– Foto: Marcel Junghanns

Unruhe im Umfeld - Kein Rechenschieber im Schrank

Fabian Gerber und seine Jungs konzentrieren sich auf das was sie beeinflussen können: Den Sport.

Alles andere liegt nicht im Handlungsbereich der Akteure beim FC Rot-Weiß Erfurt. So ist die Unruhe im Umfeld und die "ewige Insolvenz" zwar Teil einer endlos traurigen Geschichte, beeinflusst aber nicht die sportlichen Ziele der Erfurter. Und diese könnten am Sonntag bereits erreicht werden.

Erfurt
5:1
Wernigerode
Dabei könnte das Wochenende Stoff für eine besondere Fußballgeschichte geben. Denn der FC An der Fahner Höhe - von einigen als ein kleines Auffangbecken von ehemaligen Rot-Weißen deklariert - könnte den großen Bruder aus Erfurt zum Meister machen. Der FCAdFH ist übrigens auch jener Verein, der dem designierten Regionalliga-Aufsteiger bisher die einzige Niederlage zufügte. Nimmt die Elf von Tobias Busse dem VFC Plauen Punkte ab, könnte Erfurt am Sonntag mit einem Heimsieg den Aufstiegssekt knallen lassen.

Kurze DFB-Pokal-Wehmut mit Blick auf den Gegner

"Wir wollen natürlich so schnell aufsteigen wie möglich. Aber rechnen können die anderen. Ich konzentriere mich auf die Fakten. Wenn wir nicht dieses Wochenende aufsteigen, dann halt nächstes. Bisher haben wir nicht gerechnet. Es interessiert uns auch nicht", so der klare Fokus von Fabian Gerber auf seine Jungs. Die zeigen weiterhin gute Trainingsleistungen, jeder kämpft um einen Platz in der Startelf. Bis auf Sidny Cabral und Kay Seidemann, der immerhin wieder im Lauftraining ist, sind alle Spieler für das Wernigerode-Spiel fit.

Dabei reist der Oberliga-Neuling aus dem Harz als DFB-Pokalteilnehmer der Saison 22/23 nach Erfurt. "Neidisch macht uns das nicht. Wir hatten es gegen Meuselwitz selbst in der Hand, doch die Chance wurde uns ein wenig genommen. Natürlich hätten wir gerne ein Highlight gegen Jena gehabt", blickt Fabian Gerber nochmal wehmütig auf das 0:3-Halbfinalaus. Den FC Einheit Wernigerode schätzt er dabei als unangenehmen Gegner ein, der nichts zu verlieren hat. "Sie können befreit aufspielen und haben sicher nach dem hohen Sieg zuletzt großes Selbstvertrauen. Aber wenn wir reinfinden, schnell und einfach spielen und die Stärken einbringen, gewinnen wir. Es ist jedoch ein schmaler Grad die Spannung auch entsprechend hochzuhalten", so der Blick auf das Sonntagsspiel.

Jeder sollte seinen Job machen

Und die Hiobsbotschaften unter der Woche in Sachen Insolvenz?! "Natürlich bringt das Unruhe in den Verein. Es beeinflusst aber nicht das Sportliche. Es ist schade und wir wünschen uns einfach, dass diese Insolvenz endlich ein Ende hat. Alles was dazu führt, dass es weiter verschleppt und verzögert wird, freut uns natürlich nicht. Aber das ist nicht unser Job und wir können es nicht beeinflussen", so Fabian Gerber. Und so konzentriert sich der junge Trainer am Samstag auf seinen Job und wird sich ein Spiel anschauen. Allerdings nicht die Partie in Dachwig, wo der FC An der Fahner Höhe eine Meistervorlage liefern kann. Fabian Gerber führt die Reise schon einmal in die Regionalliga - Spielerbeobachtung...

Aufrufe: 013.5.2022, 08:00 Uhr
FuPa ThüringenAutor