Ambitionierte Truppe: Die Fußballer des FCA Unterbruck haben in der Spielzeit 2019/21 von ihren 16 A-Klassen-Matches 13 gewonnen und nur einmal verloren. Zur neuen Saison wird sich die Mannschaft nun deutlich verjüngen.
Ambitionierte Truppe: Die Fußballer des FCA Unterbruck haben in der Spielzeit 2019/21 von ihren 16 A-Klassen-Matches 13 gewonnen und nur einmal verloren. Zur neuen Saison wird sich die Mannschaft nun deutlich verjüngen. – Foto: Christian Riedel

FC Ampertal Unterbruck: Nach dem Aufstieg ist vor dem Klassenerhalt

Klassenerhalt in der Kreisklasse ist das große Ziel

Der FCA Unterbruck darf dank der Quotientenregelung als Meister mit deutlichem Abstand aufsteigen. Die Vorbereitungen auf die neue Saison laufen auf Hochtouren.

Unterbruck – Die Fußball-Saison 2019/21 wird definitiv abgebrochen, die Tabellen werden nach der Quotientenregelung gewertet. Damit ist klar: Der FCA Unterbruck wird als Meister der A-Klasse 5 in die Kreisklasse aufsteigen. Dort steht der Mannschaft von Trainer Alfons Deutinger jedoch ein gewaltiger Umbruch bevor, sodass der Klassenerhalt für die ambitionierten Ampertaler das große Ziel in der kommenden Runde sein wird.

FCA Unterbruck-Trainer Alfons Deutinger fehlt „das richtige Aufstiegsgefühl“

„Natürlich freue ich mich sehr, dass der Aufstieg in die Kreisklasse nun Realität ist“, sagt Coach Alfons Deutinger. „Es wäre auch extrem bitter und unfair gewesen, wenn diese Spielzeit annulliert worden wäre und wir nach dieser starken Saison mit nur einer Niederlage in knapp zwei Jahren nicht hätten aufsteigen dürfen.“ Wie ein richtiger Aufstieg fühle es sich jedoch trotzdem nicht an, meint der 33-jährige Spielertrainer der Unterbrucker: „Es ist sehr schade, dass dieses schöne Erlebnis mit den anschließenden Feierlichkeiten nach dem Abpfiff auf dem Platz wegfällt. Unsere letzte Partie war vor sechs Monaten. Das richtige Aufstiegsgefühl fehlt ein wenig.“ Gänzlich ohne Fete soll dieser Erfolg des FCA aber dann doch nicht abgenickt werden: Sofern es die Maßnahmen und Regelungen zulassen, soll es eine kleine Aufstiegsfeier im Rahmen des alljährlichen Vereinssommerfests im Juli geben.

Die Unterbrucker haben die Runde in der A-Klasse 5 dominiert, sind glasklarer Tabellenführer und steigen damit auch absolut verdient in die Kreisklasse auf. Dort wird im ersten Jahr das einzige Ziel der Klassenerhalt sein – zumal ein großer Umbruch zur neuen Saison ansteht. „Unsere Mannschaft wird sich deutlich verjüngen“, erläutert Deutinger. „All unsere verdienten Spieler über 30 wollen im Sommer ihre fußballerische Karriere beenden. Das betrifft Christian Becker, Christoph Feller, Daniel Nefzger und auch mich. Das allerletzte Wort ist hier zwar noch nicht gesprochen, aber wir alle möchten künftig kürzertreten.“

FCA Unterbruck mit Zuversicht für die kommende Saison - „Aus der Jugend kommen sehr vielversprechende Spieler“

Als Trainer wird Deutinger zusammen mit seinem „Co“ Markus Zacherl aber weitermachen und damit die Unterbrucker Verjüngungskur noch mindestens für ein weiteres Jahr begleiten. „Aus der Jugend kommen vier sehr vielversprechende Spieler heraus, die uns in der Ersten gut weiterhelfen können. Sollten alle über 30 aufhören, gibt’s in unserem Stammkader nur noch drei oder vier Akteure, die älter als 21 sind.“

Trotz des Wegfalls von tragenden Säulen im Team und der neuen, blutjungen und unerfahrenen Truppe traut Deutinger seinem Team den Klassenerhalt zu: „Die Jungs haben allesamt einen tollen Charakter und verstehen sich auch außerhalb des Platzes sehr gut. Das ist eine sehr positive Dynamik. Ich denke, dass der Zusammenhalt die Mannschaft stark macht und der Klassenerhalt realistisch ist. Der langfristige Plan in Unterbruck ist es, sich in der Kreisklasse zu etablieren und die Jungen an das Herren-Niveau zu gewöhnen, um dann in einigen Jahren weiter oben mitzuspielen und weiter aufzusteigen.“

FCA Unterbruck: Deutinger hofft auf zeitnahe Rückkehr auf den Rasen

Wie es in den kommenden Wochen weitergeht, ist wegen der Corona-Pandemie noch unklar. Deutinger erwartet eine Rückkehr auf den Platz – auch für die Erwachsenenteams – frühestens nach Pfingsten. „Unsere Jugendmannschaften sind jetzt schon wieder im Rahmen der Möglichkeiten auf dem Feld. Ich denke, nach Pfingsten werden auch wir eventuell wieder auf den Platz dürfen. Ich würde mich sehr freuen, wenn wir den Jungs im ersten Schritt ein lockeres Training anbieten könnten – allein, damit man sich endlich einmal wieder sieht.“

(Sebastian Dobler)

Aufrufe: 11.5.2021, 09:32 Uhr
Freisinger Tagblatt / Sebastian DoblerAutor

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