Einstand nach Maß: Andeas Pummer feierte mit dem FC Deisenhofen zum Einstand als neuer Trainer einen 4:1-Auswärtssieg.
Einstand nach Maß: Andeas Pummer feierte mit dem FC Deisenhofen zum Einstand als neuer Trainer einen 4:1-Auswärtssieg. – Foto: Robert Brouczek

FC Deisenhofen: Karger und Rembeck schnüren Doppelpacks

Gegen TSV 1865 Dachau

Gelungener Einstand für Andreas Pummer und Nico Karger: Der neue Trainer und der erst vor gut einer Woche zum Team gestoßene ehemalige Profi-Stürmer feierten zum Bayernligaauftakt mit dem FC Deisenhofen einen 4:1 (2:1)-Erfolg beim TSV Dachau, zu dem Karger gleich zwei Tore beisteuerte.

Deisenhofen – Das Ergebnis täuscht allerdings ein wenig darüber hinweg, wie sehr die Partie teilweise auf des Messers Schneide stand. „Es war ein hartes Stück Arbeit, wie vorher prognostiziert. Die Dachauer sind gekommen wie erwartet“, gab Pummer zu. Dass seine Mannschaft einen ähnlichen Fehlstart hinlegte wie beim 5:2-Testsieg gegen Freising, bei dem sie praktisch vom Anstoß weg in Rückstand geriet, machte es zusätzlich spannend.

Diesmal fiel das 0:1 in der zweiten Minute, erzielt durch Marcel Kosuch aus 16 Metern. „Wir haben wieder sofort am Anfang ein Tor bekommen, weil wir hinten zu viel klein-klein spielen und dann bei einem unsauberen ersten Kontakt den Ball verlieren“, bemängelte der FCD-Coach. „Dann wird es natürlich eklig.“ Und es hätte sogar noch schlimmer kommen können, denn der Dachauer Sebastiano Nappo traf aus spitzem Winkel den Außenpfosten (17.). „Wenn der drin ist, kann das Spiel in eine andere Richtung laufen“, so Pummer, der mit der Reaktion seiner Spieler aber sehr zufrieden war: „Die Mannschaft hat an sich geglaubt, wir haben immer wieder die gefährlichen Räume bespielt und den Gegner zu Fehlern gezwungen.“

FC Deisenhofen: Doch noch mit einer Führung in die Pause

Nach zwei, drei guten Chancen, unter anderem durch Tobias Rembeck, der an TSV-Keeper Marco Jakob scheiterte (22.), war es dann ausgerechnet Karger, der zweimal von Schnitzern in Dachaus Abwehr profitierte und die Deisenhofner in Front brachte (32., 37.). „Nico hat das dann schon souverän gemacht“, lobte Pummer die Kaltschnäuzigkeit des Ex-Löwen. Mit dem 2:1 für den FCD ging es in die Pause. „Eigentlich waren wir mit der Führung zur Halbzeit gut bedient, ein Unentschieden wäre gerechter gewesen“, räumte Pummer ein.

Und es blieb auch nach dem Wechsel zunächst eng. „Der Gegner hat gedrückt, wir haben mit Mann und Maus verteidigt und alles reingeworfen“, sagte Pummer. „Entscheidend war, dass wir frische Leute mit Qualität bringen konnten, wie Tobias Nickl und Michael Vodermeier, die uns wieder Stabilität gebracht haben.“ Die Defensivroutiniers schufen hinten die Basis, Rembeck sorgte vorne mit dem 3:1 für die Vorentscheidung (75.). „Ein schöner Konter. Da war die Messe dann eigentlich gelesen“, so Pummer. Mit dem gut herausgespielten 4:1 setzte Rembeck auch den Schlusspunkt (87.). „Wir hatten dann die Räume, hätten sogar noch das 5:1 machen können“, fand Pummer, der allerdings betonte: „Insgesamt fällt der Sieg viel zu hoch aus. Wir nehmen das aber gerne mit. Für Nico und mich ist es gut gelaufen.“

Dennis Yimez verletzt

Für Dennis Yimez lief es hingegen überhaupt nicht gut: Der etatmäßige Mittelfeldmann, diesmal auf der rechten Abwehrseite eingesetzt, verletzte sich am Knie. Eine genaue Diagnose steht noch aus, aber Pummer zeigte sich besorgt: „Ich hoffe es ist nichts am Kreuzband, sonst hätten wir den Sieg sehr teuer erkauft.“

TSV 1865 Dachau – FC Deisenhofen 1:4 (1:2)

FCD: Caruso - Yimez (45.+2 Muggesser), Kolb (62. Nickl), Köber, Sagner (62. Vodermeier), Rembeck, Mayer, Müller-Wiesen (85. Finster), Gkasimpagiazov (68. Jost), Karger, Bachhuber Tore: 1:0 Kosuch (2.), 1:1 Karger (32.), 1:2 Karger (37.), 1:3 Rembeck (75.), 1:4 Rembeck (87.)

Aufrufe: 017.7.2022, 15:19 Uhr
Umberto SavignanoAutor