– Foto: Sascha Köppen

Nicht wegschauen

NFV installiert Beauftragten für Gewalt- und Rassismusfälle

Auf dem Fußballplatz kochen schon mal die Emotionen hoch – ob bei Spielern, Trainern oder Zuschauern. Beleidigungen und Tätlichkeiten ahndet der Schiedsrichter. Überall kann der seine Augen jedoch nicht haben.

Wer auf oder neben dem Spielfeld Gewalt, Diskriminierung, Rassismus oder Extremismus erlebt, hat in seinem Fußballkreis Ansprechpartner – und nun auch beim Niedersächsischen Fußballverband. Bei Felix Agostini können sich Betroffene melden und im vertraulichen Gespräch Beratungs- und Unterstützungsangebote erhalten. Agostini ist telefonisch unter 05105 75235 und per E-Mail an felix.agostini@nfv.de zu erreichen.

Angesprochen sind alle Akteure im Fußball: Spieler, Trainer, Funktionäre, Schiedsrichter, Zuschauer und Eltern. Um auch präventiv gegen Gewalt und Diskriminierung vorzugehen, soll außerdem das Projekt „Sport mit Courage“ von NFV und Landessportbund mit Fördergeldern des Bundes ausgebaut werden. „Wer unseren Sport liebt, der kann nicht wegschauen“, sagte NFV-Präsident Günter Distelrath auf einer Pressekonferenz. „Wir müssen aufstehen, aber nicht nur, um Tore zu bejubeln.“

Aufrufe: 14.10.2020, 08:10 Uhr
Neue Osnabrücker ZeitungAutor

Verlinkte Inhalte