Archivbild
Archivbild – Foto: Achim Keller

FC Denzlingen kommt immer mehr ins Rollen

Die Abwehr ist das Problem bei den SF Elzach-Yach +++ Konstanz fehlt noch beim FC Teningen

Platz vier nach 15 Spielen für den FC Teningen, nur einen Punkt hinter dem Zweiten SC Pfullendorf – man könnte meinen, an der Allmend im Friedrich-Meyer-Stadion herrscht vollkommene Zufriedenheit.

Trainer Jan Lindemann sieht die Sache vor dem letzten Hinrundenspiel am kommenden Samstag, 14.30 Uhr, daheim gegen den FC Auggen etwas differenzierter: „Ja, wir halten uns im oberen Drittel und machen es ganz gut“, sagt Lindemann, „doch die letzten zehn Wochen verliefen auch sehr inkonstant“. Sieg und Niederlage wechselten in munterer Folge. Gerne übersehe man, so Lindemann, dass die Mannschaft in weiten Teilen noch sehr jung ist und deshalb Leistungsschwankungen zustande kommen. Daran werde man im Frühjahr arbeiten. Nichts zu meckern gibt es über den Teninger Angriff. Mit 43 Treffern haben die Akteure um Toptorjäger Florian Haselbacher (14 Tore) die meisten Tore aller Verbandsligisten erzielt. Erste Anwärter auf den Meistertitel sind für Lindemann Tabellenführer SC Lahr und der Sechste FC Denzlingen: „Das sind spielerisch die stärksten Mannschaften der Liga.“

Denzlinger Qual der Wahl

Der FC Denzlingen scheint in der zweiten Hälfte der Hinrunde tatsächlich ins Rollen zu kommen. In den vergangenen acht Spielen fuhr die Mannschaft von Trainer Florian Kneuker lediglich beim 3:3 in Lörrach keinen Dreier ein. Noch sei das Team nicht dort, wo er spielerisch und taktisch hin will, sagt Kneuker („Beim Anlaufen und hohen Pressen haben wir noch Reserven“), inzwischen aber schlage die verbesserte Personalsituation positiv durch. „Ich habe 18 Mann im Training. Und es ruht sich keiner aus“, stellt der Denzlinger Coach zufrieden fest. Klar ist, dass bei diesem Konkurrenzkampf nicht jeder auf umfangreiche Spielzeit kommen kann. Für Kneuker und Co. kommt es nun darauf an, keine Unzufriedenheit im Kader aufkommen zu lassen und die Wichtigkeit jedes Spielers zu betonen. Vorbildlich habe sich hier beispielsweise Erik Lickert verhalten. Der ehemalige Regionalliga-Spieler, im Sommer von Wormatia Worms gekommen, musste sich für sein Comeback nach einer hartnäckigen Verletzung lange gedulden – und spielt zuweilen auch klaglos für die zweite Mannschaft in der Kreisliga A wie am vergangenen Sonntag über 90 Minuten beim 2:2 gegen den SC March.

Abwehr ist das Problem

Positiv fällt das Zwischenfazit auch bei Enzo Minardi nach einem halben Jahr als Coach des Verbandsligisten SF Elzach-Yach aus. „25 Punkte in 15 Spielen – insgesamt sind wir zufrieden“, sagt der in Breisach lebende, gebürtige Sizilianer. Beim Blick auf die Zahl der Gegentore (38) freilich sieht Minardi Handlungsbedarf. Nur Schlusslicht RW Elchesheim hat bislang mehr Treffer hinnehmen müssen. Es sei keine Frage des Systems, sondern eher im individual- und gruppentaktischen Bereich anzusetzen. „Ab und zu wollen die Jungs zu viel“, sagt Minardi. Sie rissen damit im rückwärtigen Feld Lücken auf. Über das Engagement seiner Spieler kann Minardi nicht klagen: „Im Training hauen sie sich ordentlich auf die Socken.“ Diese kämpferische Einstellung fehle ihm zuweilen im Spiel. Als Tabellensiebter haben die Elztäler aber bislang alles andere als enttäuscht. Am Samstag geht’s zum Ex-Oberligisten SV Linx.

Aufrufe: 021.11.2022, 17:30 Uhr
Matthias Kaufhold (BZ)Autor

Verlinkte Inhalte