Rot-Weiß Hünsborn gewann das umkämpfte Derby gegen den FC Altenhof mit 2:0.  Fotos: juka/pm
Rot-Weiß Hünsborn gewann das umkämpfte Derby gegen den FC Altenhof mit 2:0. Fotos: juka/pm

Uebach-Dreierpack zum Derbysieg

Hünsborn schlägt Altenhof - Erndtebrück II gewinnt gegen Gerlingen - Berleburg verliert in Werdohl

SV Hohenlimburg - SV Hüsten 09 3:1
Der SV Hohenlimburg fuhr gegen den SV Hüsten den zweiten Sieg in Serie ein. Dabei hatte Bilal Yavuz die Gäste aus Hüsten nach 20 Minuten in Führung gebracht, dieser Stand hatte auch bis nach der Pause Bestand. Fünf Minuten nach Wiederanpffif sorgte Christian Antwi-Adjej vor gut 100 Zuschauern für den Ausgleich, bevor Vincenzo Porrello die Gastgeber in Front brachte. Den Deckel drauf mache Saffet Davulcu mit dem 3:1 in der Nachspielzeit.

Schiedsrichter: Martin Gratzla - Zuschauer: 100
Tore: 0:1 Bilal Yavuz (20.), 1:1 Christian Antwi-Adjej (50.), 2:1 Vincenzo Porrello (70.), 3:1 Saffet Davulcu (90.)


SV Rot-Weiß Hünsborn - FC Altenhof 3:2
Fünf Tore und drei Foulelfmeter - kurios war das Derby der Gemeinde Wenden, aber die spielerische Klasse, die für sehr gute Unterhaltung hätte sorgen können, fehlte. Am Ende siegte RW Hünsborn mit 3:2 (1:1)-Toren über den FC Altenhof. Ein Standardergebnis, das es im fünften Vergleich der beiden Kontrahenten in der Fußball-Landesliga bereits zum vierten Mal zu bestaunen gibt. Trotzdem erinnerte nichts an die jüngste Vergangenheit. Die Neuauflage des Katzensprung-Duells – die Distanz zwischen den Sportanlagen der beiden Clubs beträgt nur 4,8 Kilometer – schrieb die eigene Geschichte. Es war eine turbulente 90-minütige Handlung, in deren Mittelpunkt drei Foulelfmeter und ein Regisseur, der die Story maßgeblich beeinflusste, standen.

Foulelfmeter, Nummer eins: Der Altenhofer Jan-Georg Wycisk grätscht Dennis Ermin in die Beine – Strafstoß. Klare Angelegenheit. 1:0 durch Marius Uebach. Foulelfmeter, Nummer zwei: Der Hünsborner Kevin Becker grätscht Robin Wiesemann von hinten in die Beine – Strafstoß. Klare Angelegenheit. Becker sieht die gelbe Karte. Es hätte auch die rote sein können, wäre das Foul als Notbremse gewertet worden. Bastian Schildt verwandelt zum 1:1. Foulelfmeter, Nummer drei: Der Altenhofer Innenverteidiger Markus Schneider soll Dennis Ermin zu Fall gebracht haben – Strafstoß. Eine Fehlentscheidung! Marius Uebach verwandelt zum 2:2 (59.), nachdem Robin Wiesemann die Gäste in Führung gebracht hatte (48.). Die Volksseele kochte, zumindest die aus Altenhof. ,,Ich habe die Hände in der Luft und berühre ihn gar nicht“, beteuert Markus Schneider später. ,,Wenn man drei Leute gegen sich hat, geht man besser nach Hause“, ärgerte sich Frank Stahl, der Vorsitzende des FC Altenhof, den gewöhnlich nichts aus der Ruhe bringt.

Mit diesen Worten verließ er nach einer Stunde die Weber-Haus- Arena, kam aber einige Minuten später wieder. Björn Sauer, der Schiedsrichter aus Netphen, hatte in dieser Szene auf Strafstoß entschieden. Eine Entscheidung, die entscheidenden Einfluss auf den Ausgang der Partie hatte, denn zu diesem Zeitpunkt führten die Gäste und hatten die Gastgeber am Rande einer Niederlage. ,,Der Schiedsrichter hat das Ergebnis beeinflusst“, schimpfte auch der Altenhofer Interimstrainer Torsten Hauke. ,,Wir führen 2:1…“, sinnierte Frank Stahl nach dem Schlusspfiff und fügte, nachdem er tief Luft geholt und ausgeatmet hatte, an: ,,Das ist so bitter!“ In der Tat: Nach der ersten Halbzeit, in der die Gastgeber mehr vom Spiel hatten, ohne allerdings zu glänzen, traten die Gäste im zweiten Durchgang mutiger und gefährlicher auf. ,

,Wir haben uns selbst aus dem Rhythmus gebracht“, resümierte der Hünsborner Trainer Andreas Waffenschmidt, der nach der Pause erlebte, wie seine Mannschaft langsam aber sicher alle Vorteile verspielte. Bis Schiedsrichter Björn Sauer energisch eingriff. Das Desaster des FC Altenhof vervollständigten die Rot-Weißen mit dem Siegtreffer in der 85. Minute. Mit einem feinen und gefühlvollen Heber traf Marius Uebach zum 3:2. Drei Tore, davon zwei verwandelte Foulelfmeter, das Nachbarduell entwickelte sich zum Uebach-Festival. ,,Drei Tore – umso schöner ist das Derby“, strahlte der Stürmer, der sachlich festhielt: ,,Jetzt sind wir in der Spur.“ Immerhin dürfen die Hünsborner mit nunmehr vier Siegen in Folgen am heutigen Montag das Oktoberfest besuchen. Das große Zelt steht bereits hinter dem Gehäuse der Weber- Haus-Arena, in dem Marius Uebach den ersten Foulelf1meter versenkte. Der allerdings war berechtigt.

Schiedsrichter: Björn Sauer - Zuschauer: 250
Tore: 1:0 Marius Uebach (25. Foulelfmeter), 1:1 Bastian Schildt (45. Foulelfmeter), 1:2 Robin Wiesemann (49.), 2:2 Marius Uebach (60. Foulelfmeter), 3:2 Marius Uebach (85.)


RSV Meinerzhagen - SV Rot-Weiß Erlinghausen 5:0
Einen souveränen 5:0-Erfolg fuhr der RSV Meinerzhagen gegen Rot-Weiß Erlinghausen ein. Andreas Spais, Fisnik Zejnullahu und Ewald Platt (2) brachten den RSV bereits zur Pause mit 4:0 fast uneinholbar in Front. Den Schlussstrich unter die Partie zog nach Hakan Aktas eine gute Viertelstunde vor Schluss mit dem 5:0.

Schiedsrichter: Roland Kreuz - Zuschauer: 180
Tore: 1:0 Andreas Spais (10.), 2:0 Fisnik Zejnullahu (23. Foulelfmeter), 3:0 Ewald Platt (43.), 4:0 Ewald Platt (44.), 5:0 Hakan Aktas (76.)


FSV Werdohl - VfL Bad Berleburg 2:0
Der VfL Bad Berleburg musste in der Fußball-Landesliga gestern Nachmittag beim Spitzenteam des FSV Werdohl eine bittere 0:2 (0:1)-Niederlage hinnehmen und bleibt damit auch im siebten Ligaspiel in Folge sieglos. „Heute haben wir viel, viel Pech gehabt“, ärgerte sich Trainer Martin Uvira, „wir haben eigentlich kein schlechtes Auswärtsspiel gemacht.“

Zu allem Unglück auf Seiten der Berleburger verletzte sich im Spiel auch noch Tarek Benyagoub, Peter Rosenblatt hatte indes aufgrund einer Blessur aus der Vorwoche schon nach dem Aufwärmen passen müssen – Niklas Linde stand daher anders als geplant doch bereits wieder in der Startelf. „Ich hoffe, dass Peter und Tarek zumindest für nächste Woche wieder fit sind“, meinte Berleburgs Linienchef. Dann nämlich geht es zum Kellerduell nach Gerlingen.

Berleburg musste außerdem ohne die beiden Verletzten Torben Birkelbach und Merlin Belz sowie den zum letzten Mal rot-gesperrten Alexander Krowarz auskommen, Linde und Tim Eckhardt hingegen waren rechtzeitig zum gestrigen Spiel wieder fit geworden. Im gewohnten 4-4-2-System machte der Aufsteiger von der Odeborn von Beginn an die Räume eng, verteidigte gut und ließ keine wirkliche Torchance des FSV Werdohl zu. Ganz im Gegenteil: Vorne hätte es mehrere Male „klingeln“ können: Benyagoub scheiterte nach 16 Spielminuten am starken Keeper der Gastgeber, neun Minuten später parierte dieser einen Abschluss von Ahmad Ibrahim (25.) und ein Werdohler Verteidiger klärte in höchster Not auf der Linie.

In der 37. Minute fiel dann mit der ersten Werdohler Möglichkeit der glückliche Führungstreffer. Berleburgs Torwart Christian Badura hatte einen Kopfball nach Eckball noch an die Latte gelenkt, den Abpraller jedoch verwertete Marcus Brüll zum 1:0. „Das war in dieser Situation einfach Pech“, sagte Uvira nachher. Auch im zweiten Durchgang war der VfL die spielbestimmende Mannschaft. In der 65. Spielminute wurde Ibrahim nach einer Finte im Strafraum „gelegt“ – „meiner Meinung nach ein klarer Elfmeter“, so Uvira – der Schiedsrichter allerdings ließ zum Unmut der Gäste weiterlaufen.

Nur zehn Minuten später dann eine ähnliche Szene auf der anderen Seite – diesmal kam ein FSV-Kicker vor dem Tor zu Fall und der Linienrichter entschied auf Strafstoß. Lukas Kessler trat an und verwandelte aus elf Metern. Berleburg stellte in der Folge zwar auf Dreierkette um und warf noch einmal alles nach vorne – alle taktischen Maßnahmen blieben am Ende aber wirkungslos. „Ich kann den Jungs wieder keinen Vorwurf machen. Momentan ist das Glück einfach nicht aus unserer Seite. Einen Punkt hätten wir denke ich verdient gehabt“, resümierte Martin Uvira.

Schiedsrichter: Robin Kluthke - Zuschauer: 100
Tore: 1:0 Marcus Brüll (37.), 2:0 Lukas Kessler (73. Foulelfmeter)

TuS Erndtebrück II - FSV Gerlingen 4:2
Die einen waren sofort hellwach, die anderen befanden sich noch im Tiefschlaf. Die zweite Mannschaft des TuS Erndtebrück hat gestern Nachmittag im Landesliga-Heimspiel gegen den FSV Gerlingen in beiden Spielhälften einen Blitzstart hingelegt, frühe Tore erzielt und letztlich verdient mit 4:2 (1:0) gewonnen. „Wir sind natürlich bombe reingekommen, das 1:0 war richtig gut gespielt“, freute sich TuS-Trainer Ivan Markow über den Führungstreffer von Regionalliga-Aushilfsstürmer Stefan Valentini, der in der dritten Minute hatte.

Allein: Dieser feine Spielzug über Niklas Zeller, Dennis Althaus, Jonas Dienst, Flankengeber Lars Koch und eben Valentini war das einzige Highlight in einer ansonsten schwachen ersten Halbzeit. „Wir haben dann leider einfach aufgehört, Fußball zu spielen und nur noch nach hinten gespielt“, ärgerte sich Markow. Die Folge: Der FSV Gerlingen, der sich zunächst vom frühen Gegentor geschockt gezeigt hatte, arbeitete sich nach und nach in die Partie, schob weiter nach vorne und traute sich sogar, tief in der Erndtebrücker Hälfte zu pressen.

Ein Konzept, das Wirkung zeigte. Die jungen Gastgeber verloren mit jedem Fehlpass an Selbstvertrauen, agierten zusehends fahriger und leisteten sich plötzlich sogar Ballverluste in der eigenen Gefahrenzone. So auch in der 33. Minute, als TuS-Keeper Tom Robin Röcher zu ungenau passte und der Ball zu Lars Rademacher gelangte. Der Gerlinger Stürmer stand frei vor dem Tor, setzte den Ball aber am langen Eck vorbei. „Da kannst du vor der Pause das 1:1 machen, auch ansonsten haben wir gute Chancen liegengelassen“, haderte FSV-Coach Paul-Heinz Brüser zurecht.

Richtig Fahrt nahm die Partie dann nach dem Seitenwechsel auf. Die Erndtebrücker sorgten durch präzise Diagonalbälle immer wieder für Eins-gegen-Eins-Situationen auf dem Flügel, bei denen die individuelle Qualität zum Tragen kam. Erster Beweis: Die 49. Minute, in der Valentini gleich drei Gegenspieler narrte, auch noch Keeper Sven-Uwe Neuser umkurvte und scharf nach innen passte, wo der mitgelaufene Dennis Althaus nur noch einschieben musste.

Nächster Beweis: Sechs Minuten später setzte sich Cedric Heller bis zur Grundlinie durch und fand in der Mitte Valentini, der auf 3:0 erhöhte. Abschließender Beweis: Abermals Heller düpierte auf links drei Gerlinger und schlenzte den Ball ins lange Eck (65.). „Wir hatten bei einzelnen Spielern Probleme mit der Geschwindigkeit. Ich kann mir aber keine anderen Spieler bauen“, kommentierte Paul-Heinz Brüser lakonisch.

Immerhin: Vor Hellers Sololauf hatte Stephan Stettner zum zwischenzeitlichen 1:3 aus Gerlinger Sicht verkürzt – mit symptomatischer Entstehung. Torwart Röcher passte auf den gerade eingewechselten Lars Birlenbach, der verlor als letzter Mann den Ball und Stettner musste nur noch einschieben. Auch nach dem Erndtebrücker 4:1 versuchte der FSV alles, spielte mutig nach vorne und bekam nach 77 Minuten einen Strafstoß. Lars Rademacher – zuvor aus dem Spiel heraus mit einem Heber gescheitert – lupfte den Ball frech zum 2:4 in die Tormitte.

Mehr passierte jedoch nicht, sodass Ivan Markow folgendes Fazit zog: „Wir haben verdient gewonnen, haben aber viele unserer Zwischenziele nicht erreicht. Die Art und Weise hat mir heute nicht immer gefallen.“

Schiedsrichter: Christian Schäffer - Zuschauer: 50
Tore: 1:0 Stefan Valentini (3.), 2:0 Dennis Althaus (49.), 3:0 Stefan Valentini (55.), 3:1 Stephan Stettner (58.), 4:1 Cedric Heller (65.), 4:2 Lars Rademacher (77. Foulelfmeter)





SSV Hagen - SC 1912 Hennen 5:3
Dritte Niederlage in Folge für den SC Hennen. Beim SSV Hagen gab es eine 3:5-Pleite. Marcel Ramsey hatte Hagen mit einem Doppelpack nach vorne gebracht, doch noch bis zur Pause glichen die Gäste aus. Nach dem Seitenwechsel waren es dann Köse und erneut Ramsey, die Hagen erneut mit zwei Treffern in Führung brachten. Nach Benjamin Hederichs Anschlusstreffer sorgte Shkelzen Imeri mit dem 5:3 für den Endstand.

Schiedsrichter: Leo Bender - Zuschauer: 100
Tore: 1:0 Marcel Ramsey (16.), 2:0 Marcel Ramsey (34.), 2:1 Benjamin Hederich (37.), 2:2 Kemal Sentürk (42.), 3:2 Yakup Köse (69.), 4:2 Marcel Ramsey (74.), 4:3 Benjamin Hederich (81.), 5:3 Shkelzen Imeri (90.)



FC Lennestadt 09 - BSV Menden 3:0
Der FC Lennestadt bleibt ungeschlagen an der Spitze. Nach torloser ersten Halbzeit brachte sich der FCL mit einem Doppelschlag innerhalb von einer Minute durch Christian Schmidt und Florian Friedrichs mit 2:0 nach vorne. Den 3:0-Endstand besorgte dann Moritz Thöne acht Minuten vor dem Abpfiff.

Schiedsrichter: Björn Martin - Zuschauer: 300
Tore: 1:0 Christian Schmidt (60.), 2:0 Florian Friedrichs (61.), 3:0 Moritz Thöne (82.)


FC Borussia Dröschede - SV 04 Attendorn 0:2
Der SV Attendorn hat nach dem Sieg gegen Meinerzhagen auch bei Borussia Dröschede gewonnen. Vor 150 Zuschauern brachte Vedat Vural die Gäste in Führung, Jannik Lenninger legte zehn Minuten nach dem Seitenwechsel das 2:0 nach.

Schiedsrichter: Jan Maßmann - Zuschauer: 150
Tore: 0:1 Vedat Vural (12.), 0:2 Jannik Lenninger (55.)
Aufrufe: 01.10.2017, 20:00 Uhr
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