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Finale in der Regionalliga Südwest wie die "Schande von Gijon"

Tatort WM 82 in Spanien: Im Gruppenspiel zwischen Deutschland und Österreich schieben sich beide Mannschaften nach der frühen deutschen Führung durch Horst Hrubesch (11.) den Ball nur noch in den eigenen Reihen hin und her. Der Grund: Das 1:0 reichte beiden Teams zum Weiterkommen. Was als "Schande von Gijon" in die Geschichte einging, hat sich am Sonntag sportlich ganz ähnlich in der Regionalliga Südwest wiederholt und sorgt für Aufsehen in ganz Fußball-Deutschland.

Der FSV Frankfurt und der SV Elversberg haben sich in der Regionalliga Südwest ganz offensichtlich einen Nicht-Angriffspakt geliefert, der beiden Mannschaft auf unterschiedliche Weise in die Karten spielt und dabei an die unrühmlichen Vorkommnisse von 1982 erinnert.

Beiden Teams genügte ein Remis für den direkten Aufstieg beziehungsweise für den Klassenerhalt. Und so ließ Elversberg beim Stand von 1:1 den Ball zwischenzeitlich sieben Minuten in den eigenen Reihen zirkulieren.

Selbst auf dem offiziellen Twitter-Kanal des FSV wurde daraus kein Geheimnis gemacht:

Die Folgen des Nichtangriffspakts waren frühzeitig absehbar: Am Ende reichte das Resultat, um dem SSV Ulm und der SG Sonnenhof Großaspach, die vor dem letzten Spieltag direkt aufeinander trafen (1:3), die Chance auf den Aufstieg und Nicht-Abstieg zu vermasseln.

Derweil darf der FSV Frankfurt für eine weitere Saison planen und die Elversberger jubelten nach dem Schlusspfiff über den quasi sicheren Meistertitel, denn bei drei Punkten Vorsprung und dem um 19 Treffer besseren Torverhältnis zu Verfolger Ulm dürfte am letzten Spieltag nichts mehr anbrennen.

Aufrufe: 08.5.2022, 12:02 Uhr
Christian KurthAutor