
Der sechste Zu-Null-Sieg am Stück stand lange auf der Kippe. Es brauchte für den FC Basara Mainz einen Nationalspieler, um Alemannia Waldalgesheim 1:0 (0:0) niederzuringen. Damit bleiben die „Diamanten“ dran am Verbandsliga-Zweiten Jahn Zeiskam.
Shelby Printemps war der Mann des Tages. Der 35-jährige Stürmer, der vor elf Jahren ein Länderspiel – samt Torerfolg – für Haiti bestritt, wuchtete den Ball nach Kiyoshi Oshimas flacher Flanke über die Linie (87.). „Ein schöner Moment für mich – und wichtig für die Mannschaft“, blickt der Winter-Zugang, der schon in den USA, Uruguay, Malta, Kanada, Indonesien, Gibraltar, Spanien und Griechenland sowie über 120-Mal in Ober- und Regionalliga gespielt hat, auf sein erstes Tor für die Mainzer Japaner.
Cotrainer Kevin Miller lotste den in Miami geborenen Stürmer, der in Frankfurt im Skyline Plaza im American Food Club Süßigkeiten aus seiner Heimat verkauft, zu den „Diamanten“. „Er hat gefragt, ob ich den Jungs helfen will, in die Oberliga aufzusteigen“, erzählt Printemps, der sich nach einigen Verletzungen nun über seine Tor-Premiere freut. Es war der dritte, vierte Abschluss des sofort präsenten Einwechselspielers im Strafraum.
Die Platzherren hatten einige Arbeit damit, die tief im 5-4-1 verbarrikadierten Gäste zu knacken. Gianni Auletta ließ zwei gute Chancen aus (34., 49.), Oshima scheiterte am Gebälk (64.), und Exaurce Papelas Versuch, sein 1:0-Siegtor vom Mittwoch in Steinbach zu wiederholen, machte Andrej Juric mit einer Glanzparade zunichte (76.). Eine große Doppelchance hatten die geduldig auf ebendiese lauernden Gäste, Justin Padberg und Tobias Lauterbach scheiterten nach einem Standard (64.).
Papela wird immer mehr zum Anführer
Verdient war der mühsame Dreier ganz gewiss. „Das war eine gute Mannschaftsleistung“, sagt Papela, „wir halten seit neuneinhalb Stunden die Null und haben immer daran geglaubt. Wir wissen, dass wir die Qualität haben, jeden zu schlagen.“ Nach etwas Anlaufzeit schwingt sich der jüngere Bruder von Ex-05-Profi Merveille Papela mehr und mehr zum Leader auf, der mit Lautstärke und Einsatzbereitschaft voran geht. Und unbedingt mit Basara nächste Saison Oberliga spielen will.
FC Basara: Pohlenz – Seib, Dillitz, Wakeshima – Oshima (87. Schürer), Utsugi (74. Kimura), Papela, Sakatsume (46. Ishida) – Okamoto (46. Nakashima), Auletta, Saeki (46. Printemps).