– Foto: Marcel Junghanns

Fahner will kein Sparringspartner sein

Der FC An der Fahner Höhe ist am Sonntag zu Gast im Steigerwaldstadion. Das sie den FC Rot-Weiß Erfurt ärgern können, haben sie in der Vergangenheit schon bewiesen.

Am Sonntag erwartet der FC Rot-Weiß Erfurt den FC An der Fahner Höhe. Auch wenn Rot-Weiß den Aufstieg in die Regionalliga bereits in Sack und Tüten gepackt hat, wollen sie die Saison nicht einfach austrudeln lassen, unterstreicht Fabian Gerber im FuPa-Gespräch.

Erfurt
2:0
Fahner Höhe

Die Kicker von der Fahner Höhe erwiesen sich in jüngster Vergangenheit als durchaus unangenehmer Gegner für Rot-Weiß. Die beiden letzten Duelle (Pokal und Liga), die in Dachwig stattfanden, gingen für Erfurt nämlich jeweils in die Hose. Nun ist der FC An der Fahner Höhe am kommenden Sonntag zu Gast im Steigerwaldstadion. Das ist dann schon nochmal was anderes, wie Fahner-Coach Tobias Busse bestätigt: „Es ist eine andere Atmosphäre. Alles wirkt größer, es sind mehr Zuschauer da. In der Summe kann das schon dazu führen, dass man erstmal reinkommen muss“, sagt Busse, der allerdings nicht den Sparringspartner für den nächsten Rot-Weißen Heimsieg geben will. Vielmehr wollen die Gäste ihren Gegner schon vor Probleme stellen und nicht von Beginn an um Schadensbegrenzung bemüht sein. „Klar haben wir uns schon auf Sonntag eingeschworen. Wir wollen da nicht nur irgendwie über die Runden kommen, sondern eigene Lösungen finden. Wir wollen mutig sein und zeigen, dass wir eine gute Mannschaft sind“, bestätigt Busse.

Zuletzt angelte sich Busses Mannschaft mit einer starken zweiten Hälfte drei Punkte gegen Plauen. Das war sicher nicht schlecht, um auch am kommenden Sonntag mit einer breiteren Brust ins Spiel zu gehen. „In der zweiten Halbzeit haben die Jungs gezeigt, dass wir es können – auch fußballerisch. Wie wir das gemacht haben, Lösungen gefunden haben... Das war schon gut. Für uns selbst war das aber auch nicht überraschend. Wir wissen, dass wir gute Leistungen abrufen können“, sagt Tobias Busse.

Nicht einfach austrudeln

Auch die Gastgeber empfangen den Gegner am Sonntag mit Respekt. Die Niederlagen in vergangenen Duellen spielen in den Gedanken von Fabian Gerber allerdings keine große Rolle. „Das ist bei uns kein großes Thema. Wir gehen das Spiel an wie jedes andere auch. Wir wissen, was auf uns zukommt und werden uns darauf vorbereiten“, sagt der Aufstiegstrainer und erklärt weiter: „Da wird jetzt nicht mehr oder weniger Druck aufgebaut als sonst. Wir wollen ein gutes Spiel machen, auch wenn wir wissen, dass es nicht einfach ist, gegen sie zu spielen. Das ist eine kompakte und robuste Mannschaft mit erfahrenen Spielern, die wissen, worauf es ankommt“, so Gerbers Einschätzung.

Einen Spannungsabfall im eigenen Team, nachdem der Aufstieg eingetütet ist, befürchtet Gerber nicht, wie er sagt. „Da geht man auch als Trainer vorne weg und vermittelt den Jungs, dass die Saison noch nicht zu Ende ist. Wir wollen uns weiterentwickeln und auch schon Dinge für die nächste Saison erarbeiten. Wir wollen auch den Fans weiter guten Fußball bieten und etwas zurückgeben. Wir werden die Saison jetzt nicht austrudeln lassen“, sagt der Trainer, der ankündigt, das auf der Zielgeraden der Saison jeder Spieler auch noch Spielzeit sammeln kann. Für den Coach ein Zeichen der Wertschätzung und natürlich auch die Gelegenheit sich zu empfehlen.

Aufrufe: 020.5.2022, 11:30 Uhr
Felix BöhmAutor