Griesbachs 1. Vorstand Thomas Holzleitner (von links) und der sportliche Leiter Thomas Hopf mit den Vertretern des SV Steinberg: dem sportlichen Leiter Johannes Schandl und dem 1. Vorstand Hans Vilsmeier.
Griesbachs 1. Vorstand Thomas Holzleitner (von links) und der sportliche Leiter Thomas Hopf mit den Vertretern des SV Steinberg: dem sportlichen Leiter Johannes Schandl und dem 1. Vorstand Hans Vilsmeier.

Griesbach und Steinberg machen gemeinsame Sache

Nachbarvereine gehen ab sofort als Spielgemeinschaft in der Kreisklasse Dingolfing an den Start +++ Keeper Thomas Obermeier kommt vom FC Dingolfing

Der FC Griesbach und der SV Steinberg treten ab der kommenden Saison 2021/22 als Spielgemeinschaft in der Kreisklasse Dingolfing an. Bereits Anfang des vergangenen Jahres war der SV Steinberg auf den Nachbarn zugekommen, ob man sich künftig eine Spielgemeinschaft vorstellen könne. Daraufhin machte man sich auf beiden Seiten Gedanken zu diesem Thema. Nach einigen Monaten intensiver Planungen sind nun die Weichen für eine gemeinsame Zukunft gestellt. Zudem hat sich die SG mit Thomas Obermeier (24, FC Dingolfing) die Dienste eines höherklassig erprobten Torhüters gesichert.

Der SV Steinberg hatte ja seit einiger Zeit schon nur noch eine Mannschaft im Spielbetrieb und wegen der permanent dünnen Personaldecke war man fast gezwungen, sich nach einem Partner umzusehen. In Griesbach dagegen war man bisher immer in der Lage, zwei Teams zu stellen. Da sich das aber auch Jahr für Jahr schwieriger gestaltet und künftig auch nicht mehr die Masse an Nachwuchsspielern zur Verfügung stehen wird wie in der Vergangenheit, zeigte man sich nach kurzer Überlegung bereit, sich intensiver mit dem Thema Spielgemeinschaft zu beschäftigen. So trafen sich die beiden Vereine ab Sommer 2020 häufiger zu Gesprächen und man einigte sich bereits Ende des Jahres auf eine Zusammenarbeit.

"Für uns kommt dieser Schritt zwar vielleicht zwei bis drei Jahre zu früh, da wir wohl auch noch einige Zeit alleine zurecht gekommen wären. Da wir aber auch im Jugendbereich eng mit dem SV zusammenarbeiten, macht die Fusion aus unserer Sicht auch im Seniorenbereich absolut Sinn. So werden die Jungs, die schon im Jugendbereich zusammenspielen, nach der A-Jugend nicht mehr auseinander gerissen. Ich bin mir sicher, dass so beide Vereine für die Zukunft gewappnet sind. Ich bin zwar Griesbacher mit Leib und Seele, da sich mein Lebensmittelpunkt aber seit zehn Jahren in Steinberg befindet, liegen mir natürlich auch die örtlichen Vereine am Herzen, allen voran auch der Fußballklub", erklärt Griesbachs Vorsitzender Thomas Holzleitner.

Auch sein Pendant Hans Vilsmeier blickt der Zusammenarbeit positiv entgegen. "Als wir gezwungen waren, uns über eine Spielgemeinschaft Gedanken zu machen, war der FC Griesbach unser erster Ansprechpartner, da man seit vielen Jahren im Jugendbereich eine gute Zusammenarbeit pflegt und auch die örtliche Nähe ein Vorteil ist. Hätten wir diesen Schritt nicht gemacht, wäre es mehr als schwierig geworden, den Verein auf Dauer aufrecht zu erhalten", so Vilsmeier.

Als Trainer werden übrigens Paul Weinzierl und Markus Steinmeier fungieren, die ja ab der neuen Saison sowieso das Ruder beim FCG übernommen hätten. Die Spiele wie auch das Training werden überwiegend in Griesbach stattfinden. Doch auch in Steinberg werden einige Spiele und Trainings abgehalten, so dass in beiden Vereinen auch das Vereinsleben nicht zu kurz kommen wird. Die Gegebenheiten sind ja sowohl in Steinberg als auch in Griesbach hervorragend.

Bereits vor kurzem hatte der FC Griesbach mit der Verpflichtung von Torhüter Thomas Obermeier (24) für Aufsehen gesorgt. Der ehemalige U19-Bundesligakeeper des SV Wacker Burghausen kommt vom FC Dingolfing, für den er in den vergangenen drei Spielzeiten 56 Bezirksligaspiele absolvierte. Zuvor war Obermeier beim SV Hebertsfelden aktiv, bei dem er sogar 30 Mal in der Landesliga das Tor hütete.

Aufrufe: 09.6.2021, 08:55 Uhr
PM/Tobias WittenzellnerAutor