieser Treffer verlieh uns spürbar Sicherheit und wir kontrollierten das Geschehen in der Folgezeit recht souverän. Zunächst verpasste Alexander Link mit einem Kopfball das mögliche 2:0, kurze Zeit später ertönte das Lilien-Lied aber doch zum zweiten Mal an diesem Nachmittag: Bei einer schönen Kombination konnte Maximilian Ecker im Sechzehnmeterraum nur noch per Foulspiel gestoppt werden, den fälligen Elfmeter verwandelte Spielertrainer Christoph Amann sicher zum 2:0 (22. Minute). Nur fünf Zeigerumdrehungen später klingelte es bereits ein weiteres Mal im Buxheimer Gehäuse, wobei dieses Tor in seiner Entstehung das kurioseste des Tages werden sollte: Thorsten Mussack setzte bei einem schon verloren geglaubten Konter nach und provozierte einen Pressball, der in hohem Bogen vor das Viktoria-Tor flog. Der Gäste-Keeper unterschätzte den Effet des Spielgeräts, was Dominik Breher ausnutzte und den verdutzten Gäste-Torhüter mit einem Kopfball aus zwölf Metern überlupfte. Mit jedem weiteren Treffer war uns das steigende Selbstvertrauen anzumerken, während von den Gästen mit Ausnahme der anfänglichen Standardsituation und einem zweiten Freistoß kurz vor Ende des ersten Spiel- abschnitts, der Björn Osterberger im FCH-Tor allerdings vor keine allzu große Herausforderung stellte, im Offensivspiel so gut wie nichts zu sehen war.

In der Vorwoche in Sonthofen kassierten wir kurz nach Wiederbeginn ein Gegentor, auch gegen Buxheim sollte uns dieses Schicksal ereilen: Bei einem aus der eigenen Hälfte in Richtung FCH-Strafraum getretenen Freistoß der Viktoria leisteten wir uns einen folgenschweren Stellungsfehler, den der Buxheimer Akteur bestrafte und mit einer schönen Direktabnahme ins lange Eck auf 1:3 verkürzte. Im Anschluss an dieses mehr als vermeidbare Gegentor brauchten wir einige Minuten, um wieder zu unserem Spiel zu finden. Nach etwas mehr als einer Stunde stellten wir den alten Drei-Tore-Vorsprung allerdings wieder her und fixierten mit dem 4:1 die Vorentscheidung: Einen Freistoß aus 20 Metern zirkelte Dominik Breher ansehnlich ins Tor und beendete damit die leisen Buxheimer Hoffnungen auf eine Aufholjagd. In der Folgezeit entblößten die Gäste zunehmend ihre Defensive und ermöglichten uns zahlreiche Konterchancen, bei denen wir jedoch oftmals die finale Konsequenz vermissen ließen. Nachdem Christoph Amann bei einem der seltenen Viktoria-Angriffe für den bereits geschlagenen Björn Osterberger mit dem Kopf auf der Linie rettete, war es uns in Spielminute 84 vorbehalten, den letzten Torerfolg des Tages zu bejubeln. Eine Flanke von Stephan Böck konnte der Gäste-Schlussmann nicht festhalten und nur nach vorne abklatschen lassen, wo Dominik Breher goldrichtig stand und mit einem überlegten Schuss ins lange Eck sein drittes Tor an diesem Nachmittag erzielte.

In Anbetracht der Ergebnisse der Mitkonkurrenten, die fleißig ihre Punkte sammeln und mit zum Teil auch überraschenden Erfolgen aufwarten, war der Sieg gegen den Lokalrivalen von extrem hoher Bedeutung. Nach den letzten enttäuschenden Vorstellungen waren die 90 Minuten gegen Buxheim auch die Reaktion, die gefordert werden durfte. Zu viel dürfen wir uns auf den ersten dreifachen Punktgewinn seit Anfang Oktober aber nicht einbilden – Die Viktoria war in diesem Derby deutlich unterlegen und wird es in dieser Verfassung sehr schwer haben, dem Tabellenkeller noch zu entfliehen. Mit dem Auswärtsspiel bei der TG Viktoria Augsburg wartet zum Herbstfinale am kommenden Samstag eine andere Hausnummer. Die Viktoria gehört als Tabellenvierter zur Spitzengruppe der Bezirksliga und verfügt über eine der besten Abwehrreihen der Liga, gegen die wir in den bisherigen Duellen seit dem Wiederaufstieg nicht sonderlich viel zu bestellen hatten.

Aufrufe: 010.4.2019, 19:08 Uhr
Alex RemigerAutor

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