2025-12-03T05:51:34.672Z

Ligavorschau
Aufs Highlight gegen die Münchner Löwen folgt der Ligaalltag für Spielertrainer Friedrich Lieder und den FC Amberg.
Aufs Highlight gegen die Münchner Löwen folgt der Ligaalltag für Spielertrainer Friedrich Lieder und den FC Amberg. – Foto: Florian Würthele

FC Amberg vor schwerem Gang – Holt Tännesberg Big Points?

Bezirksliga Nord, 15. Spieltag: Raindorf muss sich gegen formstarke Ostler beweisen +++ Schlicht erwartet Weiden II +++ Furth im Wald strebt gegen Pfreimd den Turnaround an

Hinrunden-Abschluss in der Bezirksliga Nord! Aufgedröselt ist Spieltag Nummer 14 in jeweils vier Begegnungen am Samstag und Sonntag. Knifflige Aufgaben haben die Spitzenteams zu lösen. Tabellenführer FC Amberg kehrt nach dem Highlightspiel gegen 1860 München in den Ligaalltag zurück, steht bei der SpVgg Vohenstrauß vor einer hohen Auswärtshürde. Tags darauf empfängt der Rangzweite FC Raindorf den Fünften FC Weiden-Ost und der SV Hahnbach die offensivstarke DJK Arnschwang. Um sogenannte Big Points gegen den Abstieg geht's im Duell Tännesberg gegen Inter Amberg. Tabellen-Nachzügler SpVgg Schirmitz unternimmt daheim gegen die SF Upo den nächsten Anlauf für den ersten Saisonsieg.

Samstag


Sieg und Niederlage wechselten sich zuletzt ab bei der SpVgg SV Weiden II (4., 25). Ein Aufschließen an die Aufstiegsplätze war damit nicht möglich. Gern würde man wieder mehr Konstanz in die Ergebnisse bringen, vielleicht ja mal eine kleine Siegesserie starten. Den nächsten Gegner 1.FC Schlicht (9., 20) hatte SpVgg-Trainer Josef Rodler letzten Freitag unter die Lupe genommen – und dürfte natürlich seine Schlüsse gezogen haben. Die Gastgeber fanden am Sonntag mit einem 4:1-Erfolg bei Inter Amberg in die Spur zurück und möchten vor heimischem Publikum nachlegen. Allerdings fehlt Defensivmann Lucas Schmutzer wegen einer Rote Karte.


Trotz einer ergebnistechnischen Talsohle, bleiben die Drachenstädter optimistisch: „Wenn es uns gelingen würde, uns nicht selbst im Weg zu stehen, könnten wir eine deutlich bessere Rolle in der Liga spielen. Aber wir nehmen die Situation an wie sie ist und lassen weiterhin alles auf dem Platz – irgendwann zwingen wir das Spielglück wieder auf unsere Seite“, diese Worte fand Coach Alois Stoiber nach der jüngsten, bitteren Auswärtsniederlage in Weiden. Die nächsten Wochen werden zeigen, wie gut oder schlecht die Ausgangslage des FC Furth im Wald (15., 11) fürs Frühjahr sein wird. Klappt's am Samstag im Heimspiel gegen die SpVgg Pfreimd (6., 23) mit dem ersehnten Turnaround? Da haben natürlich die Gäste was dagegen. Sie möchten ihrerseits die 1:4-Heimpleite gegen Hahnbach wiedergutmachen.


Ein wahres Wechselbad der Gefühle erlebte der Vohenstraußer Anhang in der Englischen Woche. Zunächst wurde der Tabellenführer aus Raindorf im Auswärtsspiel gestürzt, dann Weiden-Ost mit 7:1 nach Hause geschickt. Final sorgte ein Platzverweis in Wernberg für ein böses Erwachsen. Es setzte eine 3:7-Klatsche. Zum Abschluss der Vorrunde wartet noch ein echtes Highlight auf die SpVgg (8., 23). Mit dem FC Amberg (1., 31) gastiert der neue Spitzenreiter und Aufstiegskandidat im Sportzentrum. SpVgg-Trainer Martin Schuster blickt so auf die schwierige Aufgabe: „Wir haben das Spiel in Wernberg ausführlich analysiert. Ein Auftritt wie in der zweiten Hälfte darf sich nicht mehr wiederholen, da haben wir uns aufgegeben. Wir wollen unseren Anhängern ein gutes Spiel zeigen. Auch wenn Amberg über viel Qualität verfügt und der Top-Aufstiegskandidat ist, wollen wir Paroli bieten und vertrauen auf unsere Stärken, mit denen wir jedem Gegner in der Liga das Leben schwer machen können. Allerdings müssen wir uns darauf wieder besinnen und diszipliniert auftreten.“ Nicht zuletzt weil die Amberger seit sechs Spielen ohne Punktverlust sind, liegt die Favoritenrolle bei den Gästen. Das Lieder-/Zitzmann-Gespann muss den Hebel finden, nach dem Highlightspiel gegen 1860 München (1:11) sofort wieder auf Ligamodus umzuschalten. (mwr)


Längst zum Siegen verdammt ist die SpVgg Schirmitz (16., 1). Der Newcomer wartet immer noch aufs erste Erfolgserlebnis in Form von drei Punkten. Sechs Gelegenheiten bieten sich in diesem Jahr noch. Vielleicht klappt es mit dem „Dosenöffner“ ja gegen den Mitaufsteiger SF Ursulapoppenricht (10., 19)? Anders als Schirmitz, hat sich Upo schon gut in der Liga akklimatisiert. Allerdings gingen die vergangenen drei Matches gegen die Cham-Delegation Chambtal, Arnschwang und Raindorf allesamt verloren. Aus diesem kleinen Tief will sich die Seitz-Crew am Samstag wieder befreien.


Sonntag


Ein hart erarbeiteter Derbysieg bei Chambtal, drei weitere Zähler in Upo – der FC Raindorf (2., 30) hielt sich am Doppelspieltag schadlos. Und sitzt so dem Spitzenreiter weiter tief im Nacken. Raindorfs kommende Aufgaben haben es in sich. Hier wird sich zeigen, ob die Mannschaft von Karl-Heinz Pittoni tatsächlich das Zeug hat für einen möglichen Titelgewinn. Zunächst reist der fünftplatzierte FC Weiden-Ost (24) an. Eine schwere Aufgabe für den Tabellenzweiten: Die Ostler konnten vier der letzten fünf Spiele gewinnen. Einen Ausreißer gab es in Form der bösen 1:7-Klatsche in Vohenstrauß am vergangenen Donnerstag.


Irgendwie außer Tritt gekommen ist der TSV Tännesberg (12., 15). Lediglich zwei Punkte konnten aus den letzten sechs Partien eingefahren werden – viel zu wenig. Als Konsequenz ist die Abstiegszone bedrohlich nah herangerückt. Umso wichtiger wäre jetzt ein Heimdreier gegen den Tabellennachbarn SV Inter Bergsteig Amberg (13., 14). Dieser verpasste zuletzt ebenfalls „Big Points“ und steht nicht minder unter Zugzwang. Wer behält in diesem Sechs-Punkte-Spiel die besseren Nerven?


Das Mini-Tief mit zwei Niederlagen hintereinander hat der SV Hahnbach (3., 29) auf beeindruckende Art und Weise ausmerzen können. In der Englischen Woche wurden neun von neun Punkten eingespielt. Besser geht es nicht. Gut gelaunt geht Hahnbach ins kommende Heimmatch. Mit der DJK Arnschwang (11., 16) reist ein Team an, das ebenfalls Selbstvertrauen tanken konnte. Zwei Siege und neun Tore gelangen den Hartl-Jungs am zurückliegenden Wochenende. Torjäger Lukas Riedl scheint auch wieder Fahrt aufzunehmen, traf er doch beim 5:0 gegen Schirmitz dreimal. Für die Hausherren heißt das: volle Konzentration zeigen und sich keine Fehler im Aufbauspiel erlauben.


„In den letzten Wochen haben wir konstant Punkte geholt und uns stabilisiert, auch wenn immer wieder der ein oder andere Ausfall zu beklagen war und ist“, beschreibt Bastian Lobinger die aktuelle Lage beim FC Wernberg (7., 23). Beim jüngsten 7:3-Triumph über Vohenstrauß habe man die Gegentore viel zu einfach bekommen; diese Unsicherheiten gelte es abzustellen. „Das Drehen des Spiels in der zweiten Halbzeit war hochverdient und diese offensive Wucht wollen wir auch am Sonntag an dem Tag legen. Diese Konstanz in unseren Ergebnissen gilt es fortzuführen und drei Punkte zu holen.“ Für Lobingers Mannen geht's ins Chamer Gau zur SG Chambtal (14., 13). Der Aufsteiger steckt unten drin und ging am Doppelspieltag leer aus. Demzufolge steht er unter Zugzwang und will auf heimischem Geläuf unbedingt punkten.

Aufrufe: 010.10.2025, 09:30 Uhr
Florian WürtheleAutor