Der VfL Bad Berleburg fuhr gegen den SV Attendorn einen Heimsieg ein.  Fotos: pos/leem
Der VfL Bad Berleburg fuhr gegen den SV Attendorn einen Heimsieg ein. Fotos: pos/leem

Gerlingen mit Achtungserfolg in Lennestadt

FSV holt Remis beim Tabellenführer - Berleburg schlägt Attendorn - Hünsborn gewinnt gegen Hüsten - Altenhof unglücklich in Dröschede

SSV Hagen - BSV Menden 1:1
Kurz vor dem Ende holte sich der BSV Menden noch einen Punkt beim SSV Hagen. Nach torloser ersten Halbzeit brachte Marcel Ramsey den SSV in Führung, vor 150 Zuschauern besorgte Marcel Dickehut vier Minuten vor Schluss den 1:1-Endstand. Der Aufsteiger bleibt damit auf Rang sieben, Menden ist Zehnter.

Schiedsrichter: Jasmina von Gratowski (FC Frohlinde) - Zuschauer: 150
Tore: 1:0 Marcel Ramsey (58.), 1:1 Marcel Dickehut (84.)



RSV Meinerzhagen - SC 1912 Hennen 4:0
Der RSV Meinerzhagen rückt wieder näher an Spitzenreiter FC Lennestadt heran. Während der FCL gegen den FSV Gerlingen nicht über ein Remis hinaus kam, gab sich Meinerzhagen gegen den SC Hennen keine Blöße. Alexander Horst brachte den Favoriten nach 17 Minuten mit 1:0 in Führung. Im zweiten Abschnitt erhöhte Andreas Spais auf 2:0 (58.). Zehn Minuten vor Schluss war es erneut Spais, der das 3:0 markierte. Den Schlusspunkt setzte Martin Mucha zwei Minuten vor dem Ende mit dem 4:0.

Schiedsrichter: Sebastian Langemann - Zuschauer: 210
Tore: 1:0 Alexander Horst (17.), 2:0 Andreas Spais (58.), 3:0 Andreas Spais (80.), 4:0 Martin Mucha (88.)



SV Rot-Weiß Hünsborn - SV Hüsten 09 3:0
Diese Effektivität ist kaum zu überbieten. Fünf klare Chancen, drei Tore – 3:0 (1:0) gegen den SV Hüsten. Das reicht! Mit dem fünften Sieg im sechsten ungeschlagenen Spiel in Folge bleibt Fußball-Landesligist RW Hünsborn auf dem Erfolgsweg und schob sich auf den fünften Tabellenplatz vor. Der sechste Saisonsieg erwies sich aber als Produkt harter Arbeit und wurde nicht glanzvoll erspielt. Herrlicher Spätsommertag am Löffelberg. Sonnig, wolkenloser Himmel, 24 Grad – eigentlich ideale Bedingungen für einen unterhaltsamen Fußball-Nachmittag.

Eigentlich. Doch die Hünsborner machten am Anfang der Begegnung den Eindruck, als wenn sie angesichts der wohligen Temperaturen vom nächsten Urlaub und nicht vom nächsten Sieg träumen würden. Mit der Gestaltung des ersten Durchgangs hatten sie jedenfalls wenig zu tun. Hellwach dagegen die Hüstener, die mutig und selbstbewusst aufspielten. ,,Wir sind lange so aufgetreten, als wenn wir die Heimmannschaft gewesen wären“, meinte später Gäste-Trainer Torsten Garbe. Pech für sie, dass Denis Rodrigues Gomes (5.) und Christopher Gierse (22.) die mögliche Führung der Gäste verpassten. Die Hünsborner kamen spät ins Spiel und verschliefen den Start, weil sie gegen die aggressiven und beweglichen Hochsauerländer zu langsam und oft im Rückwärtsgang agierten. ,,In den ersten 30 Minuten haben wir uns sehr schwer getan“, resümierte RWH-Coach Andreas Waffenschmidt. Aber: Sein Team schlug zu, als niemand damit rechnete.

Und das mit einer Kombination zum Genießen. Marius Uebach spielt den Ball von der Mitte des Platzes auf die rechte Seite auf Steffen Hatzfeld, der einen Gegenspieler umkurvt und mustergültig nach innen auf Jan-Peter Stein passt, der trocken ins linke Eck abschließt (39.). Die erste Hünsborner Chance – 1:0. Die maximale Ausbeute schien die Mannschaft zu beflügeln, denn sie agierte nach der Pause wesentlich leidenschaftlicher als im ersten Durchgang. Aber sie profitierte auch vom Ausfall des Hüstener Stürmers Bilal Yavuz, der nach nur 19 Minuten verletzt ausgewechselt werden musste.

Folge: RWH kombinierte nun sicherer, gefährlicher und erspielte sich gute Möglichkeiten. ,,Der Unterschied“, so stellte Torsten Garbe später fest, ,,war in der zweiten Halbzeit Marius Uebach.“ Stimmt: Der Stürmer der Rot-Weißen erzielte zunächst in der 75. Minute mit einem 16-Meter- Flachschuss das 2:0 und versetzte den Hüstenern vier Minuten später mit einem verwandelten Foulelfmeter das endgültige Aus. Sebastian Held hatte Dennis Ermin im Strafraum geschubst, Schiedsrichter Thorsten Götz (Wenden) folgerichtig auf Strafstoß entschieden. Jan-Peter Stein, der allein vor dem Hüstener Schlussmann Marvin Baum auftauchte (76.), und Kevin Becker, der die Latte traf (81.), hätten das Ergebnis höher schrauben können, doch wäre das des Guten zu viel gewesen. ,,Zwei, drei Geistesblitze haben gereicht, um heute zu gewinnen“, bilanzierte Waffenschmidt, der sich auch darüber freuen durfte, dass sein Team nach dem 0:0 in Hennen zum zweiten Mal hintereinander zu Null gespielt hatte. Erschöpft, aber mit glücklichem Gesichtsausdruck verließ Christian Kadimsky den Kunstrasen. Der schnelle Außenverteidiger, der wegen hartnäckiger Entzündungen der beiden Achillessehnen insgesamt sechs Monate pausiert hatte, feierte ein gelungenes Comeback. ,,Ich hätte nicht gedacht, dass ich 90 Minuten durchhalten würde“, erklärte er nach dem Schlusspfiff im Gespräch mit FuPa Südwestfalen.

Schiedsrichter: Thorsten Götz - Zuschauer: 100
Tore: 1:0 Jan-Peter Stein (40.), 2:0 Marius Uebach (76.), 3:0 Marius Uebach (79. Foulelfmeter)


FSV Werdohl - SV Rot-Weiß Erlinghausen 8:1
Der Tabellendritte FSV Werdohl ließ es gegen Rot-Weiß Erlinghausen gleich achtmal "klingeln". Nachdem Pascal Raulf die frühe FSV-Führung durch Lukas Kessler noch ausgeglichen hatte (11.), brachte Faruk Cakmak Werdohl erneut in Führung. Nach dem Wechsel erhöhten Topcu, Kessler und Zekovic schnell auf 5:1, bevor Cakmak, Brüll und Hines das Ergebnis bis auf 8:1 in die Höhe trieben.

Schiedsrichter: Andreas Braun - Zuschauer: 60
Tore: 1:0 Lukas Kessler (4.), 1:1 Pascal Raulf (11.), 2:1 Faruk Cakmak (34.), 3:1 Muammer Topcu (51.), 4:1 Lukas Kessler (55.), 5:1 Rejhan Zekovic (60.), 6:1 Faruk Cakmak (65.), 7:1 Marcus Brüll (86.), 8:1 Michael Hines (89.)

VfL Bad Berleburg - SV 04 Attendorn 2:0
Eine Woche nach dem zweiten Saisonsieg mit dem 4:0-Erfolg im Kellerduell beim FSV Gerlingen hat Fußball- Landesligist VfL Bad Berleburg heute Nachmittag erneut drei Punkte eingefahren. Im Heimspiel gegen den zuletzt starken SV 04 Attendorn setzte sich die Mannschaft von VfL-Coach Martin Uvira am Ende verdient mit 2:0 (1:0) durch. „Heute haben wir gegen eine gute Mannschaft eine starke Leistung gezeigt“, freute sich Uvira nach dem Abpfiff. „Man hat schon unter der Woche im Training gemerkt, dass die Jungs es unbedingt wollten. Es war wichtig, den Sieg von letzter Woche zu bestätigen“, so der Berleburger Linienchef, der im Vergleich zum Gerlingen-Spiel auf zwei Positionen umgestellt hatte. Richard Kari ersetzte den gelb-gesperrten Sascha Schwarz im Mittelfeld und Tim Eckhardt - Doppeltorschütze der Vorwoche - stürmte an Stelle von Ahmad Ibrahim neben Lückel in der Doppelspitze.

Bei schönstem Fußball- Wetter mit 19 Grad, blauem Himmel und Sonnenschein zeigte sich den gut 120 Zuschauern Berleburger „Stöppel“ eine erste Halbzeit ohne eine Vielzahl an Torraumszenen – nach vorne blieben beide Teams meist zu ungenau. Während die Gäste aus Attendorn eigentlich ohne ernsthaft gefährliche Torchance blieben, nutzte der VfL Bad Berleburg seine einzige Großchance konsequent zur 1:0-Pausenführung. Nach einem Freistoß von Alexander Krowarz aus dem Halbfeld köpfte SVA-Spielertrainer Eugen Litter den Ball Berleburgs Stürmer Yannik Lückel vor die Füße, der flach unten rechts zum Führungstreffer einschoss (18.). „Wir waren von der ersten Minute an wach und aggressiv in den Zweikämpfen, haben hinten gutgestanden und kaum etwas zugelassen“, lobte Trainer Martin Uvira.

Nach 63 Spielminuten dann die größte Chance auf Seiten der Gäste: VfL-Keeper Christian Badura jedoch hielt seine Farben mit einer Glanztat im Spiel, als er einen Kopfball von Litter sehenswert noch über die Querlatte lenkte. Nur wenig später schloss Tarek Benyagoub eine „wunderbare Kombination“ (Uvira) dann zum 2:0 ab: Hinten hatte man die Kugel gewonnen und schnell über mehrere Stationen umgeschaltet; Christopher Geisler steckte auf Lückel durch, der für Benyagoub auflegte (66.) und der Flügelspieler musste schließlich nur noch einschieben. „Das war wohl das am schönsten herausgespielte Tor, das ich in zwei Jahren beim VfL gesehen habe“, schwärmte Co-Trainer Marcus Goßler. Die „04er“ aus Attendorn warfen danach dann alles nach vorne, um noch einmal heranzukommen, doch der VfL verteidigte gut, warf sich in jeden Ball und ließ letztlich so gut wie gar nichts mehr zu. Immer wieder hätte es hingegen auf der anderen Seite die Entscheidung zugunsten der Odebornstädter sein müssen.

Mehrfach entstanden Überzahlsituationen, der letzte Pass aber kam meist nicht an. Der eingewechselte Peter Rosenblatt (77.) sowie Tarek Benyagoub (87.) hätten die Gäste-Verteidigung jeweils mit einem besseren Zuspiel „aushebeln“ können. „Da haben wir die gewonnenen Bälle zu schnell wieder verloren“, resümierte Uvira am Ende eines erfolgreichen Nachmittags für den Aufsteiger. „Wir haben verdient gewonnen und können wirklich zufrieden sein. Die Mannschaft hat zusammengehalten und über 90 Minuten viel investiert“, zog der Ex-Profi ein durchweg positives Fazit. „Jetzt heißt es weitermachen“, so der Rückershäuser. Am kommenden Wochenende nämlich geht es nach Marsberg zum Tabellendreizehnten: Watzke-Club RW Erlinghausen.

Schiedsrichter: Moritz Petereit - Zuschauer: 100
Tore: 1:0 Yannik Lückel (18.), 2:0 Tarek Benyagoub (66.)


FC Lennestadt 09 - FSV Gerlingen 1:1
Fußball-Landesligist FSV Gerlingen trotzte dem aktuellen Spitzenreiter FC Lennestadt auswärts ein 1:1 (0:1)-Unentschieden ab und feierte einen Achtungserfolg im Abstiegskampf.

„Das Ergebnis geht unter dem Strich in Ordnung. Die erste Hälfte gehörte uns, die zweite Lennestadt“, bilanzierte FSV-Trainer Paul Heinz Brüser. Durch frühes Pressing erarbeiteten sich die Gäste mehrere Möglichkeiten. Nachdem Gerlingens Marcel Laube im Sechzehner von den Beinen geholt wurde, gab es Strafstoß. Den fälligen Elfmeter verwandelte Pascale Stahl zur verdienten Gästeführung (36.).
Die Hausherren übten nun zunehmend Druck auf die FSV-Defensive aus und erzwangen den 1:1-Ausgleichstreffer durch Christian Schmidt (81.). Kurz vor Schluss sah Lennestadts Nils Hochstein die Rote Karte wegen eines Schubsers gegen Marcel Laube. „Meine Mannschaft hat heute alles gegeben und ich hoffe, dass wir daran zukünftig anknüpfen können“, so Brüser.

Schiedsrichter: Andrea Rath - Zuschauer: 250
Tore: 0:1 Pascale Stahl (36. Foulelfmeter), 1:1 Christian Schmidt (81.)


FC Borussia Dröschede - FC Altenhof 2:1
Der FC Altenhof musste trotz ordentlichem Auftritt in Dröschede eine 1:2 (0:1)-Niederlage hinnehmen und rangiert weiterhin auf dem letzten Tabellenplatz.

Dröschedes Robin Wilke erzielte den einzige Treffer in der ersten Hälfte (15.). „Es war unsererseits eine ganz schwache erste Halbzeit“, sagte Altenhofs Noch-Interimstrainer Torsten Hauke. „Wir sind dann gut rausgekommen und hätten das Spiel dann auch zu unseren Gunsten entscheiden müssen.“
Nach einem Foulspiel im Strafraum zeigte der Unparteiische auf den Punkt. FCA-Stürmer Bastian Schildt scheiterte aber an Torhüter Julian Schmahl (53.). Zehn Minuten vor dem Ende gelang Jens Solbach der hochverdiente Ausgleich (81.). Dennoch fuhr der FCA mit leeren Händen nach Hause, da Denis Rödel die Hausherren erneut in Führung schoss (85.).
„Es ist einfach nur bitter. Nach dem 1:1 musst du zumindest den Punkt mitnehmen“, so ein enttäuschter Torsten Hauke.

Schiedsrichter: Leo Bender - Zuschauer: 80
Tore: 1:0 Robin Wilke (15.), 1:1 Jens Solbach (81.), 2:1 Denis Rödel (85.)
Aufrufe: 015.10.2017, 20:10 Uhr
leem/pos/sq/jukaAutor