
Farchant/Oberau lässt sich auf dem Weg zum Titel nicht aufhalten.
TSV Oberammergau – ESV Penzberg II ⇥4:1 (1:1)
Einen überzeugenden 4:1-Erfolg haben die Fußballer des TSV Oberammergau gegen den ESV Penzberg II eingefahren. Der Weg dorthin war jedoch alles anderes als einfach. Nach einem vielversprechenden Beginn wurde die Elf von Markus Mayer durch einen Konter kalt erwischt. Ein Treffer, der Spuren hinterließ. „Wir haben dadurch ein wenig unseren Rhythmus verloren“, betonte der TSV-Trainer. Doch diesen fand seine Truppe noch vor der Pause, dank eines tollen Steckpasses von Maximilian Bender. Diesen nahm Nanno Hensold dankend an und umkurvte noch Penzbergs Keeper Jonathan Pottiez – das 1:1.
Beflügelt von diesem Treffer kamen die Oberammergauer mit viel Schwung aus der Kabine und gingen durch ihren Kapitän gleich in Führung. Mit einer feinen Einzelleistung und einem Tor des Willens stellte Marvin Otto auf 2:1. Nach dem Muster seines ersten Treffers traf Hensold ein weiteres Mal, diesmal nach Zuspiel von Florian Noll. Und was zweimal klappt, funktioniert auch dreimal. Diesmal sorgte der eingewechselte Timo Rolles für den Endstand.
FC Megas GAP – VTA Garmisch-P. ⇥3:1 (1:0)
Die Wetterlage beim VTA hat sich gedreht. Wo vor kurzem noch Hoffnung den Alltag prägte, kehrt nun die Depression ein. „Ich fühle mich im Stich gelassen“, gab Trainer Utku Soysal nach der 1:3-Niederlage im Käfig-Derby gegen den FC Megas zu Protokoll. Er und seine Mannen gingen am Ende im Frust gar aufeinander los. „Wir sind sehr hart angeschlagen.“ Auch mit dem Schiedsrichter schimpften die Türken hinterher. Schließlich habe der mit seinem Elfmeterpfiff vor dem 0:2 die Misere erst ausgelöst. „Ein Skandal, den darfst du nicht geben. Das war ein Pressschlag. Da verlierst du die Mannschaft mental“, klagt Soysal. FC-Kapitän Milad Honar habe sich hernach „20 Mal entschuldigt“ für den Pfiff.
Losgelöst von den Derby-üblichen Szenen verlief das Duell sehr fair, beide Teams räumten bei Aus- und Eckbällen ein, wenn sie zuletzt am Ball waren. FC-Coach Ioannis Hristoforidis macht dafür auch den Schiri verantwortlich: „Sehr gut geleitet – die meisten Entscheidungen waren richtig.“ Nur zum Elfmeter konnte er sich nicht äußern. „War zu weit weg.“ Er und seine Griechen erfreuten sich an einer makellosen ersten Hälfte samt Führung von Rauf Habibi. Der FC-Stürmer war kaum einzufangen, zog immer wieder Fouls und Gelbe Karten. Nach dem Wechsel wurde es chaotisch und hitzig. „Derby halt“, sagt Hristoforidis. Seine Abwehr um Hassan Khalil stand aber sattelfest, die beiden Tore von Dawda Corr sicherten den FC ab und stürzten den VTA in die Krise. Soysal sagt: „Ich bin gespannt, wie sich die nächsten Wochen gestalten.“
1. FC Penzberg II – Farchant/Oberau⇥1:4 (1:2)
Da sagt noch einer, in der A-Klasse wird kein Fußball gespielt. In Penzberg zeigten die heimische FC-Reserve und die Spielgemeinschaft aus Oberau und Farchant schönste Spielzüge. „Penzberg hat hohes Niveau. Ich hab’ schon vor der Saison gesagt, das wird das schwerste Auswärtsspiel“, sagt SG-Coach Julian Ritter. Seine Mannen bedienten sich beim 4:1-Erfolg einem Mittel, um spielerische Brillanz auszuhebeln: Standard-Stärke. Die ersten drei Tore fielen allesamt nach Freistößen und Eckbällen. Zweimal schlug Matthias Bär zu, der nun wirklich nicht als Torjäger verschrien ist. „Dass er mit seinen drei Metern mal einen macht, kommt vor“, sagt Ritter. Aber gleich zwei? „Die Taktik ist aufgegangen: Die Standards sind super gekommen.“
Mit der 3:1-Führung im Rücken ging sich der Rest der Partie leichter an. Hälfte zwei brachten die Gäste kontrolliert und ruhig zu Ende. Simon Groll verwertet einer der vielen Konterchancen und brachte die SG dem Meistertitel wieder näher. Sein Coach scherzt schon: „Noch ist nichts durch, aber der Sekt steht ganz hinten im Kühlschrank.“
ASV Habach II – FC Bad Kohlgrub⇥2:2 (2:2)
Im Kampf um den Aufstiegsrelegationsplatz musste der FC Bad Kohlgrub am Samstagnachmittag bei seinem Gastspiel bei der Reserve des ASV Habach ein wenig Federn lassen, hat Platz zwei aber weiterhin in eigener Hand. 2:2 trennten sich die beiden Kontrahenten, für Gästetrainer Markus Burkart letztendlich ein gerechtes Ergebnis, auch wenn er dem Sieg doch ein klein wenig hinterhertrauerte. „In Halbzeit zwei hatten wir schon ein wenig mehr vom Spiel“, betonte er. „Deshalb tut es mir vor allem für meine Spieler leid, weil sie sich für einen guten Auftritt nicht belohnen konnten.“
Es war für die Gäste das erwartet schwere Spiel, bei dem sich beide Seiten einen sehenswerten Schlagabtausch lieferten. Das 1:0 fiel mit der ersten Aktion der Gastgeber durch Felix Wörmann, doch sie durften sich gerade einmal zwei Minuten darüber freuen, denn Josef Niklas nutzte den Rückenwind im ersten Spielabschnitt für einen fulminanten Freistoßtreffer aus knapp 30 Metern. Nach einem langen Ball brachte Maximiliano Mayr die Platzherren erneut in Front. Doch Bad Kohlgrub wollte an diesem Tag nicht klein beigeben und glich durch Nicolas Schedler nach einem Schuss genau in den Winkel ein weiteres Mal aus. „Leider stand uns in Halbzeit zwei der nun heftige Gegenwind ein paarmal im Weg.“
1. FC Garmisch-P. II – SV Eschenlohe⇥0:2 (0:1)
Lange Zeit ist die Partie zwischen dem SV Eschenlohe und der Reserve des 1. FC ausgeglichen gewesen, doch dann hatte der SVE die besseren Argumente. Philipp Mann brachte die Gäste in Führung, als er am Sechzehner zum Abschluss kam und fulminant unter die Querlatte traf. „Sauber in den Winkel gezogen“, kommentierte Coach Florian Mayr, der seine Mannen „etwas griffiger“ sah. Zuvor vergab Mann bereits einen aussichtsreichen Alleingang, einen solchen hatten aber auch die Gastgeber zu bieten. Nach der Pause dezimierte sich der FC ob des von Özer Özkan verbal geäußerten Unmuts selbst.
Die Eschenloher spielten hingegen munter weiter und setzten alsbald den Deckel auf die Partie. Jonas Kaiser lief auf der linken Flanke mit Tempo bis zur Grundlinie und sah Matthias Bader auf der anderen Seite. Dieser nahm den Ball perfekt und netzte zum 2:0-Endstand ein. „Zu zehnt ist es dann schwierig“, bilanzierte Arne Albl. Gleichwohl hätte der FC die Partie aus Sicht des Vorstands auch anders gestalten können. „Wenn wir unsere Chancen machen, verlieren wir es nicht.“
SV Ohlstadt II – SC Grainau⇥3:4 (0:2)
Mit einem blauen Auge sind die Grainauer Fußballer gerade noch davongekommen. Eigentlich lief für sie bei der Ohlstädter Reserve alles nach Plan, zur Halbzeit lagen sie komfortabel mit 2:0 in Führung. Doch dann haben sie es „viel zu spannend gemacht“, wie Trainer Christoph Saller sagt. „Eigentlich müssen wir bis zur Halbzeit vier bis fünf Tore machen.“ Das rächte sich. Die Truppe von Tobias Weber biss sich auch dank dreier Wechsel in die Partie. „Da haben wir keinen Ball mehr abgeschenkt, es war richtig Feuer drin.“ Tugenden, die der Club im Kampf um den Klassenerhalt braucht.
Und sie schienen sich für den Aufwand zu belohnen. Nach 1:3-Rückstand kam der SVO doch tatsächlich in der 92. Minute noch zum Ausgleich. Doch das Glück war nicht auf seiner Seite. Nur eine Minute später schoss Tassilo Süßl Grainau erneut in Führung, in der 98. Minute verpasste der völlig freistehende Philipp Hanika auch noch den neuerlichen Ausgleich. Während Weber nun als Motivator gefragt ist („Das ist einfach total bitter“), bleibt Grainau auf Platz-zwei-Kurs. Saller sagt: „Das war am Ende natürlich ein glücklicher Sieg, den wir mitnehmen.“