Leon Tutic (li.) und Linus Radau kämpfen um den Ball.
Leon Tutic (li.) und Linus Radau kämpfen um den Ball. – Foto: IMAGO/Mladen Lackovic

Bayernliga: Zittern in Pullach und Dachau - Nichtantritt von Schwabmünchen sorgt für Irritation

Abstiegskampf

Dem Kampf um den Klassenerhalt wurde am Wochenende ein bitterer Beigeschmack hinzugefügt: So trat der bereits abgestiegene TSV Schwabmünchen nicht in Wasserburg an.

München – Damit bekam der Vorletzte aus Schwabmünchen die Punkte geschenkt und der VfB Hallbergmoos geriet noch mehr unter Druck. Aber das Team von Spielertrainer Matthias Strohmaier behielt die Nerven, siegte mit 3:2 gegen den FC Deisenhofen und konnte die Distanz zu den direkten Abstiegsplätzen ausbauen.

Die Partie verlief aber dramatisch, denn zur Pause führte Deisenhofen nach den Treffern von Michael Bachhuber (7.) und David Luksch (37.) mit 2:1. Kurz nach dem Wechsel aber schnürte Simon Werner seinen Doppelpack (32., 49.), Fabian Diranko konnte sich dann als Matchwinner feiern lassen (55.). „Natürlich war es für uns unverständlich, dass Schwabmünchen in Wasserburg nicht angetreten ist. Aber dann haben wir trotz zweifachem Rückstand Moral gezeigt und gekämpft bis zum Umfallen, deshalb ein Sonderlob für die gesamte Mannschaft“,sagte VfB-Coach Strohmaier.

Für den TSV 1865 Dachau dagegen wird die Lage immer prekärer. Nach der 1:2-Heimpleite am Samstag gegen den FC Ingolstadt II trennt die Dachauer nur noch ein Punkt von den direkten Abstiegsplätzen. Besonders in der Anfangsphase befanden sich die Gastgeber noch im Tiefschlaf, die Reserve des Zweitliga-Absteigers schlug prompt zweimal eiskalt zu: Michael Senger (8., 10.) sorgte für die schnelle 2:0-Führung der Gäste. TSV-Trainer Marcel Richter versuchte seinem Team mit etlichen Umstellungen mehr Schwung zu verleihen, es reichte aber nur noch zum 1:2-Anschlusstreffer durch Daniel Leugner (68.). Den Dachauern bleibt damit nur noch die Chance, sich über die Relegationsrunde vor dem Abstieg zu retten.

Den selben Umweg wird wohl der SV Pullach gehen müssen, um sich in der Bayernliga zu halten. Durch die 0:1-Heimpleite am Samstag gegen den SV Kirchanschöring durch ein frühes Gegentor (4.) sank die Hoffnung auf den direkten Ligaverbleib auf ein Minimum. Dabei war es im dritten Spiel unter dem Sportlichen Leiter Theo Liedl, der Orhan Akkurt auf der Trainerposition abgelöst hatte, die erste Niederlage.

Für den FC Ismaning indes ist die Saison weitestgehend gelaufen, Mijo Stijepics Mannschaft wird die Runde in der oberen Tabellenhälfte abschließen. Hängen lässt sich der FCI dennoch nicht – von den jüngsten sechs Partien ging nur eine verloren. Am Samstag wurde Meister SpVgg Hankofen-Hailing beim 1:1 auswärts ein Punkt abgeknöpft, Daniel Gaedke egalisierte (28.) dabei den schnellen Führungstreffer des Regionalliga-Aufsteigers (10.). Allerdings mussten die Niederbayern nach dem Platzverweis für Malek Amdouni (51.) fast den kompletten zweiten Durchgang in Unterzahl absolvieren.

Keine Tore fielen im Duell zwischen dem TSV 1860 II und dem VfR Garching. Nach zuletzt vier Siegen in Serie mussten sich Frank Schmöllers Junglöwen am Sonntag zwar mit nur einem Punkt begnügen, blieben damit aber bereits zum elften Mal in Folge unbesiegt. In der Rückrundentabelle belegt der 1860-Nachwuchs inzwischen Platz zwei, nur der FC Ingolstadt II sammelte noch mehr Punkte. Auch Nico Bastas VfR spielt eine starke Rückserie. Nachdem in den ersten 16 Saisonspielen lediglich zwölf Zähler verbucht worden waren, wurden seit dem Amtsantritt des 30-jährigen Trainers Anfang Oktober in 19 Partien 30 Punkte gesammelt. Der Klassenerhalt allerdings ist trotzdem noch immer nicht endgültig gesichert. (Klaus Kirschner/Matthias Horner)

Aufrufe: 09.5.2022, 08:08 Uhr
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