Mit Kampf und ein bisschen Glück schlägt der FC Deisenhofen, hier Leon Müller-Wiesen (l.) in einem Zweikampf, den SV Donaustauf 1:0.  Robert Brouczek
Mit Kampf und ein bisschen Glück schlägt der FC Deisenhofen, hier Leon Müller-Wiesen (l.) in einem Zweikampf, den SV Donaustauf 1:0.  Robert Brouczek

FC Deisenhofen klettert auf Platz zwei

Poschenrieder lässt die Blaumhemden jubeln

Mit einem Freistoßhammer kurz vor Schluss sichert Marinus Poschenrieder dem FC Deisenhofen einen 1:0-Heimsieg im Bayernligaspiel gegen den SV Donaustauf.

Deisenhofen – Ein Innenverteidiger musste für den FC Deisenhofen in einem zähen Ringen mit dem SV Donaustauf als Joker herhalten: Marinus Poschenrieder war gerade mal 16 Minuten auf dem Feld, als er in der 86. Minute mit einem 25-Meter-Freistoßhammer den 1:0 (0:0)-Heimsieg sicherstellte.

„Der Torwart hat, glaube ich, noch gar nicht gemerkt, dass der Ball schon unterwegs war, als er einschlug“, beschrieb Teammanager Alexander Schleicher die Wucht des siegbringenden Treffers, den er Poschenrieder von Herzen gönnte: „Er hat in letzter Zeit nicht so viel gespielt, hat aber nach seiner Einwechslung eine Super-Partie geliefert, zweikampfstark und mit gutem Stellungsspiel.“

Solche Tugenden waren auch nötig gegen durchaus ebenbürtige Gäste, die das Spiel von Beginn an offenhielten. In der ersten Halbzeit blieben Torchancen auf beiden Seiten zwar aus, aber das wollte Schleicher nicht als Indiz für fehlendes Niveau werten, im Gegenteil: „Taktisch war es hochklassig, beide Mannschaften standen gut und entsprechend mussten sie vorne sehr viel investieren.“

Den ersten Ertrag in Form von Tormöglichkeiten gab es aber eben erst nach der Pause, als die Kontrahenten „mehr wagten“, wie Schleicher fand. Zunächst wurden die Deisenhofner gefährlich: Tobias Muggessers Versuch wurde abgewehrt, in den Nachschuss von Michael Bachhuber grätschte ein Verteidiger (55.). Noch näher waren die Blauhemden der Führung, als Maxime Schneiker eine schöne Einzelleistung auf der linken Seite mit einem Pfostenschuss abschloss (68.).

Doch auch Donaustauf hatte Gelegenheiten zur Führung, zweimal rutschten Stürmer knapp am Ball vorbei, einmal parierte FCD-Keeper Enrico Caruso. So blieb es Poschenrieder vorbehalten, für die Entscheidung zu sorgen und sein Team mit nun 41 Zählern über die 40-Punkte-Marke und dazu auf Rang zwei zu hieven, da die Mit-Top-Teams Wasserburg und Schwabmünchen ihre Spiele verloren..

Schleicher blieb trotzdem bescheiden: „Heute haben wir mit Kampf und auch ein bisschen Glück gewonnen“, gab er zu. „Es war eigentlich ein typisches Unentschieden-Spiel mit wenigen, aber hochkarätigen Chancen. Die Donaustaufer hätten einen Punkt verdient gehabt, und wenn sie in Führung gehen, kann es auch in die andere Richtung ausschlagen.“

FC DEISENHOFEN – SV DONAUSTAUF 1:0

FC Deisenhofen: Caruso - Muggesser, Köber, Vodermeier, Schneiker (70. Poschenrieder), Ngeukeu (63. Rembeck), Martin Mayer (75. Lucksch), Müller-Wiesen, Finster, Schmid, Bachhuber

Tor: 1:0 Poschenrieder (86.)

Aufrufe: 024.11.2019, 17:21 Uhr
Münchner Merkur (Süd) / Umberto SavignanoAutor