Der VfL Bad Berleburg holte einen deutlichen 4:0-Erfolg in Gerlingen.  Fotos: geo/fw
Der VfL Bad Berleburg holte einen deutlichen 4:0-Erfolg in Gerlingen. Fotos: geo/fw

Berleburg gewinnt Abstiegsgipfel

Deutlicher Sieg in Gerlingen - Erndtebrück II unterliegt Lennestadt - Hünsborn Remis - Altenhof verliert gegen Meinerzhagen

SV 04 Attendorn - FSV Werdohl 1:0
Dämpfer für den FSV Werdohl. Nach zuletzt sieben Siegen in Serie setzte es beim SV Attendorn eine knappe 0:1-Niederlage. Für den SV ist es der dritte Erfolg in Folge. Vor gut 100 Zuschauern erzielte Younes Zaim nach 23 Minuten den goldenen Treffer für die Hausherren, die sich in der Tabelle weiter auf Rang neun befinden, während Werdohl auf Rang drei abrutscht.

Schiedsrichter: Roland Kreuz - Zuschauer: 100
Tore: 1:0 Younes Zaim (23.)


SV Rot-Weiß Erlinghausen - FC Borussia Dröschede 1:1
Rot-Weiß Erlinghausen rettete sich gegen Borussia Dröschede noch einen Punkt. Vor 100 Zuschauern passierte lange Zeit nichts Zählbares, bevor Ümral Bahceci nach 78 Minuten bei den Hausherren vorzeitig zum duschen geschickt wurde. Die Überzahl nutzte Dröschede durch Patrick Eick zur Führung, zwei Minuten vor dem Ende egalisierte Pascal Raulf per verwandeltem Foulelfmeter zum 1:1-Endstand.

Schiedsrichter: Matthias Kiene - Zuschauer: 100
Tore: 0:1 Patrick Eick (85.), 1:1 Pascal Raulf (88. Foulelfmeter)
Platzverweise: Gelb-Rot gegen Ümral Bahceci (78./SV Rot-Weiß Erlinghausen)


FSV Gerlingen - VfL Bad Berleburg 0:4
Wer erwartet hätte, dass Bad Berleburgs Trainer Martin Uvira nach dem 4:0-Kantersieg beim FSV Gerlingen in Lobeshymnen ausbrechen würde, den verblüffte der VfL-Coach: „Wir haben heute nicht so gut gespielt, die letzten Spiele waren wir besser und haben nur einen Punkt geholt. Daher nehme ich die drei Punkte heute mal gerne mit.“

Was Uvira nicht sagte, aber vielleicht dachte: die Gastgeber waren auf dem Bieberg vor 180 Zuschauern ein dankbarer Punktelieferant. Krasse Fehler im Spielaufbau ermöglichten es dem Aufsteiger, mit wenig Aufwand zu den entscheidenden Spielaktionen zu kommen. In der 12. Minute landete ein FSV-Fehlpass noch in der eigene Hälfte beim technisch starken Ahmad Ibrahim, der überlegt den Ball zum quer stehenden Sascha Schwarz weiterleitete, der mit einem feinen Heber das 1:0 erzielte. Und nachdem Ibrahim noch schönem Sololauf beim Umkurven von FSV-Keeper Sven-Uwe Neuser auf die „schiefe Bahn“ geriet und strauchelte (32.), machte es Schwarz in der 45. Minute diesmal so wie Ibrahim und legte auf für Yannik Lückel, der aus abseitsverdächtiger Position Neuser keine Chance ließ.

Die Hausherren indes agierten zwar leicht feldüberlegen, wirkten aber vor dem gegnerischen Gehäuse zu harmlos. Robert Theile, zusammen mit Steffen Schuchert für viele unerklärliche Ballverluste zuständig, köpfte in der 19. Minute freistehend übers Tor, Marcel Laube scheiterte aussichtsreich in der 37. Minute am überzeugenden Christian Badura im Berleburger Gehäuse. Und alles was sonst noch so hoch und weit vor den grün-schwarzen Kasten flog, war sichere Beute des umsichtigen Tim Neusessers, der lange Zeit der Berleburger Spieler mit den meisten Ballkontakten war.

In der zweiten Hälfte beschränkten sich die Gäste vollends darauf, die weitgehend harmlosen FSV-Versuche sicher vom eigenen Tor fern zu halten und starteten in der Schlussphase noch einige Konter gegen die nunmehr entblößte FSV-Hintermannschaft. Und der nach gut einer Stunde für Ibrahim eingewechselte Tim Eckhardt bedankte sich mit zwei feinen Abstauber-Treffern in der 78. und 88. Minute für das ihm geschenkte Trainer-Vertrauen zum 4:0-Endstand, der zwar aufgrund der Spielanteile und einiger Fleißkärtchen für die FSV-Akteure zu hoch ausfiel. Er zeigte aber auch, dass es für Gerlingen in dieser Saison sehr schwer werden wird, die Klasse noch einmal zu halten.

Für Gerlingens Trainer Paul-Heinz waren die Fehler im Spielaufbau „Kopfsache“: „Wir sind im Moment einfach verunsichert. Dabei hatten wir uns heute so viel vorgenommen.“ Vor allem Laubes großer Chance trauerte er nach: Da steht es vielleicht 1:1, stattdessen kassieren wir mit dem Pausenpfiff praktisch den K.o. in Form des 0:2.“

Schiedsrichter: Christian Liedtke - Zuschauer: 150
Tore: 0:1 Sascha Schwarz (12.), 0:2 Yannik Lückel (45.), 0:3 Tim Eckhardt (76.), 0:4 Tim Eckhardt (86.)


FC Altenhof - RSV Meinerzhagen 1:3
Über die gesamten 90 Minuten hielt Fußball-Landesligist FC Altenhof gegen das Spitzenteam vom RSV Meinerzhagen gut dagegen, doch am Ende stand eine 1:3 (1:1)-Niederlage zu Buche. Der Knackpunkt der Partie ereignete sich kurz nach dem Seitenwechsel, als Manuel Koschitz wegen einer Notbremse die Rote Karte sah (49.). „Die Schiedsrichterentscheidung war fatal, das hat der Partie die Richtung gegeben. Da darf man keine Rote Karte geben“, ärgerte sich Altenhofs Co-Trainer Torsten Hauke.

Zum Zeitpunkt des Feldverweises stand es 1:1, nachdem Bastian Schildt (15.) die Gäste-Führung durch Dominik Franz (8.) ausgeglichen hatte. Die Gastgeber agierten mit dem favorisierten RSV auf Augenhöhe, doch in Unterzahl wurden die Lücken irgendwann zu groß. „Wir hätten hier heute punkten können, zu zehnt war es dann aber schwer“, erklärte Hauke, dessen Team durch die Tore von Hakan Aktas (70.) und Sven Wurm (84./Foulelfmeter) mit leeren Händen dastand.

Schiedsrichter: Felix Weller - Zuschauer: 150
Tore: 0:1 Dominik Franz (8.), 1:1 Bastian Schildt (15.), 1:2 Hakan Aktas (70.), 1:3 Sven Wurm (84. Foulelfmeter)


SC 1912 Hennen - SV Rot-Weiß Hünsborn 0:0
Mit einem lachenden und einem weinenden Auge sah Hünsborns Trainer Andreas Waffenschmidt den Auftritt seiner Mannschaft beim 0:0-Unentschieden beim SC Hennen. „Wir hatten heute sechs wirklich gute Chancen, wenn man die aber alle nicht nutzt, dann muss man auch einfach mal mit einem Unentschieden zufrieden sein. Wir haben heute erstmals in dieser Saison ,zu Null’ gespielt, das ist ja auch mal eine schöne Sache“, erklärte der Linienchef.

Dessen Schützlinge hatten über weite Strecken den Ton angegeben, fanden aber in den entscheidenden Szenen ihren Meister in Hennens Keeper David Grochla. Der Towart hielt was zu halten war und zeigte besonders bei einem Versuch von Jan-Peter Stein einen überragenden Reflex. Beim Nachschuss von Daniel Jung kam dann auch noch Pech dazu, denn der Ball wurde von einem Verteidiger auf der Linie geklärt. Auf der Gegenseite verzeichneten dann die Gastgeber einen Lattenschuss – es blieb jedoch beim 0:0.

Schiedsrichter: Dirk Szkudlarski - Zuschauer: 50
Tore: -


SV Hüsten 09 - SSV Hagen 1:3
Der SSV Hagen rückt nach dem Erfolg in Hüsten auf Rang sieben vor. Marcel Ramsey hatte die Gäste nach torloser erster Halbzeit in Führung gebracht (57.) Zehn Minuten später legte Shkelzen Imeri das 2:0 nach, bevor Bilal Yavuz den SVH wieder heran brachte. In der Nachspielzeit besorgte Ramsey mit seinem zweiten Treffer den Endstand.

Schiedsrichter: Marcel Stöppel - Zuschauer: 100
Tore: 0:1 Marcel Ramsey (57.), 0:2 Shkelzen Imeri (67.), 1:2 Bilal Yavuz (75.), 1:3 Marcel Ramsey (90.)


BSV Menden - SV Hohenlimburg 2:1
Für den SV Hohenlimburg setzte es eine knappe 2:1-Niederlage beim BSV Menden. Dabei waren die Gäste nach 42 Minuten mit 1:0 in Führung gegangen, bevor Andreas Gerlach nach etwas mehr als einer Stunde dann für den Ausgleich sorgte. Den Siegtreffer markierte dann Marcel Dickehut eine gute Viertelstunde vor dem Ende.

Schiedsrichter: Christian Lange (Oberlauter) - Zuschauer: 150
Tore: 0:1 Philipp Winkler (42.), 1:1 Andreas Gerlach (61.), 2:1 Marcel Dickehut (74.)


TuS Erndtebrück II - FC Lennestadt 09 0:2
Die Sieges-Serie des TuS Erndtebrück 2. ist beendet. Der Fußball-Landesligist unterlag im Spitzenspiel dem FC Lennestadt im heimischen Pulverwaldstadion nach zuletzt drei Erfolgen hintereinander mit 0:2 (0:1). TuS-Torhüter Samuel Aubele, der nach zuletzt schwacher Leistung bei der Regionalliga-Mannschaft des TuS jetzt in der „zweiten Welle“ zum Einsatz kam, gab bei den beiden Gegentoren keine gute Figur ab.

„Wir machen zwei individuelle Fehler, das nutzt Lennestadt eiskalt aus“, ärgerte sich denn auch TuS-Trainer Ivan Markow. Der Erndtebrücker Mann an der Seitenlinie wollte mit Aubele allerdings nicht zu hart ins Gericht gehen. „Für Samu tut mir das leid. Er wollte sich heute zeigen und Selbstvertrauen tanken“, meinte Markow. Ein Vorhaben, das gründlich misslang: Beim frühen 0:1 durch Marvin Gouranis (9.) leistete sich der TuS-Keeper einen Fehlpass, aus dem schließlich der Rückstand resultierte. Und in der zweiten Hälfte unterschätzte Aubele einen Rückpass; bugsierte das runde Spielgerät so nicht rechtzeitig aus der eigenen Gefahrenzahne – Florian Friedrichs profitierte von dem Fauxpas und vollendete zum 0:2-Endstand aus Wittgensteiner Sicht (61.). „Samu muss sich jetzt aus diesem Tief heraus kämpfen“, meinte Trainer Markow – und sprach seinem Schlussmann Mut zu.

Unter dem Strich sei es „ein verdienter Sieg“ des FC Lennestadt gewesen, resümierte der Erndtebrücker Cheftrainer. „Wir wollten die Dinge spielerisch lösen und uns die Chancen erarbeiten, Lennestadt lauerte eher auf Konter“, berichtete Markow und zeigte sich mit der Leistung seiner Mannen absolut zufrieden: „Ich bin stolz auf meine Jungs. Wir haben kämpferisch und läuferisch voll überzeugt und versucht, guten Fußball zu spielen. Großes Kompliment an die Truppe.“
Auch TuS-Mittelfeldmann Florian Bublitz sah ein „intensives und ausgeglichenes Spiel“ mit wenigen Torchancen. „Normal war das heute ein typisches Unentschieden-Spiel.“

Allein, die Leistung der Erndtebrücker reichte gegen einen Gegner vom Kaliber des FC Lennestadt nicht für einen Punktgewinn aus. Das lag auch daran, dass die Erndtebrücker bis 25 Meter vor dem gegnerischen Tor gefällig kombinierten, im letzten Drittel aber die entscheidende Präzision und Durchschlagskraft vermissen ließen. „Da hatten wir nicht immer genug Zug zum Tor“, monierte Markow. Die Folge: Zwingende und hochkarätige Torchancen blieben für die Erndtebrücker Reserve weitestgehend Mangelware. Zwar erspielte sich auch der Gast aus dem Kreis Olpe nicht viele solcher Gelegenheiten, nutzte seine Chancen aber gnadenlos effektiv aus.

Seine Elf lasse sich von der Niederlage gegen den Tabellenführer allerdings nicht aus der Bahn verwerfen, versicherte Markow. „Wir haben ein gutes Spiel gemacht. Gerade auch angesichts unserer personellen Situation“, erinnerte der Übungsleiter an die vielen Ausfälle beim TuS Erndtebrück 2. – Yassin Aouaj, Sven Engelke, Alexander Bülow sowie Tevin Wagner fielen etwa für das Spitzenspiel gegen Lennestadt aus. Tom Robin Röcher holte sich in der Schlussphase wegen einer angeblichen „Schwalbe“ zudem die Gelb-Rote Karte ab (90.).

Schiedsrichter: Björn Stempel - Zuschauer: 80
Tore: 0:1 Marvin Gouranis (9.), 0:2 Florian Friedrichs (61.)
Aufrufe: 08.10.2017, 19:15 Uhr
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