Auf Landesligist TuS Geretsried kommt in der neuen Saison möglicherweise in neuartiger Spielmodus zu.
Auf Landesligist TuS Geretsried kommt in der neuen Saison möglicherweise in neuartiger Spielmodus zu. – Foto: Hans Lippert

„Du verlierst ja nix“ - Landesligisten diskutieren über neues Spielmodell

„Es hat alles seine Vor- und Nachteile“

Die BFV überlässt den Landesligisten die Entscheidung über den Spielmodus für die kommende Saison. Die Vereine diskutieren jetzt über das Alternativ-Modell.

Bad Heilbrunn/Geretsried – Die heimischen Landesliga-Teams haben mit der Saison-Vorbereitung begonnen. Am 24. Juli steht für TuS Geretsried und SV Bad Heilbrunn der erste Spieltag an. Aber in welcher Form die kommende Spielzeit über die Bühne geht, wird erst noch entschieden: In allen Landesligen in Bayern steht ein neues Spielmodell zur Abstimmung – ähnlich dem Modellprojekt, dass im Kreis Zugspitze ab übernächster Saison von der Kreisliga abwärts in allen Klassen gespielt werden soll.

BFV überlässt Vereinen die Wahl aus herkömmlichem und neuartigem Spielmodus

„Variante eins ist die herkömmliche: 18 Mannschaften, 34 Spieltage mit Hin- und Rückspiel“, erläutert Stefan Schneider, beim Bayerischen Fußballverband für den Spielbetrieb der Landesliga Südwest zuständig. „Bei Variante zwei gibt es zwei Gruppen à neun Mannschaften, regional gegliedert.“ Diese neun Teams spielen im Sommer und Herbst mit Hin- und Rückspiel Platzierungen aus. Die ersten Vier jeder Gruppe werden im Frühjahr „zusammengeschmissen“ und spielen eine Meisterrunde aus. Die restlichen zehn spielen eine Qualifikationsrunde, aus der sich die Absteiger ergeben.

„Wir sind etwas flexibler, wenn es wegen der Pandemie noch mal zu Ausfällen kommen sollte.“

Stefan Schneider vom BFV erklärt die Hintergründe des alternativen Spielmodus.

„Wir haben mit dem neuen Modell einen Tick weniger Spiele und sind etwas flexibler, wenn es wegen der Pandemie noch mal zu Ausfällen kommen sollte“, sagt Schneider. Martin Grelics hat sich noch keine abschließende Meinung gebildet. „Es hat alles seine Vor- und Nachteile“, sagt der TuS-Coach, der seine Spieler in die Meinungsbildung einbeziehen will. Er persönlich halte das bisherige Modell für die sportlich fairste Variante. „In einer Saison mit 34 Spieltagen stehst du am Ende zurecht da, wo du stehst.“

Sein Trainerkollege Walter Lang räumt ein, im Detail zu dem neuen Modell noch nicht viel sagen zu können, signalisiert aber prinzipiell Zustimmung. „Den Gedanken finde ich nicht schlecht“, sagt der Coach des SV Bad Heilbrunn. „Das kann man mal für ein Jahr machen. Du verlierst ja nix.“

Spätestens am Mittwoch müssen die Vereine ihre Stimme abgeben, eine einfache Mehrheit genügt.

(Rudi Stallein)

Aufrufe: 09.6.2021, 09:29 Uhr
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