Vergangene Woche gab es gegen den ASV Burglengenfeld noch einen Sieg.
Vergangene Woche gab es gegen den ASV Burglengenfeld noch einen Sieg. – Foto: Andreas Brückmann

FC Amberg kommt mit 1:6 unter die Räder

In der Landesliga Mitte setzte es für den FC Amberg beim ersten Auswärtsspiel in Niederbayern eine empfindliche Niederlage.

Die Begegnung gegen den TSV Bogen war für den FC Amberg im Grunde nach 23 Minuten verloren: „Weil die Mannschaft in den ersten 15 Minuten überhaupt keinen Zugriff gegen die schnellen und aggressiven Stürmer der Bogener gefunden hat“, stellte Ambergs Trainer Karl-Heinz Wagner nach dem Spiel fest.

Sein Kontrahent Manfred Stern jedoch sprach von einem „Feuerwerk seiner Mannschaft vor der Pause und einer Rehabilitation.“ Denn nach 45 Minuten führten die Niederbayern bereits mit 5:1.

Die Gastgeber wollten vor etwa 100 Besuchern im Stadion des TSV die Auftaktpleite gegen Seebach im ersten Heimspiel der Saison gut machen, „ein anderes Gesicht zeigen“, sagte Stern. Das gelang nachdrücklich. Die Amberger liebäugelten mit einem Punkt - und das gelang ganz und gar nicht. Der TSV Bogen begann mit unerhörtem Tempo und Schwung, während sich die Amberger Abwehr von dieser Wucht förmlich überrumpelt sahen. Schon beim ersten Angriff im ersten Auswärtsspiel der Landesliga-Saison musste Ambergs Keeper parieren, daraus resultierte der erste Eckstoß den Menacher per Kopfball im Netz versenkte.

Dann parierte Torwart Heisig mit Fußabwehr, Sabadus vollstreckte im Nachschuss. Kurz danach verwandelte Sabadus einen Nachschuss nach Pfostentreffer. Da waren gerade 23 Minuten gespielt. Amberg wurde völlig überrascht. Trainer Wagner hatte vor dem Spiel gefordert: „Vom Anpfiff an hellwach zu sein.“ Das schnelle Kombinationsspiel des TSV hatte diese Strategie schnell obsolet werden lassen. Dann gab es eine Doublette zum ersten Tor: Dieses Mal kam der Eckball von rechts, Kopfball Lukas Käufl und es stand 4:0.

Der FC Amberg steckte zumindest nicht auf, selbst dann nicht, als Daniel Bosser nach gut einer halben Stunde wegen einer Notbremse die Rote Karte sah. Über diese konnte man wirklich streiten. Der der FC Amberg wehrte sich weiter und kam besser ins Spiel. Nach 34 Minuten traf Maximilian Witzel aus der Drehung flach ins linke Eck zum 1:4. Das war reine Ergebniskosmetik, denn in der 38. Minute führte ein Abspielfehler zu einem ganz leichten Treffer durch Kraskov sogar noch zum 5:1.

Dem FC Amberg gebührt insofern Anerkennung als er mit zehn Spielern nach Seitenwechsel zumindest dagegenhielt und auch zwei ganz gute Tormöglichkeiten hatte. Freilich legte Bogen da bereits nicht mehr die Lebhaftigkeit an den Tag, die den TSV noch vor der Pause ausgezeichnet hatte. Dennoch gelang praktisch mit dem Abpfiff das 6:1, als Timo Seer von rechts flach ins linke Eck traf.

Aufrufe: 01.8.2021, 16:00 Uhr
Redaktion AmbergAutor

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