Marco Friedl (r.) ist noch bis Sommer an Bremen ausgeliehen. Wooyeong Jeong (li.) und Meritan Shabani stehen bei anderen Vereinen unter Beobachtung. mis (2), Sven Leifer
Marco Friedl (r.) ist noch bis Sommer an Bremen ausgeliehen. Wooyeong Jeong (li.) und Meritan Shabani stehen bei anderen Vereinen unter Beobachtung. mis (2), Sven Leifer

Konkurrenz macht Jagd auf Talente - Bayern stellt bei Abgang Bedingungen

Friedl, Shabani und Jeong

Marco Friedl ist schon ausgeliehen, Meritan Shabani und Wooyeong Jeong könnten folgen. Der FC Bayern ist offenbar bereit, die Talente ziehen zu lassen, knüpft die Abgänge aber an Bedingungen.

Seit Mittwochabend führen die kleinen Bayern nach dem klaren Sieg gegen den FC Augsburg II die Tabelle der Regionalliga mit acht Punkten an. Die U23 zeigt eine starke Saison und damit spielen sich etliche Talente in den Fokus höherklassiger Klubs. Der FC Bayern arbeitet laut NLZ-Chef Jochen Sauer zwar „stetig daran“ den eigenen Nachwuchs bei den Stars zu integrieren, weiß aber auch, dass es „seit einigen Jahren kein Nachwuchsspieler nachhaltig in unsere Profimannschaft geschafft hat“.

Dennoch sind die jungen Spieler bei anderen Klubs gefragt. Niklas Dorsch sah beim FC Bayern „keine faire Chance“, wechselte im Sommer in die 2. Bundesliga und ist in Heidenheim seit Saisonbeginn unumstrittener Stammspieler.

Bei Friedl fehlt noch Einigkeit bei der Ablöse

Marco Friedl ging schon ein halbes Jahr früher und wurde im Januar 2018 für eineinhalb Jahre an Werder Bremen ausgeliehen. Obwohl er bisher nur 13 Einsätze bei den Profis bekommen hat, möchte Florian Kohfeldt den 20-Jährigen behalten und weiter an sein Team heranführen. Wie der kicker am Donnerstag in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, sind die Bayern bereit, Friedl gehen zu lassen. Allerdings möchte sich der Rekordmeister demnach in Zukunft bei allen ausgeliehenen bzw. verkauften Spielern eine Rückkaufoption sichern, falls deren Entwicklung weiterhin positiv verläuft. Bei Friedl gibt es wohl Gespräche, doch bei den Ablösevorstellungen liegen die beiden Klubs noch zu weit auseinander.

Wooyeong Jeong, der für die Profis bereits im November in der Champions League gegen Lissabon und beim 5:1-Kantersieg am vergangenen Samstag in Mönchengladbach im Einsatz war, steht auf dem Wunschzettel des FSV Mainz 05. „Er hat alle Anlagen, die notwendig sind, künftig in der Bundesliga zu spielen“, sagt Sauer über den Südkoreaner. Der 19-Jährige hat laut transfermarkt inzwischen schon einen Marktwert von 700.000 Euro und steht eigentlich noch bis 2022 an der Säbener Straße unter Vertrag.

Shabani stand schon im Winter auf dem Zettel von Ajax

Bei Jeong werden die Verantwortlichen wohl ebenso wie bei Friedl und Meritan Shabani auf die Rückkaufoption pochen oder den Spieler nur ausleihen. Shabani wurde schon im Winter heftig von Ajax Amsterdam umworben. Der Champions-League-Viertelfinalist setzt seit Jahren konsequent auf junge, entwicklungsfähige Spieler, die dann später mit Gewinn weiterverkauft werden können. Shabani passt in dieses Schema, doch im Winter blitzte der niederländische Top-Klub noch ab.

Vielleicht einigen sich die beiden Klubs im Sommer, auch wenn Ajax die geforderte Rückkaufoption sicherlich nicht schmecken dürfte. Mit Eric ten Hag steht beim niederländischen Rekordmeister allerdings der ehemalige Coach der kleinen Bayern auf der Kommandobrücke. Der 49-Jährige genießt bis heute ein hohes Ansehen an der Säbener Straße und könnte dank seiner Kontakte zu einer sinnvollen Einigung beitragen.

Aufrufe: 07.3.2019, 11:49 Uhr
Jörg BullingerAutor

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