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Sport in den unteren Ligen: hoffen auf den 15.Juli

Sportminister wehrt sich gegen Vorwürfe, dass einige Ligen vergessen worden wären

In einer Pressekonferenz von Sportminister Kersch wurde das Thema der unterklassigen Sportligen nur am Rande behandelt. Dagegen wurden weitere finanzielle Hilfen in Aussicht gestellt und die Lunex-Studie zur Pandemie im Sport läge ebenfalls vor.

Unterklassiger Sport

Das was die FuPa-User sicherlich am meisten interessiert ist die Frage nach Spielen der über 220 Mannschaften aus unterklassigen Fußballligen. Fakt bleibt, dass solche zumindest bis zum 15.Juli 2021 gesetzlich nicht erlaubt sein werden. Dabei wehrte sich Minister Kersch gegen Vorwürfe, diese seien schlicht vergessen worden. Man müsse das im historischen Kontext der Pandemie sehen, so Kersch auf die Frage einer Journalistin.

Dass Jugendmannschaften z.Z. spielen dürfen wäre entschieden worden, weil Kinder regelmäßig in den Schulen getestet würden. Der nächste Schritt im Sport wäre die Rückkehr in die Normalität. Sollten die Infektionszahlen weiter niedrig bleiben, könnte sich der Sportminister vorstellen, dass es ab dem 15.Juli zu zusätzlichen Lockerungen kommen könnte, konkret wurde er aber in der Pressekonferenz nicht.

Finanzielle Hilfen

Der "Plan de Relance Sport 2.0" sieht dann vor, dass alle Sportvereine auch 2021 einen Antrag auf außerordentliche finanzielle Hilfen stellen können. Jeder Verein kann zwanzig Euro pro Wettkampflizenz bekommen, die Prozedur sei die gleiche wie beim Rettungsschirm vom vergangenen Jahr.

Vereine, die an internationalen Wettbewerben teilnehmen, haben - im Fall finanzieller Verluste aufgrund einer solchen Teilnahme - künftig die Möglichkeit, dass die Einschreibegebühr für diese Wettbewerbe von staatlicher Seite zurückerstattet wird.

Ehrenamt und Neueinschreibungen

Viel will das Sportministerium ebenfalls in das Ehrenamt investieren, so sollen Vereine Zugang zu über 200 Weiterbildungsseminaren vor allem im technisch-informatischen Bereich bekommen. Die Teilnahme an solchen durch ehrenamtliche Mitarbeiter kann über Gutscheine des Ministeriums über einen Maximalwert von 500 Euro unterstützt werden. Die Reform des Sporturlaubs soll ebenfalls in Zukunft das Ehrenamt berücksichtigen.

Um junge Leute zu motivieren, sich vermehrt in Sportvereinen anzumelden, soll jede neue Sportlizenz mit einem Gutschein von 50 Euro belohnt werden, die den Eltern zur Verfügung gestellt werden. Außerdem sollen unter allen neu lizenzierten Kindern und Jugendlichen Reisen zur Olympiade 2024 in Paris verlost werden. Das Sportministerium wird die Kampagne „The move“ der FLF, FLBB, FLH, FLVB und FLTT substanziell finanziell unterstützen.

Studien

Die Studie der Differdinger Sport-Universität Lunex, die die Auswirkungen der Pandemie auf den Sport untersuchte, sei mittlerweile abgeschlossen, wusste Minister Kersch zu berichten. Es gab 499 Teilnehmer, wodurch sie repräsentativ war. Die Ergebnisse der Studie sollen der Presse noch zugestellt werden.

Was das Infektionsgeschehen innerhalb der einzelnen Sportarten angeht, so lagen zum Fußball noch keine genauen Daten vor, doch dort wurden die meisten Tests durch geführt und auch die meisten positiven Covid-19-Fälle registriert. Die großen Infektionsherde seien aber nicht im Sport zu suchen gewesen.

// UPDATE 30.6.2021, 07:40 Uhr //



Aufrufe: 029.6.2021, 09:50 Uhr
Paul KrierAutor

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