2026-04-16T10:11:10.190Z

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FC Fürth zittert sich zum Derbysieg

In einem aufregenden Duell verpasst der SV Fürth vor knapp 800 Zuschauern die Wende, trotz einer furiosen Aufholjagd gegen den Rivalen +++ Die Grün-Weißen stehen nun immens unter Druck.

von Jan Zehatschek · Heute, 19:30 Uhr · 0 Leser
Turbulent wie immer: Auch nach einem 0:4-Rückstand gab sich Gastgeber SV Fürth (bei der Grätsche: Patrick Geissinger) im Derby gegen den FC (hier: Nils Landzettel) nicht auf. Dennoch behielten die Roten letzten Endes mit 4:3 die Oberhand.	Foto: Dagmar Jährling
Turbulent wie immer: Auch nach einem 0:4-Rückstand gab sich Gastgeber SV Fürth (bei der Grätsche: Patrick Geissinger) im Derby gegen den FC (hier: Nils Landzettel) nicht auf. Dennoch behielten die Roten letzten Endes mit 4:3 die Oberhand. Foto: Dagmar Jährling

Fürth. Fußballherz, was willst du mehr? Knapp 800 Zuschauer, sieben Tore und eine fulminante Aufholjagd, die letztlich doch nicht belohnt wurde – das traditionsreiche Fürther Derby zwischen dem gastgebenden SV und dem FC am Samstagnachmittag hatte mal wieder einiges zu bieten. Das bessere Ende hatte der FC beim knappen, aber nicht unverdienten 4:3-Erfolg auf seiner Seite.

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Die Fans der Roten hatten sich bereits bei einem Fanmarsch in Stimmung gebracht. Mit Pauken und Trompeten wurde dann auch der Nachbarschaftsvergleich eingeläutet.

Ein Eigentor brachte den FC zunächst auf Kurs und der SV konnte sich glücklich schätzen, dass zur Halbzeit nur ein 0:3 zu Buche schlug. „Wir haben ab dem 1:0 das Spiel dominiert“, sagte FC-Sportdirektor Marco Knapp. Und mit dem 4:0 durch David Schmidt in der 50. Minute war dann scheinbar alles klar für die Gäste, die durch den Erfolg weiter auf Relegationsplatz zwei hoffen dürfen.

SV Fürth kommt nach 0:4-Rückstand stark zurück

Doch der SV Fürth drehte urplötzlich noch einmal auf, verkürzte per Strafstoß durch Chris Diefenbach zunächst auf 1:4 und konnte durch Patrick Geissinger und Adis Dolicanin sogar noch zwei Tore nachlegen. „Hätte das Spiel zehn Minuten länger gedauert, dann wäre es 4:4 ausgegangen“, sagte SV-Trainer Jochen Ingelmann. Doch die Hypothek aus Halbzeit eins war auch diesmal zu hoch für die abstiegsbedrohten Grün-Weißen.

„Alle vier Tore fielen nach individuellen Fehlern“, haderte Ingelmann. Dem 0:3 durch Luca Sielmann ging ein Ballverlust in der eigenen Hälfte voraus, beim 0:4 war womöglich eine Hand im Spiel. „Wir haben den Gegner zu Toren eingeladen“, sagte der Coach, für dessen Team es am kommenden Sonntag in Groß-Bieberau jetzt um alles geht in Sachen Klassenerhalt. „Dann müssen wir unbedingt punkten“, forderte auch Sportchef Valeri Biljuk. „Die Leistung muss dann über 90 Minuten konstant sein – das müssen unsere Spieler verinnerlichen“, so Biljuk weiter. Denn auch im Derby gegen den FC Fürth war der SV in den ersten 60 Minuten lang einfach nicht gut genug. „Aber in den letzten 30 Minuten hatten wir extrem Oberwasser“, sagte Ingelmann.

Besonders sehenswert: der Anschlusstreffer von Adis Dolicanin zum 3:4-Endstand aus gut 25 Metern (85.).

Ohne Adamek, Gärtner und Schmidt wird’s eng für den FC Fürth

„Nach unserem 4:0 haben wir das Spiel etwas aus der Hand gegeben“, monierte dagegen FC-Sportdirektor Knapp. Die Auswechslungen der angeschlagenen FC-Leistungsträger Andreas Adamek, Ole Gärtner und David Schmidt führten zu einem Bruch im Spiel der Elf von Trainer Ralf Ripperger. „So ist uns die Statik etwas verloren gegangen“, sagte Knapp. Unter dem Strich stand dennoch ein verdienter FC-Sieg, wie auch Ingelmann eingestand.

Tore: 0:1 Eckstein (28., Eigentor), 0:2 Nerabi (34.), 0:3 Sielmann (45+1.), 0:4 Schmidt (50.), 1:4 Diefenbach (64., Foulelfmeter), 2:4 Geissinger (82.), 3:4 Dolicanin (85.). – Schiedsrichter: Tesch. – Zuschauer: 800. – Beste Spieler: Schumacher/Schmidt, Adamek, Gärtner.