2026-04-29T13:32:52.058Z

Allgemeines

FC Deisenhofen will die Ergebniskrise endlich beenden

Bayernliga Süd

von Umberto Savignano · Heute, 11:45 Uhr · 0 Leser
– Foto: Werner Kroiß

Seit sechs Spielen wartet der FCD auf einen Sieg. Gegen Pipinsried soll am Samstag endlich wieder ein Dreier her.

Beim punktgleichen Tabellennachbarn FC Pipinsried gastiert der FC Deisenhofen an diesem Samstag (17 Uhr). Der grundlegende Unterschied zwischen dem aufgrund des 2:1-Hinrundenerfolgs auf Rang sieben platzierten FCD und dem auf Platz acht folgenden FCP: Die Deisenhofner haben einem Aufstieg in die Regionalliga längst eine Absage erteilt.

Pipinsried, das schon einige Jahre in der vierten Spielklasse zubrachte, schielt noch nach oben. Möglich ist dies, weil die U21 des TSV 1860 als Zweite Mannschaft eines Drittligisten trotz Platz eins nicht aufsteigen darf und der SV Heimstetten und der FC Gundelfingen als Dritter und Vierter nicht aufsteigen wollen. Damit ist der Zweite TSV Landsberg wohl durch, während der SV Kirchanschöring mit 49, der SV Erlbach mit 47 und Pipinsried mit 46 Zählern noch Chancen auf die Relegation haben.

Für Andreas Pummer, der Pipinsried als „Feuerwehrmann“ schon einmal in der Regionalliga gehalten hat (Saison 2021/22), ist klar: „Mit der Meldung zur Regionalliga haben sie ihre Ambitionen noch mal unterstrichen.“ Und diese Ambitionen kommen nicht von ungefähr, wie der FCD-Coach betont: „Von den Namen her ist Pipinsried immer noch top besetzt, um nicht zu sagen: herausragend für die Bayernliga. Fast jeder hat schon mal höherklassig gespielt. Lungwitz, Schröck, Dombrowka, Karger, Mayer, man muss aufpassen, dass man keinen vergisst.“

Trotzdem hatte der FCP um die Winterpause herum eine handfeste Ergebniskrise: Beginnend mit dem Abschluss des alten Jahres gab es nur drei Punkte aus acht sieglosen Spielen, zumeist allerdings gegen Top-Gegner. Das leichtere Programm danach brachte die Pipinsrieder wieder ins Rennen: 13 Zähler aus fünf Partien.

„Entscheidend ist: Sie haben vier Siege aus den letzten fünf Spielen“, sieht Pummer eine schwere Aufgabe, die zu lösen er seinem Team aber zutraut: „Wir haben seit Wochen teilweise eine extreme Verjüngung auf verschiedenen Positionen, und wenn ich auf die Tabelle schaue, fehlen uns nur vier Punkte auf den dritten Platz. Das ist Wahnsinn.“

Allerdings: Seit sechs Partien wartet der FCD auf einen Sieg, zuletzt gab es fünf Remis. „Ich finde aber, dass wir gegen Schwaig und Schalding spielerisch wieder auf dem aufsteigenden Ast waren“, sagt Pummer, der zuversichtlich ist, den Aufwärtstrend fortsetzen und mal wieder zu einem Dreier nutzen zu können – trotz der Gefahren des Maifeiertags: „Wir haben schon einige junge Burschen drin, die im Trachtenverein sind. Das Traditionsbewusstsein gehört bei uns auch ein bisschen dazu. Da muss man Obacht geben, dass sie nicht komplett über die Stränge schlagen. Aber ich glaube, sie sind vernünftig genug.“

Eher beschäftigt ihn, dass Tobias Nickl und Valentin Köber verreist sind, und Jonas Herrmann während der Woche einige Tage in Paris war: „Dass ambitionierte Spieler in den Urlaub fahren, schmeckt einem Trainer überhaupt nicht.“ (um)