Holger Seitz und Sven Ulreich sehen Wooyeong Jeong als einen vielversprechender Spieler für die Zukunft. Sven Leifer
Holger Seitz und Sven Ulreich sehen Wooyeong Jeong als einen vielversprechender Spieler für die Zukunft. Sven Leifer

Jeong fühlt sich in Bayern pudelwohl: „Haxen und Schnitzel, das ist Wahnsinn“

Bayern-Juwel erhält Lob von allen Seiten

Für Wooyeong Jeong könnte es nicht besser laufen. In der Regionalliga gehört der Südkoreaner zu den Stammkräften. Holger Seitz und Sven Ulreich glauben an seinen Sprung zu den Profis.

Im Januar 2018 wechselte Wooyeong Jeong in die Reihen des FC Bayern. Über die U19-Bundesliga arbeitete sich der Südkoreaner in die Stamm-Elf der Bayern-Amateure. In der aktuellen Regionalliga-Saison kommt das Talent auf 22 Einsätze und zwölf Tore bei den kleinen Bayern. Zudem lief der 19-Jährige schon in der Bundesliga gegen Gladbach und in der Champions League gegen Lissabon auf.

Schon jetzt hat sich der Rechtsaußen hohe Ziele für seine Zukunft gesteckt. Mit dem FC Bayern will er „so viele Titel wie möglich und die Champions League“ gewinnen, sagt der Südkoreaner im sky-Interview. Der Gedanke an seinen ersten Einsatz auf der großen Fußball-Bühne bringt das Bayern-Juwel immer noch ins Schwärmen: „Mein Herz hat schnell geschlagen.“

Sein Trainer Holger Seitz ist davon überzeugt, dass Jeong das Potential hat, um den Sprung in den Profikader des Rekordmeisters zu schaffen. Dabei hebt der 44-Jährige vor allem seine Spielweise hervor. „Er ist wahnsinnig flink auf den Beinen und hat ein wunderbares Dribbling. Was uns insbesondere gefällt, ist, dass er permanent die Eins-gegen-Eins-Situationen sucht. Selbst wenn er mal hängen bleibt, versucht er es erneut. Das ist schon etwas, wo seine Qualitäten zu suchen sind“, so der FCB-Coach.

„Er hat einen ganz tollen Charakter“

Mit der kulturellen Umstellung scheint der Flügelflitzer auch keine Probleme zu haben. „Er ist ein sehr bodenständiger Spieler, der sehr wissbegierig ist und immer versucht, dazu zu lernen. Auf dem Fußballplatz aber genauso außerhalb des Fußballplatzes. Er hat sich relativ schnell an die Gegebenheiten in München gewöhnt und hat versucht, die deutsche Sprache so schnell wie möglich zu lernen. Er hat einen ganz tollen Charakter“, schwärmt Seitz.

Auf die Frage, was dem 19-Jährigen am meisten in der bayerischen Hauptstadt gefällt, antwortet das Bayern-Juwel mit einem Lachen: „Essen. Haxen, Schnitzel, das ist Wahnsinn.“

Jeong trainiert mittlerweile regelmäßig bei den Profis mit. Bayerns-Ersatzkeeper Sven Ulreich sagt dem südkoreanischen U20-Nationalspieler eine vielversprechende Karriere voraus. „Er ist ein sehr ruhiger und meiner Erkenntnis nach sehr bodenständiger junger Mann, der aber auf dem Platz brutale Leistungen bringt. Schon in seinen jungen Jahren hat er einen enormen Willen. Das zeichnet ihn aus und ist das, was man auch braucht als junger Spieler, wenn man hochkommen möchte. Er hat natürlich auch die Gabe, die Technik und das Spielverständnis, um bei uns mitzutrainieren. Deswegen ist er für mich eigentlich ein Spieler, der es in Zukunft schaffen kann, weil er vom Kopf her auch sehr klar ist“, sagt Ulreich.

Aufrufe: 027.3.2019, 17:02 Uhr
Tim UlrichAutor

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