Spieler und Coach Alex Libeg blickt auf eine durchwachsene Hinrunde zurück. Christian Berthold
Spieler und Coach Alex Libeg blickt auf eine durchwachsene Hinrunde zurück. Christian Berthold

Für Spielertrainer Libeg ist alles möglich

Alex Libeg vom FC Böhmfeld im Interview

Alex Libeg ist der Torjäger Nummer eins des FC Böhmfeld und der A-Klasse 2-Donau/Isar. Mit 17 Treffern aus 14 Spielen teilt sich Libeg Platz eins der Torschützenliste mit Metehan Kuscuoglu.

Der FC Böhmfeld steht aktuell nur im Tabellenmittfeld. Mit 23 Punkten aus 14 spielen fehlen dem FC ganze acht Punkte zu einem Aufstiegsplatz. Trotz der 17 Treffer des Spielertrainers Alex Libeg, verlor Böhmfeld oft sehr knapp. Im Interview mit Fussball Vorort spricht Libeg über seine zahlreichen Treffer und über die Zukunft mit dem FC Böhmfeld.


Es ist die beste Saison der letzten Jahre, was ist dieses Jahr anders?

Aktuell befinde ich mich in einer sehr guten körperlichen Verfassung. Zudem macht es mir der Wechsel in die A-Klasse einfacher. Ich kann dort meine Erfahrung aus der Kreisklasse gezielt einsetzen und von meinen Kenntnissen profitieren.

Warum der Rückschritt von der Kreisklasse in die A-Klasse?

Zum einen wollte ich den Schritt ins Trainergeschäft machen und als Spielertrainer agieren. Zum anderen hatte ich zwar Gespräche mit anderen Vereinen aus anderen Ligen, jedoch hat mir der FC Böhmfeld diese Chance gegeben und mir somit am meisten zugesagt.

Du hast bis jetzt in 14 Spielen 17 Mal getroffen. Reines Können?

Nein, zum Tore schießen gehört auch immer etwas Glück dazu. Auch andere Faktoren spielen dabei eine große Rolle. So profitiere ich von meiner Schnelligkeit und der Erfahrung aus den höheren Spielklassen. Somit erkenne ich Spielsituationen schnell und kann sie besser nutzen.

Die letzten zwei Spiele hast du nicht mehr getroffen. Warum?

Aufgrund körperlicher Probleme war ich gegen Etting und Hofstetten angeschlagen und konnte nicht über die volle Distanz 100 Prozent geben. Deshalb blieb leider auch der Torerfolg aus.

Du gehörst zum Trainerstab. Schätzt du Spielsituationen als Spielertrainer anders ein?

Der Blickwinkel eines Spielers und eines Trainers ist immer ein anderer. Als Coach wird viel intensiver auf Kleinigkeiten geachtet, die für einen Spieler meist nicht von Bedeutung sind. Zudem zeigt sich in dieser Position erst, wie viel Arbeit hinter diesem Job steckt und es nicht reicht nur an der Linie zu stehen.

„Wir waren oft zu leichtsinnig“

Was ist dein Ziel für dieses und die nächsten Jahre?

Mein Ziel ist auf jeden Fall der Aufstieg. Dafür möchte ich eine gute Mannschaft formen. Wir haben noch einiges zu tun, aber das Potential ist auf alle Fälle vorhanden.

Ihr seid trotz deiner Tore nur im Mittelfeld. Warum?

Seit Beginn der Saison haben wir sehr viele personelle Probleme. Vor allem die Verteidigung machte uns im Laufe der Hinrunde immer wieder Sorgen, da zwei Stammspieler seit Anfang der Saison verletzt sind. Aufgrund der Rotationen konnten wir die Schwächen in der Abwehr nicht kompensieren.

Wo siehst du Verbesserungschancen?

Wir werden zur Rückrunde vermehrt auf die Fitnesssteigerung setzen, um konditionell und körperlich robuster aufzutreten. Deshalb werden wir im Februar ein viertägiges Trainingslager in Italien abhalten.

Es sind 8 Punkte zu einem Aufstiegsplatz. Ist der Aufstieg trotzdem noch drin?

Meiner Meinung nach ist in dieser Liga alles möglich. Jeder kann gegen jeden gewinnen, aber auch verlieren. Wir sollten jedoch in erster Linie auf unsere Leistung schauen und mit etwas Glück, könnte es mit dem Aufstieg noch etwas werden.

Was würdest du mit 15 Kisten ERDINGER Weißbier anstellen?

Wir werden zum Abschluss eine große Abschlussfeier ausrichten. Dort würde ich die Kisten mit meiner Mannschaft teilen.

Aufrufe: 8.1.2019, 09:50 Uhr
/ Tim UlrichAutor

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