2026-04-10T07:15:08.667Z

Ligavorschau

FC Amberg gewinnt kampflos – Schirmitz abgestiegen – Zwei Topspiele

Bezirksliga Nord, 25. Spieltag: Tüten Tännesberg und Weiden-Ost den Klassenerhalt ein? +++ Arnschwang erwartet Inter Amberg zum Kellerduell

von Florian Würthele · Heute, 11:23 Uhr · 0 Leser
Die SG Chambtal (in Schwarz) steht im Abstiegskampf massiv unter Druck.
Die SG Chambtal (in Schwarz) steht im Abstiegskampf massiv unter Druck. – Foto: Josef Trummer

Kurzfristige Spielabsage in der Bezirksliga Nord: Schlusslicht SpVgg Schirmitz tritt zum Gastspiel beim FC Amberg am heutigen Freitagabend nicht an. Grund dafür ist die höchst angespannte Personalsituation bei den Gästen, die nun auch eine Krankheitswelle erwischt hat. Die Partie wird nicht nachgeholt, wie Ambergs Sportchef Roman Reinhardt informiert, und der Tabellenführer wird die Punkte am grünen Tisch gutgeschrieben bekommen. Damit ist zugleich der Schirmitzer Abstieg in die Kreisliga, welcher ohnehin längst klar ist, auch rechnerisch besiegelt.

Ambergs Verfolger SV Hahnbach wird am Sonntag hart gefordert sein. Gegen den Tabellenvierten FC Wernberg genießt er Heimrecht. Zu einem weiteren Top-Duell kommt es zwischen dem Rangsechsten SpVgg Pfreimd und dem Dritten SpVgg SV Weiden II. Im Abstiegskampf steht insbesondere das Direktduell DJK Arnschwang gegen Inter Bergsteig Amberg am Sonntag im Fokus.

Freitag


Hinspiel: 7:1. Auf ungewohntem Terrain ist Spitzenreiter FC Amberg (57) heute Abend unterwegs. Vom Stadion am Schanzl muss er auf den gegenüberliegenden, ehemaligen Fußballplatz des TV Amberg ausweichen. Der Grund: Gegenwärtig wird im Stadion die Laufbahn komplett erneuert. Einen Meter hinter der Auslinie folgt ein Graben, weshalb das Verletzungsrisiko für die Spieler zu hoch wäre. Dem Spielfeld-Wechsel zum Trotz, wollen die Amberger die Pflichtaufgabe gegen den künftigen Kreisligisten SpVgg Schirmitz (16., 1) souverän lösen. Alles andere als ein klarer FCA-Sieg käme einer faustdicken Überraschung gleich. Sollten die Gäste das Spiel wie erwartet nicht gewinnen, ist der Abstieg auch rechnerisch besiegelt.

Samstag


Hinspiel: 1:4. Gut in Schuss präsentiert sich derzeit der FC Furth im Wald (12., 28). Und das trotz eines aktuell sehr dünnen Kaders. Sieben Punkte haben die Drachenstädter aus den letzten drei Partien gezogen – und sich damit in eine gute Situation manövriert im Kampf um den direkten Klassenerhalt. Nach dem verdienten Derbysieg in Raindorf genießt der FCF am Samstag wieder Heimrecht. Es reist der FC Weiden-Ost (8., 34) an, der mit einem Dreier endgültig einen Haken hinter das Thema Ligaerhalt setzen könnte. So einseitig wie im Hinspiel dürfte es diesmal sicherlich nicht laufen...



Sonntag


Hinspiel: 0:4. Licht und Schatten brachte der Oster-Doppelspieltag des FC Raindorf (5., 43) zutage. Auf die schwache Darbietung im Derby gegen Furth im Wald (1:3) folgte eine deutliche Leistungssteigerung am Ostermontag. Dafür belohnte sich die Pittoni-Truppe mit einem 2:1-Heimsieg gegen Pfreimd – und das trotz langer Unterzahl. Stürmer Lukas Schleich sah die Rote Karte und wird dem Team in Schlicht fehlen. Der heimische 1. FCS (10., 33) ist dem Klassenerhalt durch den jüngsten Auswärtsdreier bei der SG Chambtal eine ganze Ecke näher gekommen. Nun wollen die Grün-Weißen den Sack zuschnüren. Ergo gehen beide Teams mit Rückenwind ins Spiel.


Hinspiel: 0:4. Zweiter gegen Vierter: Das Topspiel des 25. Spieltags steigt in Hahnbach, wo der SVH (2., 53) den FC Wernberg (4., 44) begrüßt. Die Platzherren kamen am Ostermontag beim Derby in Upo nicht über ein 1:1-Remis hinaus. Doppelt schmerzhaft: In der Partie musste Hahnbachs Trainerteam mit Nick Hartmann, Simon Ströhl und Michael Hefner gleich drei Stammkräfte verletzungsbedingt hinausnehmen. Der Druck im Titelrennen wächst. Die Generalprobe vorm Gipfeltreffen gegen den FC Amberg nächste Woche wollen die Hahnbacher unbedingt gewinnen. Allerdings wartet mit Wernberg eine richtig eklige Aufgabe. „Wir freuen uns auf das Spiel und können ohne großen Druck nach Hahnbach fahren. In den letzten beiden Wochen haben wir uns etwas schwergetan, auch weil einige Spieler verletzt oder angeschlagen waren. Gegen Hahnbach müssen wie unsere Chancenverwertung verbessern. Das war bereits in Arnschwang unser Manko, und auch letzte Woche haben wir es verpasst, das Spiel frühzeitig zu entscheiden. Wenn wir vor dem Tor konsequenter sind, bin ich überzeugt, dass wir dort dreifach punkten können“, lässt Wernbergs Spielertrainer Bastian Lobinger vorab verlauten.


Hinspiel: 1:0. Die SpVgg Pfreimd (6., 41) hat ein schwieriges Programm hinter sich und heimste aus den letzten vier Matches nur drei Zähler ein. Coach Mike Hartlich hofft darauf, dass seine Schützlinge wieder mehr Konstanz und Stabilität in ihre Spiele bringen: „Mit der SpVgg SV Weiden II kommt eine der spielstärksten Mannschaft der Liga zu uns. Wir werden versuchen dagegenzuhalten und wollen die drei Punkte in Pfreimd behalten“, blickt Hartlich auf die nächste schwere Aufgabe. Die Kicker vom Wasserwerk haben sich als Rangdritter (47) noch nicht ganz aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet, dürfen sich aber keinen Ausrutscher mehr erlauben. „Es wird wieder darauf ankommen, dass alle Spieler Vollgas geben und dass man bei jedem spürt, dass er unbedingt das Spiel gewinnen will“, lautet die Forderung von SpVgg-Trainer Josef Rodler, der die Pfreimder Mannschaft als „kompakt und aggressiv“ bezeichnet.


Hinspiel: 1:2. Vier Siege aus fünf Spielen: Der TSV Tännesberg (9., 34) ist glänzend aus der Winterpause gekommen. Der Start des neuen Trainers Ibrahim Devrilen darf als geglückt bezeichnet werden. Devrilen sah am Montag einen souveränen Heimerfolg gegen Arnschwang. Dieser soll nun beim nächsten Auftritt vor eigenem Publikum „vergoldet“. Mit der SG Chambtal (15., 18) schaut eine Mannschaft an der Landkreisgrenze vorbei, die tief im Abstiegssumpf steckt und nach jetzigem Stand sogar direkt absteigen müsste. Der Druck lastet also eindeutig auf den Schultern der seit vier Spielen sieglosen Gäste.


Hinspiel: 2:6. Im miefigen Tabellenkeller steigt ein Direktduell: Die DJK Arnschwang (13., 24) hat Tabellennachbar SV Inter Bergsteig (14., 21) zu Gast und will sich an den Ambergern für die herbe Hinspielschlappe revanchieren. Sechs Gegentore fing sich die DJK im ersten Saisonduell. Entsprechend wird Coach Erich Hartl seinen Spielern einbläuen, die Fehler im Aufbau tunlichst zu vermeiden. Wobei der Inter in Sachen Gegentore sogar noch deutlich schlechter dasteht. Klar ist: Eine Niederlage kann sich niemand erlauben. „In Arnschwang müssen wir zusehen, dass wir unsere Punkte holen. Das wäre ganz wichtig, um das rettende Ufer nicht aus den Augen zu verlieren“, stellt Gästetrainer Markus Kipry die Wichtigkeit dieser Partie heraus.


Hinspiel: 6:4. Ein Zehn-Tore-Spektakel mit mehrfachem Führungswechsel bekamen die Zuschauer im Hinrundenduell zwischen Vohenstrauß und Upo aufgetischt. Wird es diesmal ähnlich spektakulär? Bei der SpVgg (7., 39) wurde unter der Woche bekannt, dass Martin Schuster sein Traineramt am Saisonende abgeben wird. In den verbleibenden Wochen mit der Mannschaft möchte der Tscheche noch so viele Punkte wie möglich ergattern. Der Klassenerhalt ist seit Ostern quasi fix. Davon können die Sportfreunde Upo (11., 30) bisher nur träumen. Sie benötigen noch einige Sicherungspunkte, um den Ligaverbleib in trockene Tücher zu wickeln. Heißt im Klartext: Auf heimischem Terrain will die Scheler-Bande unbedingt punkten.