FC Amberg gewinnt das Spitzenspiel – Hahnbach hadert
Bezirksliga Nord, der Samstag: Blitz-Tor, Zehn-Minute-Strafe und strittige Elfmeter-Entscheidung als Schlüsselszenen des Gipfeltreffens +++ Vohenstrauß und Tännesberg fixieren Klassenerhalt +++ Inter Amberg lässt nichts anbrennen
von Florian Würthele · Heute, 17:47 Uhr · 0 Leser
Schlüsselszene nach gerade mal 60 Sekunden: Hahnbachs Keeper Patrick Stiegler verletzte sich in dieser Szene am Knie und musste ausgewechselt werden. Parallel erzielte der FC Amberg das Blitz-Führungstor. – Foto: Florian WürtheleFür den FC Amberg steht das Tor zur Landesliga jetzt sperrangelweit offen! Ein einziger Sieg fehlt den Kickern aus dem Vilstal noch, um die Meisterschaft in der Bezirksliga Nord perfekt zu machen. Der Tabellenführer entschied am Samstag das heißerwartete Spitzenspiel gegen Verfolger SV Hahnbach mit 2:1 (2:1) für sich. 350 Zuschauer auf dem schmucken Sportgelände des ASV Haselmühl sahen einen typischen Abnutzungskampf, in dem die Hahnbacher Mannschaft spielerisch sogar gewisse Vorteile hatte.
Die Schlüsselszenen sollten alle im ersten Durchgang vonstatten gehen. Einmal das blitzschnelle Führungstor des FCA inklusive einer Knieverletzung des Hahnbacher Torwart. Da war gerade mal eine Minute gespielt. Zum Zweiten eine Zehn-Minuten-Strafe an Ambergs Torschützen Marco Helleder. Und dann die erneute Amberger Führung kurz vor der Pause durch eine strittige Elfmeter-Entscheidung.
In der Zwischenzeit haben zwei Teams den Klassenerhalt endgültig fixiert. Die SpVgg Vohenstrauß und der TSV Tännesberg landeten bei der SG Chambtal bzw. in Raindorf knappe Auswärtssiege – und können nicht mehr in die Abstiegszone rutschen. Im Rennen um den direkten Ligaerhalt bleibt der SV Inter Bergsteig. Die Amberger feierten gegen Absteiger SpVgg Schirmitz einen ungefährdeten 5:0-Heimsieg. Keine Tore und entsprechend keinen Sieger sah das Duell Weiden-Ost gegen Schlicht.
Mario Zitzmann (Spielertrainer FC Amberg): „Ein sehr schwieriges Spiel. Wir kamen gut rein und machten nach einer Unstimmigkeit in der gegnerischen Abwehr gleich das Tor. Leider Gottes haben wir uns dann durch eine Zehn-Minute-Strafe selbst geschwächt. Zwar wir uns zurückgekämpft, spielerisch war es heute aber kein gutes Spiel von uns. Dafür war die Defensivleistung gut: Wir standen wir kompakt und ließen wenig zu – in der zweiten Halbzeit so gut wie gar nichts mehr. Im Spiel mit dem Ball haben wir aber noch viel Luft nach oben.“
Bastian Freisinger (Spielertrainer SV Hahnbach): „In puncto Torchancen hätte Amberg in der ersten Halbzeit vielleicht noch ein zweites und drittes Tor machen können. Über die 90 Minuten waren wir aber, was das Spiel mit dem Ball angeht, die aktivere und bessere Mannschaft. Für uns ist es bitter. Entscheidend war für mich auch die Zehn-Minute-Strafe. Das war ein Freifahrtschein für Amberg. Sie wechselten den Spieler nach den zehn Minuten direkt aus. Der Schiedsrichter sagte in der Halbzeit, er wolle das Spiel nicht selbst in der ersten Halbzeit entscheiden und gebe dem Spieler deshalb die zehn Minuten. Es war kein überhartes Foul, das ist eine gelbe Karte, damit entkräftet er eigentlich die Regeln. Das ist für ein Wahnsinn und irgendwo lächerlich.“
Philipp Siegert (Trainer FC Weiden-Ost): „Am Ende ein gerechtes Unentschieden. Das Spiel sah wenige Torraumszenen. Jedes Team hatte seine zwei, drei Chancen und diese nicht genutzt. Immer wenn man meinte, das Pendel geht vielleicht in die eine Richtung, schlug es wieder in die andere Richtung aus.“
Markus Kipry (Trainer SV Inter Bergsteig Amberg): „Ein sehr nervöser Beginn. Man hat bei uns gemerkt, dass es um was geht. Nach einem schöner Freistoßvariante erzielten wir kurz vor der Pause das 1:0, was uns so ein bisschen Sicherheit gegeben hat. Ein schwerer Torwartfehler begünstigte unser zweites Tor. Ab da war Sicherheit da im gesamten Spiel. Letztendlich haben wir – auch in dieser Höhe – verdient gewonnen. Hätten wir es konsequent zu Ende gespielt, hätten wir sogar das ein oder andere Tor mehr schießen können.“
Karl-Heinz Pittoni (Trainer FC Raindorf): „Eine ganz unglückliche Niederlage. In der Anfangsphase haben wir zwei dumme Tore gefangen. Ab dann war es ein Spiel auf ein Tor. Nach dem Ausgleich haben wir auf Sieg gespielt und hochkarätige Chancen ausgelassen. Mit dem einzigen Vorstoss hat Tännesberg das entscheidende Tor geschossen. Trotz der Niederlage ein Kompliment an meine Mannschaft, die Moral bewiesen hat.“
Martin Schuster (Trainer SpVgg Vohenstrauß): „Es hat sich bestätigt, dass Chambtal ein unangenehmer und zäher Gegner ist, der ohne Ende kämpft. Anhand der Anzahl von Torchancen war der Sieg für uns schon verdient – auch wenn wir bis zum Schluss zittern müssen. Unsere Kontersituationen in der zweiten Halbzeit hätten wir besser lösen müssen, um das Spiel frühzeitig zu entscheiden.“