Sportvorstand des FC Bayern: Hasan Salihamidzic.
Sportvorstand des FC Bayern: Hasan Salihamidzic. – Foto: CHRISTOF STACHE / AFP

FC Bayern verliert Supertalent - Sturm-Juwel verlässt München sofort

Nach brisantem Interview

Nemanja Motika verlässt den FC Bayern München. Das Sturmtalent aus der Regionalliga Bayern wechselt zu Roter Stern Belgrad. Und zwar per sofort.

Update vom 2. Februar, 19.10 Uhr: Supertalent Nemanja Motika verlässt den FC Bayern, und zwar sofort. Das bestätigte der deutsche Bundesliga-Rekordmeister am frühen Mittwochabend auf Twitter. Der 18 Jahre junge Serbe schließt sich Roter Stern Belgrad an. Der junge Angreifer galt an der Säbener Straße in München als Zukunftshoffnung, hatte aber mit einem Interview für Aufstehen gesorgt.

„Ich kann mich bereits jetzt mit Spielern wie Sané und Coman messen. Ich habe jeden Tag die Möglichkeit dazu“, sagte der Angreifer im vergangenen Herbst dem serbischen Sportportal Mozzartsport: „In einem gesunden Wettbewerb ist es mein Ziel, ihre Plätze in der Startelf zu gefährden - sofern Gott will, bereits in ein paar Monaten.“ Motika erzählte damals weiter: „Als ich zum Training in die 1. Mannschaft versetzt wurde, war ich total beeindruckt. Heute ist es ganz selbstverständlich, mit Neuer, Lewandowski und Müller zu trainieren. Ich habe große Ambitionen und eine klare Vision“, sagt er. „Ich habe auch bereits mit den Verantwortlichen vom Verein gesprochen. Ich soll einen Profivertrag unterschreiben. Das ist der nächste Schritt.“

In die Bundesliga-Mannschaft durfte der Teenager aber nicht wechseln, trotz 15 Toren und acht Assists in 24 Spielen in der Regionalliga Bayern und furioser Leistungen für die serbische Juniorennationalmannschaft. Dem Vernehmen nach kam das genannte Interview an der Säbener nicht gut an. Den Stürmer, der in Berlin geboren wurde, zieht es nun in den Balkan. In Belgrad unterschrieb er laut Fachportal transfermarkt.de einen Vertrag bis 2026.

Nemanja Motika wechselt vom FC Bayern II zu Roter Stern Belgrad.
Nemanja Motika wechselt vom FC Bayern II zu Roter Stern Belgrad. – Foto: Imago Images / Jan Huebner

Nemanja Motika: Vom FC Bayern München zu Roter Stern Belgrad?

Update vom 2. Februar, 16.01 Uhr: Dass Nemanja Motika sich Roter Stern Belgrad anschließen wird, ist nach tz-Informationen sicher. Noch hat aber keiner der beiden Vereine den Wechsel bestätigt. Obwohl das Transferfenster in Deutschland schon geschlossen ist, kann der Youngster bis zum 11. Februar noch wechseln, in Serbien gelten andere Fristen. Mit einer Bestätigung des Transfers ist in den nächsten Tagen zu rechnen.

Bild-Reporter Christian Falk berichtet, dass sich der FC Bayern aber nicht gänzlich von Motika verabschieden wird. Die Münchner haben sich offenbar eine Rückkauf-Option gesichert, sollte sich das Talent wie geplant entwickeln. Kurios: Roter Stern hat bald gleich zwei Motikas in den eigenen Reihen. Auch Nikola, der Bruder des Bayern-Talents, wechselte Anfang des Jahres zu Roter Stern in die U19.

Nemanja Motika: Top-Talent des FC Bayern steht vor dem Absprung

Erstmeldung vom 31. Januar:

München - Nach dreieinhalb Jahren in München gehen Nachwuchsstürmer Nemanja Motika und der FC Bayern wohl getrennte Wege. Ein Bericht von Sky deckt sich mit den Informationen der tz, dass der serbische U19-Nationalspieler unmittelbar vor einem Wechsel zu Roter Stern Belgrad steht. Die Münchner kassieren für den in Berlin geborenen Offensivspieler demnach eine Ablöse von zwei Millionen Euro plus möglicher Boni-Nachzahlungen vom amtierenden Meister und Pokalsieger der Linglong Tire SuperLiga.

Motika kam in der laufenden Saison in 24 Spielen der Regionalliga Bayern auf 15 Treffer und acht Vorlagen für die U23 des FC Bayern. Außerdem traf er in der Youth League gegen den Nachwuchs des FC Barcelona doppelt und erzielte einen Treffer und legte ein weiteres Tor im DFB-Pokal-Viertelfinale der A-Junioren gegen Hertha BSC Berlin auf. Trotz seines Torinstinkts saß er unter Trainer Martin Demichelis zeitweise aus disziplinarischen Gründen auf der Bank.

FC Bayern: Nemanja Motika wechselt zu Roter Stern Belgrad und darf sich auf die Europa League freuen

Anfang Oktober ging der Flügelspieler noch selbstbewusst in die Offensive und kündigte an, beim Rekordmeister die Startplätze der Superstars Leroy Sané und Kingsley Coman angreifen zu wollen. Knapp vier Monate später kehrt er München den Rücken und will sich in seiner Heimat beim aktuellen Tabellenzweiten der serbischen Liga durchsetzen. Trainiert wird er in der serbischen Hauptstadt vom ehemaligen Mittelfeldstar Dejan Stankovic, der den Klub in der Europa League als Gruppensieger ins Achtelfinale geführt hat.

Motika hatte nach tz-Informationen auch eine Anfrage aus der 2. Bundesliga vom Hamburger SV vorliegen. Sein Umfeld soll ihm sogar zum Wechsel in die Hansestadt geraten haben, doch Motika will offenbar unbedingt in sein Heimatland und entschied sich für einen Wechsel zu Roter Stern. Die offizielle Bestätigung der beiden Klubs steht noch aus. (Jörg Bullinger) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Aufrufe: 03.2.2022, 09:39 Uhr
Patrick MayerAutor