F: Holzapfel
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Heven und Neuruhrort überraschen

Neunter Spieltag der Bezirksliga 10: Schlusslicht schlägt Spitzenreiter +++ Wattenscheid mit Problemen gegen Altenbochum +++ Wanne 11 wieder Erster

Der TuS Heven und FC Neurhrort sorgten gegen Top-Teams für Überraschungen. Adler Riemke war trotz einer klaren Klatsche gegen Wanne 11 sehr zufrieden. Wolfgang Westerkamp übte nach der nächsten Niederlage Kritik an den Spielern von Hedefspor Hattingen.

TuS Heven - SC Weitmar 45 2:1
Durch einen Doppelpack von Nikolas Maximilian Stemmermann schaffte der TuS Heven die große Überraschung: Das Schlusslicht der Bezirksliga 10 setzte sich gegen den Spitzenreiter SC Weitmar 45 durch, der seine Position durch die zweite Saisonniederlage abgeben musste. Für die Wittener kann dieser Dreier der lang ersehnte Aufschwung bedeuten.


Schiedsrichter: Kazim Coskun - Zuschauer: 100
Tore: 1:0 Nikolas Maximilian Stemmermann (18.), 2:0 Nikolas Maximilian Stemmermann (44.), 2:1 Jan-Paul Vitt (65.)

CSV Sportfreunde Bochum-Linden - FC Neuruhrort 0:0
Nicht weniger bemerkenswert war der Punkterfolg des FC Neuruhrort beim CSV Bochum-Linden. Die Sportfreunde setzen zwar ihre Serie ohne Niederlage fort, doch hatten sich die Schützlinge von Wojtek Meinert gegen das Kellerkind durchaus mehr versprochen. Neuruhrort hat zum ersten Mal in dieser Saison die Abstiegszone verlassen.


Schiedsrichter: Louis Kämer (VfL Ramsdorf) - Zuschauer: 64
Tore: -

SG Welper - TuS Kaltehardt 3:2
Nach zwei Joker-Einsätzen durfte Marc Duic erstmals 90 Minuten für die SG Welper ran. Das Vertrauen von Thorsten Kastner sollte sich auszahlen - wenn auch erst spät. Die Hattinger gaben einen 2:0-Vorsprung gegen Kaltehardt aus der Hand, nachdem Klaus Andoh vor der Pause und Dennis Hendel in der Schlussphase den Rückstand egalisierten. In der Nachspielzeit brachte Welpers Zugang dann jedoch gewinnbringend die Murmel über die Linie.


Schiedsrichter: Kristoffer Klug (Eintr. Erle) - Zuschauer: 100
Tore: 1:0 Sidney Rast (35.), 2:0 Sascha Friedrich (38.), 2:1 Klaus Andoh (45.), 2:2 Dennis Hendel (75.), 3:2 Marc Duic (90.)

DJK Adler Riemke - SV Wanne 11 0:5
Beim Neuling Adler Riemke feierte der SV Wanne 11 einen deutlichen 5:0-Erfolg und hat erneut den ersten Rang übernommen. Das Fazit von DJK-Coach Roger Dorny fällt dabei überraschend aus: "Ich bin stolz auf meine Mannschaft und ziehe den Hut vor ihr, weil sie nie aufgesteckt haben. Wenn wir so weitermachen, ist mir nicht bange vor der Zukunft." Der Grund für diese paradox anmutende Aussage: Riemke bestritt eine gute Partie. Der Matchplan, tief zu stehen und auf Konter zu lauern, ging voll auf. "Ich will nicht sagen, dass wir nach dem ersten Durchgang führen müssen, aber wir hatten die ein oder andere Chance", merkte der Übungsleiter weiter an. Florian Drews nutzte jedoch die erste gute Möglichkeit zur Führung (44.). "Dann nehmen wir uns natürlich für die zweite Halbzeit viel vor, aber der Supergau tritt ein." Tim Oberc schlug innerhalb von fünf Minuten doppelt zu und entschied die Partie (48. & 53.). Devin Hyna (65.) und Peter Adamek (90.) trieben das Resultat weiter in die Höhe, obwohl sich die Adler nach dem 0:4 gefangen hatten - und eben das macht Dorny Mut: "Wir haben ein gutes Spiel gemacht und eine starke erste Halbzeit gespielt, aber im Endeffekt viel zu hoch verloren."

Schiedsrichter: Maik Koch (VfB Kirchhe.) - Zuschauer: 100
Tore: 0:1 Florian Drews (44.), 0:2 Tim Oberc (48.), 0:3 Tim Oberc (53.), 0:4 Devin Hyna (65.), 0:5 Peter Adamek (90.)
Es gibt derzeit technische Störungen bei FuPa.tv. Die fehlenden Szenen werden nachgereicht.


SV Schwarz-Weiß Eppendorf - TuS Hattingen 1:2
Der Shootingstar des TuS Hattingen drang in Eppendorf abermals in den Vordergrund. Gegen die Auswahl von Martin Baß schnürte Tim Wasserloos den spielentscheidenden Doppelpack zum 2:1-Sieg der Auswärtsfahrer. Durch die nächsten drei Zähler übernimmt Hattingen den dritten Rang der Klasse, während die Schwarz-Weißen vorerst mit der Elf leben müssen.


Schiedsrichter: Bekir Karagöz (SV Sodingen) - Zuschauer: 70
Tore: 0:1 Tim Wasserloos (42.), 1:1 Denis Wyberny (90.), 1:2 Tim Wasserloos (90.)

SV Phönix Bochum - Hedefspor Hattingen 5:2
Der SV Phönix Bochum entschied das wahrscheinlich schwierigste Match der Saison für sich. Vor der Partie gegen den Hedefspor Hattingen dachte der Verein an seinen verstorbenen Ex-Kollegen Dennis Schliedz. "Erstmal möchte ich die Anteilnahme von Hedef und von mir ausdrücken", kondolierte Wolfgang Westerkamp. "Die Zeremonie, die Phönix vor dem Spiel abgehalten hat, war sehr gut und eine schöne Sache."

Das Sportliche stand folgerichtig nicht im Vordergrund. Die Hausherren führten zur Halbzeit durch einen Doppelpack von André Seiffert. Hedefspor hatte erneut nicht stattgefunden und schon wieder einen Durchgang "verpennt", wie der Trainer titulierte. Westerkamp stellte anschließend um und sah eine deutliche Steigerung. Dann ereigneten sich jedoch zwei Szenen, die die Partie nicht zugunsten der Gäste kippen ließen. Erst vergab Emmanuel Chukwuebuka Abaraonye, der zuvor noch das 2:2 markierte, freistehend, ehe sich Hanif Azam verletzte und die Hausherren die Situation zum 3:2 clever ausspielten - damit war der Drops gelutscht. Der negative Höhepunkt: Selcuk Aydin, eigentlich der sichere Rückhalt der Hattinger, kassierte nach einem Wortgefecht mit der Trainerbank von Phönix den Platzverweis. Phönix erhöhte auf 5:2 und behielt die maximale Ausbeute.

Anschließend nahm Westerkamp seine Truppe hart ins Gericht und appellierte an deren Bereitschaft: "Es wiederholt sich fast jede Woche, vor allem bei der Einstellung bei den jüngeren Leuten. Es geht nur, wenn wir trainieren beziehungsweise die Leute überhaupt zum Training kommen. Das ist mir bewusst, das ist dem Vorstand bewusst, aber es muss den Jungs bewusstwerden. Wir sind gezwungen, nachzulegen. Das werden wir auch. Aber jetzt ist der Zusammenhalt gefragt und da muss der ein oder andere junge Mann seine Prioritäten anders setzen, wenn er Bezirksliga spielen möchte. Einige wirken von der Bereitschaft und von der Anspannung her auf dem Platz total überfordert."

Schiedsrichter: Kai Kroll - Zuschauer: 120
Tore: 1:0 Andre Seifert (8.), 2:0 Andre Seifert (41.), 2:1 Mert Özkan (44.), 2:2 Emmanuel Chukwuebuka Abaraonye (51.), 3:2 Mourad Zaatani (68.), 4:2 Andre Seifert (88.), 5:2 Selmo Daniel Tavares Silva (90.)

SV Herbede - SV Fortuna 31 Herne 3:3
Eigentlich ist Fortuna Herne der Lieblingsgegner des SV Herbede, doch diesmal feierten die Wittener keinen Triumph - im Ggenteil: Ohne den dreifachen Gianluca Silberbach hätte der SVH gegen die 31er verloren, die nach Rückstand auf 3:1 davonzogen. Dabei fehlte mit Fabrice Mehnert der Garant der letzten Wochen. Mit je 15 Punkten bleiben die Klubs gleichauf.

Schiedsrichter: Marcel Rettke (BW Haspe) - Zuschauer: 50
Tore: 1:0 Gianluca Silberbach (27.), 1:1 Cemal-Bulut Binici (57.), 1:2 Serkan Kayikcioglu (60.), 1:3 Matthias Büch (62.), 2:3 Gianluca Silberbach (71.), 3:3 Gianluca Silberbach (88. Foulelfmeter)

TuS Harpen - BV Herne-Süd 7:1
Nach drei Pleiten in Serie entlud sich der komplette Frust des TuS Harpen gegen den BV Herne-Süd. Was Dietmar Hampel sah, konnte ihm in jedem Fall gefallen, denn seine Truppe fertigte die Gäste mit 7:1 ab. Thomas Jasinski und Dennis Gerstemeier wurden dabei wieder mit zwei Hütten als Torschützen auffällig. Positiver Nebeneffekt: Das Torverhältnis ist wieder ausgeglichen. Die Süder sind dagegen punktgleich mit Schlusslicht Heven.

Dietmar Hampel, Trainer des TuS Heven, über die Partie: "Das war ein sehr starker Auftritt von uns heute. Wir haben Herne-Süd von Beginn an unter Druck gesetzt und zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht. Nach dem 3:0 haben wir die Herner ausgekontert. Ein sehr wichtiger Sieg für uns."


Schiedsrichter: Artur Morozov (Kaufungen 07) - Zuschauer: 70
Tore: 1:0 Patrick Hampel (12.), 2:0 Thomas Jasinski (21. Foulelfmeter), 3:0 Julian Kleina (42.), 4:0 Thomas Jasinski (63.), 5:0 Maurice Kirchhoff (74.), 5:1 Benjamin Reinholdt (85.), 6:1 Dennis Gerstemeier (89.), 7:1 Dennis Gerstemeier (90.)

DJK Wattenscheid - FC Altenbochum 1920/28 e.V. 3:2
Die DJK Wattenscheid verlor in der Vorwoche erstmals (1:2 in Weitmar). Gegen den FC Altenbochum fehlte dem Aufsteiger daher in einigen Phasen die nötige Sicherheit. Trotz eines guten Starts - Tim Staniszewski knipste nach vier Minuten - kam der FC Altenbochum durch einen Fehler zurück. Bah Alhassane markierte den Ausgleich (11.), aber davon ließ sich die Stadtgartenelf zunächst nicht beeindrucken. Obwohl Ridvan Sari die erneute Führung erzielte (19.), gab die DJK die Kontrolle in der Schlussphase der ersten Halbzeit an den FCA ab. Dieser wurde durch mehrere Standards in Strafraumnähe gefährlich und erzielte per Elfmeter durch Ramon-Pierre Wilhelm das 2:2 (36.). "Altenbochum ist besser, als es der Tabellenplatz aussagt", hatte Bali bereits vor dem Duell geäußert. Seine Mannschaft kam jedoch stark aus der Kabine, sodass der insgesamt fünfte Treffer, erzielt von Markus Maxellon, folgerichtig war. "Danach fehlte uns aber die angesprochene Sicherheit, weshalb es bis zum Ende spannend blieb. Wir haben die ein oder andere gute Chance nicht genutzt, aber ich hoffe, dass uns der Sieg gegen eine gewiss ordentliche Truppe wieder Auftrieb gibt", hoffte Bali direkt auf eine Leistungssteigerung.

Schiedsrichter: Ralf Stefanski (TuS Stockum) - Zuschauer: 80
Tore: 1:0 Tim Staniszewski (4.), 1:1 Bah Alhassane (11.), 2:1 Ridvan Sari (19.), 2:2 Ramon-Pierre Wilhelm (36. Foulelfmeter), 3:2 Markus Maxellon (50.)
Aufrufe: 08.10.2017, 20:39 Uhr
André NückelAutor