2026-04-29T13:32:52.058Z

Allgemeines

FC Deisenhofen scheitert trotz Überzahl an mangelnder Effizienz

Bayernliga: 1:3 in Pipinsried

von Umberto Savignano · Heute, 13:18 Uhr · 0 Leser
Nico Karger
Nico Karger – Foto: bruno haelke
Die Blauhemden dominieren lange, doch nach der Roten Karte wird es paradoxerweise schwieriger. Pipinsried bestraft jeden Fehler eiskalt.

Zum siebten Mal in Folge blieb der FC Deisenhofen ohne Sieg. Nach zuletzt fünf Remis war das 1:3 (1:1) beim FC Pipinsried aber erst die zweite Niederlage des Fußball-Bayernligisten während dieser Serie. Und die war vermeidbar, weil die Blauhemden eine ordentliche Vorstellung ablieferten, aus der sie aber kein Kapital schlagen konnten, erst recht nicht, als der Gegner wegen eines Platzverweises dezimiert war.

„Die ersten 30 Minuten haben wir sehr, sehr gut gespielt. Wir haben dem Gegner nicht eine Torchance gelassen“, lobte FCD-Coach Andreas Pummer seine Elf für einen anfangs selbstbewussten Auftritt, der mit dem Führungstreffer durch Niclas Groß, der nach einer abgewehrten Ecke abzog, belohnt wurde (19.). Doch nach Doppelpass und Steckpass der Pipinsrieder traf Nenad Petkovic aus spitzem Winkel und heiterem Himmel zum Ausgleich (33.). „Aus unerklärlichen Gründen lassen wir den Gegner das 1:1 machen“, ärgerte sich Pummer über mangelhaftes Abwehrverhalten seiner Elf in dieser Situation.

So ging es dank der Pipinsrieder Effizienz mit einem Unentschieden in die Pause. Kurz nach dem Wechsel hatte FCD-Keeper Maximilian Obermeier bei einem Weitschuss von Dominik Neisser die einzige Gelegenheit, sich auszuzeichnen. Seine Vorderleute versuchten, an ihre Dominanz des ersten Durchgangs anzuknüpfen. Ausgerechnet die Gelb-Rote Karte für Pipinsrieds Mario Götzendörfer (53.) wegen wiederholten Foulspiels (53.) bremste die Blauhemden dann aber ein. „Der Platzverweis war unstrittig, aber die Überzahl hat uns gar nicht gut getan“, so Pummer. „Danach stand Pipinsried noch tiefer, hat sich nur noch aufs Kontern verlegt und von unseren Fehlern profitiert.“

Nico Karger trifft gegen Ex-Verein

So wie beim 2:1 durch Benedikt Wiegert (75.). „Wir sind eigentlich mit zwei, drei Mann dran, aber wir nehmen den Zweikampf nicht an, lassen ein, zwei Meter Sicherheitsabstand. Und dann macht er den Schlenzer ins lange Eck. Das war unnötig und einfach. So können wir in der Bayernliga nicht verteidigen“, kritisierte Pummer seine Defensive.

Aber auch nach vorn lief gegen die kompakt stehenden Hausherren nichts mehr zusammen. „Wir haben dann keine Dynamik mehr reingebracht. In aussichtsreichen Situationen haben wir schlechte Bälle gespielt oder, wenn wir frei zur Grundlinie durch waren, hauen wir den Ball mit dem Standbein ins Aus statt zu flanken“, räumte Pummer ein, „da waren einfach viele Fehler drin.“ Pipinsried blieb hingegen kaltschnäuzig: Der Ex-Deisenhofner Nico Karger nutzte einen Konter zum 3:1 (90.+6).

Diesen Unterschied im Verhältnis von Aufwand und Ertrag betonte Pummer in seinem Fazit: „Von der Spielanlage her war es in Ordnung, bis aufs letzte Drittel. Da hätten wir zielstrebiger sein müssen. Was Effektivität betrifft, hat uns Pipinsried vorgemacht, wie es geht. Da war fast jeder Schuss ein Treffer.“

FC Pipinsried - FC Deisenhofen 3:1 (1:1) FC Deisenhofen: Obermeier - Jungkunz, Edenhofer, Freitag (81. Seidl), Jung, Groß, Schmid, Gandl (70. Gkasimpagiazov), Yilmaz (70. Weber), Semmler (79. Perneker), Kretzschmar (29. Krettek) Tore: 0:1 Groß (19.), 1:1 Petkovic (33.), 2:1 Wiegert (75.), 3:1 Karger (90.+6) Gelb-Rot: Götzendörfer (53., wiederholtes Foulspiel)