Josef Fischl legt beim FC Eging sein Traineramt nieder
Josef Fischl legt beim FC Eging sein Traineramt nieder – Foto: Bernhard Enzesberger

Eging: Fischl-Ära geht zu Ende

Der 35-jährige Spielertrainer beendet seine zweite Amtszeit beim Traditionsverein +++ Der Verein hat noch keinen Nachfolger gefunden

Der FC Eging verliert seinen Erfolgstrainer: Spielercoach Josef Fischl wird seine Tätigkeit beenden. Dass der 35-jährige Mittelfeldmann nicht weitermachen wird, steht schon seit längerer Zeit fest. Unter der Regie des früheren Bezirksoberligakickers stiegen die Dreiburgenländer 2015 in die Kreisliga auf. Im Sommer 2016 beendete Fischl dann seine erste Amtszeit und kehrte drei Jahre später auf die Kommandobrücke des Traditionsvereins zurück. Die Eginger Fußballer führen zwar die Tabelle der Kreisklasse Deggendorf an, allerdings hat der FC Handlbach-Iggensbach, der zwei Punkte hinter dem FCE zurückliegt, zwei Partien weniger ausgetragen und deshalb einen besseren Quotienten.

"Ich habe mich vor knapp zwei Jahren bereit erklärt, den Verein in einer sportlich schwierigen Situation zu helfen. Ich bin beruflich ziemlich eingespannt und der Trainerjob ist ebenfalls relativ zeitintensiv. Ein weiterer Grund ist, dass ich einige Spieler mittlerweile schon mehrere Jahre trainiere und deshalb frischer Wind nicht schaden wird", begründet Josef Fischl seinen Entschluss. Über seine Schützlinge und den Klub verliert der erfahrene Vollblutfußballer nur positive Worte: "Wir haben die Erwartungen weit übertroffen und die Entwicklung der Mannschaft war wirklich hervorragend. Schade, dass wir die Saison nicht sportlich zu Ende bringen konnten, denn zumindest der zweite Platz wäre auf alle Fälle drin gewesen. Auch die Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen war stets einwandfrei. Ich lebe mittlerweile seit zehn Jahren in Eging und der FCE ist für mich mittlerweile ein Heimat- und Herzensverein geworden."


Hauzenberger: »Josef hat bei uns herausragende Arbeit geleistet. Wenn es nach uns gegangen wäre, hätte er auch die nächsten zehn Jahre weitermachen können.«




Egings Abteilungsleiter Martin Hauzenberger hätte den scheidenden Übungsleiter gern weiter an den Verein gebunden: "Josef hat bei uns herausragende Arbeit geleistet. Wenn es nach uns gegangen wäre, hätte er auch die nächsten zehn Jahre weitermachen können. Aber wir müssen seine Entscheidung akzeptieren und hoffen, dass er uns zumindest als Spieler noch erhalten bleibt." Einen neuen Coach können die Eginger Verantwortlichen noch nicht präsentieren: "Wir haben schon mit dem einen oder anderen Kandidaten gesprochen. Aber in der Corona-Zeit ist das noch wesentlich schwieriger geworden, als es vorher ohnehin schon war. Niemand weiß, wie und wann es überhaupt weitergeht und dementsprechend wollen sich manche Trainer noch nicht festlegen." Grundsätzlich sieht der Eginger Fußballboss für seinen Klub aber durchaus gute Zukunftsperspektiven: "Wir haben eine relativ junge Mannschaften, die ausschließlich aus Eigengewächsen besteht. Der neue Kunstrasenplatz wird vermutlich auch in diesem Jahr noch fertig. Die Voraussetzungen bei uns sind also sehr ordentlich."



Josef Fischl strebt keine neue Aufgabe als Übungsleiter an: "Ich möchte das nicht kategorisch ausschließen, aber mit großer Wahrscheinlichkeit werde ich auch aus den genannten Zeitgründen nichts machen. Da müsste schon eine besonders reizvolle Anfrage kommen, für die man dann andere private Dinge hinten anstellen würde." Ob der sympathische Sportler weiter für den FC Eging auflaufen wird, ließ er offen: "Ich werde leider nicht jünger, auch wenn ich immer noch sehr gerne Fußball spiele. Daher ist das für mich schone eine Option. Festlegen will und kann ich mich aber diesbezüglich noch nicht."

1633 Aufrufe21.4.2021, 10:00 Uhr
Thomas SeidlAutor

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