Wie bereits im Jahr 2020 hielt der FCA Unterbruck seine Hauptversammlung auch am Sonntag als Open-Air-Veranstaltung ab. Die Mitglieder lauschten im Biergarten den Ausführungen von Vereinschef Andreas Klein.
Wie bereits im Jahr 2020 hielt der FCA Unterbruck seine Hauptversammlung auch am Sonntag als Open-Air-Veranstaltung ab. Die Mitglieder lauschten im Biergarten den Ausführungen von Vereinschef Andreas Klein. – Foto: Bauer

FCA Unterbruck: Finanziell gesund und fußballerisch erfolgreich

2022 ist der Verein praktisch schuldenfrei

Der FCA Unterbruck kann trotz der Corona Pandemie auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken. Sowohl finanziell als sportlich ist der Verein gut aufgestellt.

Unterbruck – Das Versprechen war eine Versammlung, die weniger als 70 Minuten lang dauert. Und das konnte Andreas Klein, der Vorsitzende des FCA Unterbruck, am Sonntag ganz locker einhalten: Nach eineinhalb Jahren Corona gab es sportlich nur teilweise etwas zu berichten. Dafür präsentierte die Vorstandschaft den Mitgliedern einen gesunden und gut aufgestellten Verein, an dem die Pandemie jedoch auch nicht spurlos vorbeigegangen ist.

FCA Unterbruck 2022 nahezu schuldenfrei - Ziel ist eine neue Halle auf dem Sportgelände

Derzeit hat der FCA Unterbruck 773 Mitglieder, von denen rund 300 Kinder und Jugendliche sind. Eine Folge von Corona ist eine Abwandlung der jedes Jahr üblichen Fluktuation: Der Verein verzeichnete eine normale Anzahl an Austritten, aber auf der anderen Seite gab es ohne laufenden Sportbetrieb keine Neueintritte. Angesichts der Rückkehr zur Normalität hofft der Club nun wieder auf einen Zuwachs in der Statistik.

Finanziell ist beim FCA Unterbruck alles im grünen Bereich. Schatzmeister Christian Kislinger berichtete den Mitgliedern, dass man auch in der Pandemie weiter planmäßig Darlehen abbezahlt habe und der Verein 2022 praktisch schuldenfrei sei. Das ist die Basis für die kommenden Jahre, in denen der Verein mit dem Bau einer Halle auf dem Sportgelände seinen größten Traum angehen will.

Während des Corona-Lockdowns gab es ziemliche Aufregung, als die Skateranlage auf dem Sportgelände zum Ersatz für den Jugendtreff mutierte. Immer wieder fuhren Autos durch das Areal – darauf musste man reagieren. Die erste Maßnahme war eine Schranke, die das Problem allerdings nicht löste. Vorsitzender Andreas Klein betonte, dass man mit der Inbetriebnahme eines Kamerasystems das Thema nun doch in den Griff bekommen habe. Außerdem machte der FCA-Chef deutlich, dass man das Vereinsgelände auch um einen Fitnessparcours erweitern wolle. Die Vorstandschaft sei nun zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Fläche zwischen den Stockschützenbahnen und der Skateranlage ideal dafür sei.

FCA Unterbruck: Fußballer müssen Aufstiege zu Hause feiern - Auch Frauen steigen auf

Fast schon tragisch ist der Umstand, dass die FCA-Fußballer ihr erfolgreichstes Jahr seit Jahrzehnten haben und das nicht einmal feiern konnten: Sowohl die Männer als auch die Frauen sind aufgestiegen. „Unsere Erste Herrenmannschaft war jetzt gefühlte zwei Jahre Tabellenführer in der A-Klasse 5“, sagte Abteilungsleiter Christian Stanglmeir. Er zeigte sich froh, dass man für die Leistungen in der angebrochenen Saison 2019/21 mit dem Aufstieg und der ersten Meisterschaft seit 1992 belohnt wurde.

Eine besondere Ehrung in Form eines Trikots wurde der Torjägerin vom Dienst, Lena Zaindl, zuteil: Ihre 24 Saisontreffer, die sie in der Kreisklasse erzielte, klingen vielleicht nicht so spektakulär – aber sie brauchte dafür gerade einmal zehn Spiele. Abteilungsleiter Stanglmeir stellte dazu einen Quervergleich mit dem Bundesliga-Rekord von Robert Lewandowski und dessen 41 Treffern auf: „Die Torquote von Lena läge hochgerechnet auf 34 Spiele bei 84 Toren.“

Ein Thema gab es am Sonntag noch: Zweiter Vorsitzender Thomas Rusp stellte anlässlich der Jahreshauptversammlung den Antrag, einen Passus der Vereinssatzung zu streichen. Hintergrund: Die Statuten des FCA schreiben vor, dass man die Jahreshauptversammlung im ersten Quartal des Jahres abhalten muss. Diese Vorgabe wurde nun angesichts der Corona-Pandemie getilgt, um auf nicht vorhersehbare Entwicklungen und Regelungen reagieren zu können. Mit dem Mitgliederbeschluss kann der Verein nun ganzjährig diese Zusammenkunft ansetzen. (Nico Bauer)

Ein Trikot für die Tormaschine: Lena Zaindl erzielte in der Kreisklasse 24 Treffer in nur zehn Spielen – sehr zur Freude von Trainer Norbert Mößmer (M.) und Fußball-Abteilungsleiter Christian Stanglmeir.
Ein Trikot für die Tormaschine: Lena Zaindl erzielte in der Kreisklasse 24 Treffer in nur zehn Spielen – sehr zur Freude von Trainer Norbert Mößmer (M.) und Fußball-Abteilungsleiter Christian Stanglmeir. – Foto: Bauer

Aufrufe: 023.6.2021, 07:59 Uhr
Nico BauerAutor

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