
Der große Traum vom Finaleinzug im Niederrheinpokal ist für den FC Büderich 02 geplatzt. Im Halbfinale unterlagen die Blau-Schwarz-Weißen beim SC St. Tönis nach aufopferungsvollem Kampf mit 3:5 im Elfmeterschießen. Nach 120 Minuten hatte es in einer intensiven Partie 1:1 gestanden. „Das ist eine sehr bittere Niederlage“, sagte FCB-Trainer Sebastian Siebenbach. Seine Mannschaft habe ein starkes Spiel gemacht, sich dafür aber nicht belohnt.
Tatsächlich traten die Büdericher vor allem im ersten Durchgang als die reifere Mannschaft auf. Die Gäste fanden immer wieder Lösungen über die Außenbahnen, setzten St. Tönis früh unter Druck und erspielten sich mehrere gute Möglichkeiten. Umso ärgerlicher war der Rückstand nach einer halben Stunde durch Morten Heffungs. Nach einer Ecke fand der Ball über Umwege den Weg ins Tor. „Das war ein richtig unglückliches Ding“, so der FCB-Coach. Doch seine Elf zeigte sich davon unbeeindruckt. Nach einer sehenswerten Kombination über die rechte Seite legte Giovanni Nkowa mustergültig für Jan Niklas Kühling auf, der überlegt ins linke Eck traf (37.).
In der Verlängerung übernahm der FCB wieder die Kontrolle. Doch sowohl Nkowa als auch Gordon Wild und Daud Gergery scheiterten in aussichtsreichen Situationen. „Die Verlängerung haben wir dominiert, aber das entscheidende Tor nicht gemacht“, monierte Siebenbach. So musste das Elfmeterschießen entscheiden. In diesem zeigte sich St. Tönis nervenstärker. Büderichs Daud Gergery scheiterte gleich mit dem ersten Versuch vom Punkt an Torwart Simon Sell. Als anschließend auch Teamkollege Marc Knops vergab, war das Halbfinal-Aus besiegelt. „Letztlich hat sich das glücklichere Team durchgesetzt“, sagte Siebenbach.
„Die Jungs können trotzdem stolz auf sich sein“, betonte der Trainer und verwies auf die Entwicklung seiner Mannschaft in den letzten Monaten. Noch zu Saisonbeginn hatte Büderich das Oberliga-Duell in St. Tönis mit 0:5 verloren. Diesmal begegneten sich die Teams auf Augenhöhe. Auch die Unterstützung von den Rängen war groß. Zahlreiche FCB-Fans unter den insgesamt 1000 Zuschauern sorgten für eine starke Atmosphäre. „Die Mannschaft hat den mitgereisten Anhängern mit ihrer guten Leistung zumindest etwas zurückgegeben“, sagte Siebenbach.