2026-03-25T14:09:28.761Z

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FC Deisenhofen tritt bei 1860 München U21 an - beide steigen nicht auf

Bayernliga Süd

von Umberto Savignano · Heute, 12:27 Uhr · 0 Leser
Er hängt noch eine Saison dran und verlängert beim TSV 1860 II. Alex Benede bei einem der zwölf Spielen ohne Gegentor seiner Löwen.
Er hängt noch eine Saison dran und verlängert beim TSV 1860 II. Alex Benede bei einem der zwölf Spielen ohne Gegentor seiner Löwen. – Foto: Charly Becherer

Der FC Deisenhofen gastiert heute beim Spitzenreiter TSV 1860 München U21. Beide Teams können trotz Topplatzierungen nicht aufsteigen.

Es ist der Schlager des Spieltags: Heute Abend um 19 Uhr empfängt die U21 des TSV 1860 München als Spitzenreiter der Bayernliga Süd den Tabellendritten FC Deisenhofen. Das Kuriose an der Konstellation: Einer der Kontrahenten wird sicher nicht aufsteigen, dem anderen bleibt der Sprung in die Regionalliga nach derzeitigem Stand ebenfalls verwehrt.

Die Deisenhofner machten schon länger bekannt, dass für sie die Regionalliga aus strukturellen Gründen nicht in Frage kommt. Ihr Punktestand von 41 nach dem 2:1-Heimsieg jüngst gegen den FC Ismaning bedeutet daher vor allem absolute Unbeschwertheit. „Das ist heute auch die richtige Herangehensweise. Wir haben absolut nichts zu verlieren“, sagt Trainer Andreas Pummer. Die Löwen hingegen werden vermutlich an den Regularien scheitern: Falls die 1860-Profis in der 3. Liga bleiben, was nach deren 1:2-Niederlage in Duisburg nun wieder recht wahrscheinlich ist, darf die Zweite Mannschaft nicht in die vierthöchste Spielklasse einziehen. Dennoch wird die U21 die Tabellensituation weniger gelassen betrachten, um zur Stelle zu sein, falls Kevin Volland und Co. am Ende doch noch in die 2. Bundesliga aufsteigen.

Für Pummer ist der Sechzger-Nachwuchs der logische Favorit auf Rang eins: „Wir spielen nicht nur gegen den Tabellenführer, sondern auch gegen die fitteste Mannschaft der Bayernliga, weil sie die einzige ist, die unter Profibedingungen arbeitet. Man sieht an den Ergebnissen, dass sie am Schluss immer eine Schippe drauflegen können, wenn andere vielleicht schon im roten Bereich sind.“ Auch den Trainer-Kollegen lobt er: „Alper Kayabunar macht gute Arbeit, es ist auch seine Handschrift.“ Ein Erfolgsgarant ist zudem der mittlerweile 37-jährige Alexander Benede: Der Ex-Pullacher stand als einziger Akteur des ansonsten jungen Löwenrudels in jeder Spielminute auf dem Feld.

Für Pummer ist klar: „Wir sind in der Außenseiterrolle.“ Doch einschüchtern werde man sich nicht lassen: „Wir müssen uns auf das besinnen, was uns die letzten Wochen und Monate stark gemacht hat und müssen nicht groß was ändern, nur, weil wir gegen Sechzig spielen“, stellt Pummer klar. „Ich will nicht sagen, wir spielen auch gegen Sechzig unseren Stiefel, denn es ist kein Stiefel. Aber wir bleiben unserer Philosophie treu.“ Und die lautet: „Für uns geht es nicht um den Aufstieg, sondern darum, die Spieler besser zu machen. Da tun solche Spiele gut. Wir freuen uns total darauf, das ist ein Highlight und ein Bonus-Spiel.“

Gegenüber der Vorwoche wird dem FCD Tobias Nickl fehlen, der gegen Ismaning Rot sah. Für ihn beginnt wohl Henrik Freitag, was eine weitere Verjüngung des Startelf-Altersschnitts um ein Jahr bedeutet, denn ein 21-Jähriger ersetzt einen 32-Jährigen. Auf der FCD-Bank sitzen derzeit mit Ausnahme von Yasin Yilmaz sowieso nur noch Youngster, die die Saison in der U23 begonnen haben.