
Der FC Büderich 02 steht im Saisonendspurt der Oberliga Niederrhein mit dem Rücken zur Wand. Drei Spieltage vor Schluss ist der Vorsprung auf die Abstiegsplätze auf nur noch einen Punkt geschmolzen. Nach der 1:3-Niederlage im Kellerduell beim 1. FC Kleve rangiert die Mannschaft von Trainer Sebastian Siebenbach mit 35 Zählern auf Platz 15 und spürt den Druck der Verfolger zusehends.
Am Sonntag um 15.30 Uhr kommt es am heimischen Eisenbrand zum Stadtderby gegen den TSV Meerbusch. „Wenn wir das Spiel nicht gewinnen, stehen wir in den letzten beiden Partien gewaltig unter Druck“, sagt Siebenbach, der weiterhin davon ausgeht, dass für den Klassenerhalt noch zwei Siege nötig sind. „Wir wissen, dass wir zwingend noch punkten müssen. Sonst werden wir am Ende absteigen“, betont der 36-Jährige.
Mut macht den Büderichern die Heimstärke der vergangenen Wochen. Gegen Monheim gelang ein überzeugendes 4:1, anschließend holte der FCB gegen die Top-Teams aus Ratingen (3:3) und Schonnebeck (1:1) jeweils einen Punkt. „Unsere Heimspiele zuletzt waren positiv, daran wollen wir anknüpfen“, sagt Siebenbach. Zudem hofft der Trainer, dass die Spielweise des Lokalrivalen seine Elf entgegenkommt: „Meerbusch ist eher eine Mannschaft, die fußballerische Lösungen sucht. Solche Gegner liegen uns grundsätzlich mehr als Teams, die sich hinten einigeln.“
Der TSV steht jenseits von Gut und Böse auf Platz sechs. Zwar gelang zuletzt ein 4:2-Erfolg gegen Schlusslicht SV Biemenhorst, zuvor enttäuschte das Team von Interimscoach Marc Roch allerdings bei den Niederlagen gegen die Abstiegskandidaten Baumberg (0:1) und Sonsbeck (1:4). „Die Büdericher werden um jeden Meter kämpfen. Entscheidend wird sein, ob wir dagegenhalten“, sagt Roch. Personell muss der TSV umbauen. In Kapitän Daniel Hoff, Leon Kempkens und Mattia Majetic fehlen drei gesperrte Stammkräfte, zudem ist der Einsatz von Leonel Kadiata fraglich. Auch beim FCB bleibt die Lage angespannt. Venhar Ismailji fällt mit einer Kapselverletzung im Knöchel bis Saisonende aus, Kaies Alassane fehlt wegen seiner Teilnahme an der Icon League. Hinter Giovanni Nkowa und Philipp Baum stehen ebenfalls noch Fragezeichen. Immerhin kehrt Jan-Niklas Kühling nach überstandener Erkrankung zurück.
In der Bezirksliga ist dem OSV Meerbusch zuletzt etwas die Luft ausgegangen. Zwar stoppte er mit dem jüngsten 3:0-Sieg gegen den TuS Wickrath den Negativlauf von drei Partien ohne Erfolg, doch da der Verfolger Sportfreunde Neuwerk weiterhin konstant punktet, haben die Osterather den direkten Aufstieg nicht mehr in der eigenen Hand. Am Sonntag um 15.30 Uhr gastiert der OSV beim 1. FC Viersen. „Wir müssen unsere eigenen Hausaufgaben erledigen und dann hoffen, dass Neuwerk doch noch mal patzt“, sagt Coach Dominik Voigt.