
Normalweise steht auf dem Sportgelände des ASV Haselmühl Kreisliga-Fußball auf der Tagesordnung. Kommenden Samstag ändert sich das. Da wird im Kümmersbrucker Gemeindeteil Spitzenfußball aus der Bezirksliga geboten sein. Tabellenführer FC Amberg hat sein Heimspiel in der Bezirksliga Nord gegen den ärgsten Verfolger SV Hahnbach nämlich nach Haselmühl verlegt. Im heimischen Stadion am Schanzl kann der FCA wegen laufender Baumaßnahmen gegenwärtig nicht spielen. Zugleich wurde die Begegnung auch terminlich verlegt – von Freitagabend auf Samstagnachmittag (15 Uhr).
Warum ausgerechnet der Sportplatz in Haselmühl für die Austragung dieses Spitzenspiels herhält, dafür führt Ambergs sportlicher Leiter Roman Reinhardt zwei Punkte an: „Einmal ist es von der Fahrstrecke nicht weit weg. Der Haselmühler Sportplatz ist nur drei Kilometer und fünf Minuten von uns entfernt. Zum anderen haben sie eine größere Steintribüne, die passend ist, um mehr Zuschauer empfangen zu können“, erklärt der Funktionär. „Der ASV spielt am Samstag selbst nicht und wir haben ein ordentliches Verhältnis mit dem Verein. Wir sind ganz froh, dass das funktioniert hat.“ Der Umzug nach Haselmühl bleibt wohl einmalig. Denn die letzten drei Heimspiele der Saison möchte der FC Amberg dann gern wieder im Stadion austragen. „Wir werden versuchen, einen passenden Rahmen für die letzten drei Heimspiele zu schaffen. Die Jungs haben es sich verdient, die Saison im Stadion beenden zu können. Dafür werden wir alles tun und es schaut auch gut aus, dass es klappt.“
Sportlich könnte der FCA am Samstag wohl schon für die Entscheidung im Meisterschaftskampf sorgen. Mit einem Sieg würde er den Zweiten SV Hahnbach auf zehn Punkte distanzieren – bei dann noch vier ausstehenden Spielen. „Für uns ist es 'das' Spiel der Saison. Wenn wir es gewinnen, wäre es eine kleine Vorentscheidung. Sollten wir das Spiel wiederum verlieren, wäre alles wieder absolut offen“, sagt Reinhardt, der seinen Hut vor den Hahnbachern zieht: „Man muss ihnen Respekt zollen, dass sie auch nach dem Winter so gut gepunktet haben. Die jüngsten beiden Ausrutscher sind vielleicht auch der dünneren Personaldecke geschuldet. Ansonsten spielen sie eine überragende Saison. Wir selbst sind stockheiß auf das Spiel und personell sind fast alle Mann dabei. Wir nutzen die Trainingswoche, um uns gut vorbereiten. Am Samstag werden wir alles reinlegen, um die drei Punkte zu holen – und da ist es letztlich egal, ob wir in Haselmühl oder sonst wo spielen. Der Platz ist super in Schuss und dem Gegner geht es ja nicht anders als uns.“